Alle Artikel in der Kategorie “Zeitgeschehen

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Welch: Ist das Gehirn Schuld?

41E-odhlnLL._SY344_BO1,204,203,200_Es ist schon sehr interessant, wie man heutzutage alle schweren Krankheiten auf Funktionsstörungen des Gehirns schieben will und sich somit der Verantwortung entziehen möchte, was eigentlich aus dem Herzen herauskommt. Ist das Gehirn wirklich an allem schuld? Ist es immer berechtigt zu behaupten, dass falsches Verhalten auf medizinische Störungen zurückzuführen sei?

Depressionen, ADHS, Homosexualität, Alkoholismus, Alzheimer – das sind nur einige der vielen Themen, die Dr. Edward Welch in diesem Buch aus der Sicht der Bibel betrachtet. Er will mit seinem Buch Predigern, Seelsorgern, Familien und Betroffenen helfen, in der Praxis mit Gewohnheiten, Süchten und Verhalten richtig umzugehen. Weiterlesen

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Buch der Woche: Landeskirche ohne Gott

Landeskirche ohne GottOlaf Latzel erhitzt die Gemüter. Es geht dieses Mal weder um Steuerhinterziehung, noch um Bestechungsgelder, noch um einen unmoralischen Skandal. Pfarrer Olaf Latzel predigt und die Welt spricht darüber. Eigentlich könnte sich ein Pfarrer freuen, wenn seine Predigt eine breite Zuhörerschaft hat und auf eine Resonanz stößt. Doch mit so viel Gegenwind und gleichzeitig massenhaften Solidaritätsbekundungen hat er wohl nicht gerechnet.

Im Distomos-Blog sind einige Reaktionen gesammelt. Ich möchte die Predigt hier nicht bewerten. Ich musste bei all diesen Reaktionen an ein Buch denken, dessen Inhalt alle Christen mit erhitzen Gemütern lesen sollten.

Wolfgang Rühle war viele Jahre aktives Mitglied der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. In den letzten Jahren führte er „eine intensive Auseinandersetzung um eine Kirche, in der die gesamte Bibel als Gottes Wort“ gelten sollte.

In seinem Buch Landeskirche ohne Gott – Die Ergebnisse eines Kirchenkampfes berichtet er über seine Erfahrungen und Erkenntnisse. Das Ergebnis fast er kurz und knapp zusammen:

„Raus aus der Kirche, die keine mehr ist!“

Das mag den ein oder anderen überraschen. Gilt dieser Ratschlag auch für die bibelgläubigen Mitglieder in der Kirche von Olaf Latzel? Diese Frage wird einem beantwortet, wenn man dieses Buch liest. Weiterlesen

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Das andere Evangelium…

Eines Tages, es waren meine ersten Anläufe, durfte ich in meiner Gemeinde das Einleitungswort sprechen. Ich wählte den Text über die Helden Davids und habe dies so angewandt, dass wir als Christen immer danach streben sollten, Gottes Helden zu sein. Wie gesagt, waren es damals die mittelmäßigen Anfänge eines sowieso mittelmäßigen Predigers … Nach dem Gottesdienst wurde ich von einem Bruder angesprochen (von dem ich auch bis heute große Stücke halte), der mir den Text aus Galater 1,6-10 vorhielt. Das Fazit war kurz gefasst folgendes: Ich habe zu sehr die menschliche Verantwortung betont und nicht das „Evangelium“, somit hätte ich ein falsches Evangelium verkündigt. Nun, ich habe damals nicht viel widersprochen, habe aber die Ermahnung damals auch nicht ganz genau verstanden.

Eigentlich geht es mir nicht um die Ermahnung (möglicherweise war sie zu diesem Zeitpunkt durchaus angebracht, ich kann es jedoch so viele Jahre darnach nicht mehr wirklich überprüfen). Es war damals nur das erste Mal, dass ich mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, dass mein Evangelium nicht korrekt sei, ich ein überaus schrecklicher Irrlehrer wäre, und kurz davor stehe verflucht zu werden (Vergleiche Galater 1,6-10). Manchmal traf es auch nicht mich, sondern ich habe nur mitbekommen, welches verkehrte Evangelium denn der ein oder andere Verkündiger betreiben sollte.

Der absolute Klassiker unter Russlanddeutschen ist dieser: Dieser oder jener Bruder predige ein verkehrtes, ja ein falsches Evangelium, denn seine Frau trägt kein Tuch, und über ihre Kleider wolle man erst gar nicht reden. Und wieder wurde die Bibel ausgepackt und natürlich Galater 1,6-10 vorgelesen (Nur ein Deja-Vu?). Das blanke Entsetzen steht den dann im Gesicht, wenn man dann entgegen wirft: Lieber Bruder, nicht nur dass seine Frau kein Tuch trägt, die haben ja auch einen Fernseher im Heim (Bis vor etwa fünf Jahren hat man noch hinzugefügt „und sogar einen DSL-Anschluss“. Aber irgendwie hat sich das Internet auch unter ganz erzkonservativen Russlanddeutschen durchgesetzt, seitdem ist DSL keine falsches Evangelium mehr.) Weiterlesen

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Wissen vs. Glauben

Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum.

Dies kann ich wissen, auch kann ich mich mit allen historischen Einzelheiten der Auferstehung beschäftigen. Eine Harmonie der dazugehörigen Texte durchführen. Auch kann ich bekennen und wissen, dass Christus Gott ist (wenigstens dass was ich darunter verstehe, was ein Gott ist).  Dennoch kann es sein, dass ich gleichzeitig gar nicht daran glaube. Diese Dinge werden für mich nur zu einer Angelegenheit der Vernunft nicht aber zu einer Angelegenheit des Herzens. Weiterlesen

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Buchrezension: Wie können wir denn leben?

5139_1Francis Schaeffer. Wie können wir denn leben? Hänssler: Holzgerlingen, 2000. 302 Seiten.

Der Betanien-Verlag hat das Buch neu übersetzt und soeben veröffentlicht (siehe hier).

Francis Schaeffer (1912-1984), Evangelist der Intellektuellen und einer der bedeutendsten Evangelikalen des 20. Jahrhunderts, hat seine Sicht auf die westliche Geistesgeschichte in diesem Buch niedergelegt. Ich empfehle, sich ergänzend die gleichnamige Dokumentarfilm-Serie zu Gemüte zu führen.  Beim Lesen muss bedacht werden: Schaeffer sah sich in erster Linie nicht als Philosoph, sondern als Evangelist. Seine (pointierte) Sichtweise hat er über Jahrzehnte in unzähligen Gesprächen mit Intellektuellen aus aller Welt entwickelt und geschärft. Sie ist schon Mitte der 80er-Jahre z. B. von Ronald W. Ruegsegger kritisiert worden.  Viel wichtiger scheint mir insgesamt jedoch die Auseinandersetzung mit einer christlichen Weltsicht an sich.

Schaeffer geht etappenweise durch die Geschichte der Christenheit. Zu den einzelnen Phasen habe ich kurze Zusammenfassungen angefertigt. Weiterlesen

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Aufruf zur Errichtung eines Schöpfungsmuseums in Europa

Schöpfungsmuseum in Petersburg bei Cincinnati (Kentucky, USA)

Schöpfungsmuseum in Petersburg bei Cincinnati (Kentucky, USA)

In den USA gibt es mindestens vier große naturgeschichtliche Museen, in denen nicht Evolution, sondern Schöpfung gelehrt wird. In Europa existiert meines Wissens bisher kein einziges von Bedeutung, aber es gibt einige Initiativen und Ansätze, die sich zusammenschließen und ihre Kräfte bündeln sollten:

Die Sammlung „Lebendige Vorwelt“ von Dr. Joachim Scheven befindet sich seit Jahren in der Pfalz unter Verschluss und ist nur angemeldeten Gruppen zugänglich. Eine weitere kleine Sammlung von Fundstücken findet sich in Moosbrunn bei Heidelberg in einem Privathaus. Ein Schöpfungspark der Initiative Pro Genesis liegt momentan auf Eis.

Die Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ bemüht sich auf hohem wissenschaftlichem Niveau um die argumentative Begründung der Schöpfung durch Literatur und Schulungen. Die Erstellung von Plakatwänden mit Informationen über Schöpfung und Evolution, die in Gemeinden und Schulen zusammen mit einzelnen Fundstücken ausgestellt werden können, ist angedacht.

Ein erstes, etwas größeres Schöpfungsmuseum in Deutschland in Zusammenarbeit mit Wort und Wissen, befindet sich seit kurzem in den Nebenräumen des Bibelmuseums Wuppertal. Auch in Nierstein existiert eine Initiative zur Errichtung eines Schöpfungsmuseums.

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Gedanken zu »Noah«, der Kinofilm

Manche Leser dieses Blogs werden sich wenige Gedanken darüber machen, ob sie den aktuellen Kinofilm »Noah« ansehen oder nicht. Für diese Leser ist der heutige Artikel nicht gedacht.

Die nachfolgenden Gedanken richten sich an die Leser, die sich den Film anschauen möchten oder unentschlossen sind. Wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung des Betanien Verlags.

Derzeit läuft im Kino der Film „Noah“, eine Adaption der biblischen Sintflutgeschichte. Wie viel davon ist biblisch und wie viel nicht – und wie problematisch ist das? Hier einige zusammengefasste Infos, die ich verschiedenen Rezensionen entnommen habe: Weiterlesen

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Emerging Church und Charismatische Bewegung

durchblick+ueberblick_emerging_churchDer Verlag Edition Nehemia aus der Schweiz hat eine neue Inforeihe gestartet und diese mit den beiden Themen Emerging Church / Emergente Bewegung und Pfingstbewegung / Charismatische Bewegung eröffnet. Der Autor Rudolf Ebertshäuser ist für viele durch seine Aufklärungsschriften bekannt geworden. Zu beiden Themen hat er bereits umfangreiche Bücher veröffentlicht.

In diesen beiden ersten Bänden der Inforeihe, denen Inhaltsverzeichnisse leider fehlen, behandelt der Autor die Themen in aller Kürze. Nach einer heranführenden Einleitung geht Ebertshäuser zunächst auf die Ursprünge und Enwicklung der Bewegungen ein. Im zweiten Teil werden die Hauptlehren und Merkmale genannt.

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Gott macht glücklich – und andere fromme Lügen

Gott macht glücklichErstmals als Autoren bemerkt habe ich Markus Spieker durch seine Bücher Glauben: Mehrwert in heftigen Zeiten und faithbook : Ein Journalist sucht den Himmel. Mit Leidenschaft verteidigt der Autor und Journalist in diesen Büchern den Glauben an Gott in ungläubigen Zeiten und lenkt den Blick des Christen zum himmlischen Endziel.

In eine ganz andere Richtung schreibt Spieker in seinem provokant titulierten Buch Gott macht glücklich und andere fromme Lügen. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es nicht um Apologetik oder den Himmel, sondern um kleinere und größere Abgründe im Leben mancher Christen. Fünf „Mythen“ nimmt er sich zur Brust und legt sich mit vielen populären Ansichten an.

Mythos 1: Gott macht glücklich. Dass das Leben mit Gott nicht immer eitel Sonnenschein bedeutet, dürfte jeder Nachfolger von Jesus Christus bereits selbst erfahren haben. Trotzdem haben Verkündiger einer der zahlreichen Varianten des Wohlstandsevangeliums regen Zulauf und dieser nimmt durch das Wachstum charismatischer Gemeinden in Deutschland eher noch zu. Spieker führt Beispiele an und bedient sich dabei vorwiegend im amerikanischen Raum. Weiterlesen

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Der Weltuntergang kommt

548044In allen Kulturen und Religionen waren und sind Vorstellungen vom Weltende verbreitet. Wer hat nicht schon von bestimmten Weltuntergangsdaten oder pessimistischen Weltende-Szenarien gehört? Das Buch Der Weltuntergang kommt ist 2011 anlässlich der Vorhersage des Weltendes im Jahr 2012 durch den Maya-Kalender geschrieben worden und möchte Aufklärungsarbeit zu diesem Thema leisten.

Nach einem Einführungskapitel thematisiert Kotsch im zweiten Kapitel die Weltuntergangstheorien um 2012. Er liefert Hintergründe und Informationen zur Beurteilung des Films 2012, des Maya-Kalenders und sonstigen Theorien die sich auf das Jahr 2012 bezogen (z.B. behauptete Erich von Däniken, dass die Götter – das sind für ihn Außerirdische – 2012 zur Erde zurückkehren werden).

Kapitel 3 enthält eine Sammlung zahlreicher Weltuntergangsprognosen beginnend mit Montanus um 152 n.Chr. bis heute! Dieses Kapitel ist sicher das beste des Buches. Darunter findet sich unter anderem die Geschichte von John Roeleveld, einem Niederländer, der von jeder Tierart zwei Exemplare sammelte, weil er angeblich durch eine Mitteilung Gottes die Welt für die Endzeitschlacht vorbereiten sollte. 40 Jahre sammelte er Tiere in einem Labyrinth unterirdischer Betonbunker Tausende Eierschalen, Knochen, Insekten und ausgestopfte Tiere – bis sein Nachbar ihn anzeigte. Roeleveld meinte, Gott habe ihm versprochen, dass seine Sammlung nach dem Jüngsten Gericht auferstehen und weiterleben werde (S. 38-39). Weiterlesen