Artikel 1.1: Die göttliche Offenbarung
Durchaus evangelikal fängt das Westminster Bekenntnis mit der Beschreibung der Göttlichen Schrift. Klar wird im ersten Absatz deutlich gemacht, dass es für die Gemeinde Gottes Weg ist, Ihr seinen Willen mitzuteilen. Kein Platz bleibt für Schwärmerei.
Liberalen Theologen ist dies durchaus ein Dorn im Auge. So wird z.B. die Chicago Erklärung wegen ihrer „unchristlichen Hochschätzung“ der Schrift verworfen. Wie überraschte es mich von einem evangelischen Pastor zu hören, ich würde Christus verachten, wenn ich das geschriebene Wort höher halte, als die Person Christi. Dass aber die Person Christi nur durch sein geschriebenes Wort bekannt ist (und nicht durch Archäologie und Fantasien von Geschichtswissenschaftlern) schien er zu übersehen.
Artikel 1.2: Die Bücher der Heiligen Schrift
Die Bestätigung (keine Definition!) des Kanons der Heiligen Schrift, war nötig, da die katholische Kirche für die Bücher des Alten Testaments nicht klar sah. Ein Artikel zum Kanon des NT erschien hier im Blog.
Artikel 1.3: Die Apokryphen sind menschliche Schriften
Bei H. Egelkraut (Das Alte Testament , 6 Auflage, S. 56) fand ich diese sehr schöne Erklärung des Begriffes „apokryph“:
Apokryph bedeutet verborgen, und bezeichnet Bücher, die (weil nicht kanonisch) nicht öffentlich im Gottesdienst, sondern nur privat (d.h. im Verborgenen gelesen werden durften
Viele Apokryphen sind hilfreiche und historisch sinnvolle Schriften. So die Makkabäer im Alten Testament, oder der Hirte von Hermas im Neuen Testament. Apokryphen sollten jedoch nicht mit pseudepigraphischen Schriften, wie dem Thomasevangelium verwechselt werden, welche Fälschungen sind, mit dem Ziel Irrlehren zu verbreiten. Eine recht übersichtliche Darstellung findet sich in Wikipedia. Weiterlesen
William Careys Werk ist kaum zu überschauen. Sein Einfluss in Indien ist nicht hoch genug zu schätzen. So ist auch die Abschaffung des Missbrauchs der Witwenverbrennungen auf seinen Einsatz zurückzuführen
Heute habe ich eine reformierte Gemeinde besucht und ich musste doch sehr schmunzeln, als ich feststellte, dass diese Gemeinde ein Liederbuch besitzt, welches insgesamt 38 Lieder beinhaltet. Doch etwas wenig. Gibt es denn in der Tat nur so wenige Lieder mit guter Lehre? Da lobe ich mir das Liederbuch meiner Gemeinde, welches 
Müßiggang ist aller Laster Anfang, sagt das Sprichwort. Es muss ja gleich nicht alles so dick kommen; es fängt meist klein an. Meine Frau und ich machten einen kleinen Spaziergang die Bahrenfelder Chaussee runter. Da sahen wir auf der anderen Seite die Reklame der Bahrenfelder Lichtspiele: »Der brave Soldat Schweijk«. Ein Film, den ich schon früher einmal in der ostzonalen Fassung gesehen hatte. Da ich nun einmal für mein Leben gern lache und wir nichts vor hatten, gingen wir nach langer, langer Zeit zum ersten Mal ins Kino. Ausgerechnet wurde an diesem Abend als Vorfilm ein kurzer Streifen gezeigt: »Der Sonntag der anderen«. Dieser Film berichtete von der Arbeit der Heilsarmee. Alle Akteure kannte ich persönlich. Ich sagte zu meiner Frau: »Da muss ich ausgerechnet ins Kino gehen, um mir zeigen zu lassen, was ich in meiner freien Zeit zu tun habe.« Eine Bank hinter uns spotteten einige junge Leute beim Anblick der Heilsarmee. Mit ein paar gezielten Worten brachte ich sie zum Schweigen. So hatte mein Kinobesuch einen doppelten Dienst getan. Eigentlich hatte ich ja gar kein Recht, mich über das verkehrte Verhalten anderer Leute aufzuregen, wo ich ja selber verkehrt gehandelt hatte. Als wir dann zu Hause ankamen, bekam ich eine zweite Zurechtweisung. Ich öffnete den Briefkasten und zog einen Umschlag hervor, in dem ein Exemplar »Herold Seines Kommens« lag. Ausgerechnet in diesem Blatt stand ein Leitartikel unter der Überschrift: »Jesus als Straßenprediger«. In dieser Nacht wurde mir unumstößlich klar, dass mein Platz am Hamburger Hauptbahnhof ist. So begannen wir am nächsten Sonntag um 19 Uhr wie gewohnt unsere Straßenpredigten. Seit dieser Lektion habe ich sehr auf meine Zeit achtgegeben. Ich habe mir dann auch keinen Kinobesuch mehr geleistet. Natürlich möchte ich daraus kein Gesetz für andere machen, denn ich kann von anderen nicht fordern, was für mich gilt. Dennoch sollten wir bedenken, dass unsere Zeit in Gottes Händen steht. Zeit haben heißt Leben haben und unser Leben gehört Gott. Es sollte immer zu seiner Verfügung stehen. Ansonsten sollte man sich erholen und ausruhen, um so bereit zu sein für den nächsten Dienst.
Der wahre Charakter rettenden Glaubens ist dem natürlichen Menschen völlig fremd, und daher wird dieser leicht von Satans einleuchtenden Attrappen getäuscht. Doch selbst wenn der Mensch aus der Bibel weiß, was rettender Glaube ist, kehrt er Christus entweder traurig den Rücken zu wie der reiche Jüngling, als er von den Bedingen der Nachfolge erfuhr, oder er bekennt in heuchlerischer Weise das zu haben, was ihm Wirklichkeit noch fehlt.