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Alle meine Lieben – und mein „Liebstes“

Ein Gastartikel von Peter Engler

Eigentlich komme ich mehr von der analogen Schiene her. Das gedruckte Wort und der beständige Umgang mit ihm sind mir sehr wichtig. Dennoch habe ich Bibelstudium durch die Jahre hindurch auch digital betrieben. Und ich habe die Logos Bible Software gekauft, um meine digitalen Bibelstudien zu vereinheitlichen.

Aber ich stelle fest: Sie sind immer noch da – die anderen Bibelprogramme, die sich im Lauf der Jahre auf meiner Festplatte angesammelt haben. Einige davon wollte ich endlich loswerden und löschen – konnte mich  aber – aus Nostalgie- und anderen Gründen – doch noch nicht so recht dazu durchringen.

Doch was unterscheidet diese Programme von Logos? Und warum kann ich problemlos zugeben, dass Logos mit weitem Abstand vor allen diesen Programmen liegt? Dazu hier etwas mehr. Doch der Reihe nach – dabei das Neueste zuerst: Weiterlesen

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„Lerne Christus, und zwar den Gekreuzigten“

Zahlreich sind die Briefe Luthers, die zu einem beachtlichen Teil auch noch erhalten sind. Hier einige Kostproben.

  • 8 April 1516 an Georg Spenlein. Ein Trostbrief an einen Bruder:

Daher, mein lieber Bruder, lerne Christus, und zwar den gekreuzigten, lerne ihm zu singen und an Dir selbst verzweifelnd zu ihm zu sprechen: Du, Herr Jesus, bist meine Gerechtigkeit, ich aber bin deineSünde; du hast das Meine auf dich genommen und mir das Deine gegeben; du hast angenommen, was du nicht warst, und mir gegeben, was ich nicht war. Hüte Dich, daß Du niemals nach einer so großen Reinheit trachtest, daß Du Dir nicht als Sünder erscheinen oder gar kein Sünder sein willst. Denn Christus wohnt nur in Sündern.

 

  •  31. Oktober 1517 an Erzbischof Albrecht von Mainz. Bekümmert über den Zustand des Evangeliums (Am selben Tag wie der Thesenanschlag. Inhalt deutet Programm der Reformation bereits an):

So sind auch die Werke der Frömmigkeit und Nächstenliebe unendlich viel besser als der Ablaß. Und doch werden diese weder mit großer Pracht noch mit so großem Eifer gepredigt. Ja, sie müssen schweigen, damit der Ablaß gepredigt werden kann, während doch das aller Bischöfe vornehmlichstes und einziges Amt sein sollte, daß das Volk das Evangelium und die Liebe Christi lerne. Denn nirgendwo hat Christus befohlen, den Ablaß zu predigen. Aber das Evangelium zu predigen hat er nachdrücklich befohlen. Wie groß ist daher der Greuel, wie groß die Gefahr für einen Bischof, der – während das Evangelium verstummt – nichts anderes als das Ablaßgeschrei unter sein Volk zu bringen gestattet und sich um dieses mehr als um das Evangelium kümmert!

 

  • Anfang November 1517 an Kurfürst Friedrich den Weisen. Als Bettler um ein Gewand bittend (Luther lebte vor allem bis zur Eheschließung äußerst armselig):

Gnädigster Herr und Fürst! Wie mir E.F.G. im vorigen Jahr durch den Hirschfeld40 zusagten, ein neu Kleid zu geben, so komme ich nun und bitte E.F.G., desselben eingedenk zu sein …

 

  • 14 Dezember 1518 an Johannes Reuchlin. Dankbar für das Werk, dass Gott wirkt (Reuchlin verfasste unter schwersten Widerständen ein Lehrbuch für Hebräisch):

Das hat der Herr durch Dich gewirkt, daß dieser Teufel unter den Sophisten endlich einmal lernt, den rechten Studien der Theologie behutsamer und gelinder zu widerstehen, und Deutschland anfängt aufzuatmen, nachdem die Lehre der Schrift leider so viele Jahrhunderte nicht bloß unterdrückt, sondern vielmehr ausgelöscht war. Dieser Anfang in den so schönen Studien durfte nicht durch einen Menschen von geringem Ansehen gemacht werden.

 

  • Am 17. April 1521 an Johannes Cuspinianus. (Zwischen den beiden Prozesstagen vor dem Kaiser und der endgültigen Weigerung seine Werke zu widerrufen):

Aber ich werde auch nicht einen Buchstaben widerrufen, wenn Christus mir gnädig ist.

 

  • Am 28 April 1521 an Lukas Cranach. Ein Kommentar über den Reichstag zu Worms:

Man hat sich meiner Ankunft zu Worms nicht versehen, und wie mir das Geleit gehalten ist, wisset Ihr alle wohl aus dem Verbot, das mir entgegen kam. Ich meinte, Kaiserliche Majestät sollte einen Doktor oder fünfzig versammelt und den Mönch redlich überwunden haben. So (aber) ist nicht mehr hier verhandelt worden als so viel: Sind die Bücher dein? Ja. Willst du sie widerrufen oder nicht? Nein. So hebe dich (von dannen). O, wir blinden Deutschen, wie kindisch handeln wir und lassen uns so jämmerlich von den Romanisten äffen und narren!

 

Alle Zitate aus:
Martin Luther: 1516. Martin Luther: Gesammelte Werke, Ab  S. 7071
(vgl. Luther-W Bd. 10, S. 14) (c) Vandenhoeck und Ruprecht
http://www.digitale-bibliothek.de/band63.htm

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Lesen?

Lesen (Alltag aus christlicher Weltsicht, Band 3)Jeder, der etwas über das Thema „Lesen“ lernen möchte, hat man mit Hanniel Strebel einen geeigneten Lehrmeister gefunden. Bereits fast 700 Rezensionen finden sich von ihm auf Amazon.de, zumeist über Bücher! Entsprechend passend wurde nun in der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ das Thema Lesen vom langjährigen Blogger besprochen.  Nun, bereits der Untertitel ist Programm: Ist Lesen wirklich noch Alltag? Hat Lesen gegen die Dauer-Berieselung „beweglicher Medien“ noch eine Chance. Der Autor setzt dem entgegen, dass wir mehrfach aufgerufen werden, Gott auch mit dem Verstand zu lieben!

Ich gehe von einem persönlich-unendlichen Gott aus. Das heißt: Er ist Person und sucht die Beziehung zu mir als Mensch. Und er ist gleichzeitig unendlich erhaben.Unser Denken ist kein Selbstzweck, sondern Mittel, um Gott und Menschen zu lieben. Gott mit dem Verstand zu lieben bedeutet, die Fülle des von Gott geschenkten Reichtums wahrzunehmen und auszudrücken. Eine wichtige Art um zu denken geschieht durch Lesen. Wer liest, muss denken. (Kap.2)

Dabei geht es nie darum, bloße Daten zu sammeln, sondern, wie es der Autor nennt, darum „ein Buch zu erobern“ und in „einem Buch leben“. Das erfordert Selbstdisziplin. Hanniel führt nun zahlreiche Hinweise auf, wie er Zugänge auch zu schwierigen Werken findet – so nimmt er z.B. zunächst Inhaltsverzeichnis, Einleitung und Literaturverzeichnisse ins Blickfeld und beharrt konsistent an einem persönlichen Markierungssystem. Notizen werden zentral in einem Notizblock gesammelt.

Ich teile die Meinung des Autors, dass auch Hören eine Art des Lesens darstellt. Hörbücher bieten eine wunderbare Möglichkeit, sich z.B. beim Autofahren zu erbauen. Durch E-Reader ergibt sich zu dem die Möglichkeit entweder vergünstigt oder gar vollständig kostenfrei an gute Literatur zu gelangen. Insgesamt wird klar: Lesen ist an vielen Orten und mit unterschiedlichsten Mitteln möglich.

Nicht jedes Buch muss zu Ende gelesen werden. Ich teile die Beobachtung des Autors:

Einige Bücher lese ich ohne bestimmte zeitliche Vorgaben. Nach einer gewissen Anzahl Seiten (oftmals sind es 100 bis 150) lässt mein Interesse plötzlich nach. Ich kenne nur zwei Gründe ein Buch ganz zu lesen: Ich will den ganzen Inhalt unbedingt erfassen und/oder es packt mich einfach. Viele Autoren beginnen sich zu wiederholen. Da muss ich nicht jede Wendung mitmachen bis zum Ende.

Rezensiert man ein gutes Werk profitiert man auch als Leser dadurch, dass man geradezu gezwungen ist, den Inhalt zu wiederholen.  – Liest man viel, drängt es sich bereits von alleine an, sich an ein Gesamtwerk zu wagen. Hier hat Hanniel hilfreiche Hinweise gesammelt:

Lies die 1 – 3 wichtigsten Werke jährlich. Besorge dir dafür jeweils ein neues Exemplar, in dem du wichtige Erkenntnisse und Stellen markierst.

  1. Kehre immer wieder zu wichtigen Passagen zurück. Lies sie langsam, lies sie laut. Gehe dazu an schöne Orte, wo sich die Dinge besser einprägen.

  2. Lies alle Biografien, derer du habhaft werden kannst. Stelle mit Informationen, die dir wichtig erscheinen, ein Dokument zusammen, das du fortlaufend erweiterst.

  3. Notiere dir alle Namen, die sich mit der Person intensiv auseinandergesetzt haben. Suche nach Sekundärwerken und Artikeln in Zeitschriften. Oftmals sind sie irgendwo online erhältlich (archive.org).

  4. Sammle Dissertationen, die über die Jahrzehnte entstanden sind. Einige wirst du nur in Bibliotheken oder über die Bibliothekare bekommen (die sie evtl. eingescannt haben).

  5. Lege dir eine Ablage mit Zitaten an. Vergiss nicht die genaue Quellenangabe.

  6. Lege dir eine Ablage mit Ideen für Aufsätze an.

  7. Lege dir eine Liste mit interessanten Auslegungen von Bibelstellen an.

  8. Lege dir eine Liste mit umstrittenen Thesen/Aussagen an. (…)

Fast automatisch entsteht nebenbei eine Bibliothek. Klar ist, die Bibliothek sollte in die Breite (thematisch) gehen, aber auch in die Tiefe. Nicht von allem etwas haben, sondern wichtige Kernpunkte, die man solide immer weiter ausbaut. Hanniel führt zahlreiche Autoren auf, die ihn persönlich prägten.

Besonders dankbar bin ich schließlich für das mutige und nötige Thema: „Die Bibel lesen„. Was für das Lesen von Literatur gilt, gilt umso mehr für das Lesen der Bibel. Hier ist nicht nur Spaß angesagt, sondern oftmals harte Arbeit! Keinesfalls sollte man aufhören oder die Aufgabe an die Gemeinde delegieren.

Wozu sollen wir die Bibel lesen? (…) Die plakative Antwort lautet: Ohne Erkenntnis Gottes verfällt eine Familie.

Abgeschlossen wird das Werk mit zahlreichen Hinweisen wie man Kinder (Jungs) an das Thema Lesen heranführt

Dem Autor bin ich persönlich zu Dank verpflichtet, ermutigte er mich doch vielfach zum Lesen von anspruchsvoller Literatur! Das Buch ist für 3,99EUR als e-Book bei ceBooks.de erhältlich und ist Teil eines Fünfteilers: „Alltag aus christlicher Weltsicht„.

Auch lesenswert: 10+1 Fragen an Hanniel Strebel.

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Licht und Recht

Bildergebnis für kohlbrüggeEher zufällig bin ich über diese wunderbare und liebevoll zusammengestellte Sammlung an reformierter Literatur aus deutschen Kreisen des 19ten Jahrhunderts gestoßen. Gibt es wirklich Zufälle, ich meine natürlich, dass Gott es so führte und mich reich beschenkte mit diesem guten Material! Andreas Gramlich, von dem auf TheoBlog ein umfangreiches Interview zu finden ist, sammelte und bereitete Unmengen an hilfreichem Material von H.F. Kohlbrügge, Adolf Zahn, J. Wichelhaus, Eduard Böhl und vielen weiteren Reformierten Theologen auf.

Eine kleine Auswahl:

Ich habe mich gleich ins Lesen gestürzt. Vor allem die Christologie in Böhls Dogmatik beeindruckte mich sehr. Darüber erfolgt hier demnächst ein eigener Beitrag.

 

 

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Chestertons Orthodoxie als Bilderbuch

Chestertons Orthodoxie ist eine humorvolle, ja geradezu fröhliche Abrechnung mit dem Atheismus, Rationalismus und sonstigen Schreckgespenstern des frühen 20ten Jahrhunderts. Philipp Keller, der auf seiner Homepage vor allem mit einer schonungslosen Analyse über das Thema Smartphone zu hören ließ, brachte nun bereits vor einigen Jahren ein Bilderbuch zu Chestertons Orthodoxie heraus. Die zahlreichen Bon-Mots Chesterton laden ja geradezu ein, so suchte Philipp Keller sich 16 Zitate aus, die er zudem mit Erklärungen versah. Neben einer animierten Variante existiert auch eine PDF-Version zum freien Download.

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Tipp: Die große Hörbibel

Richtig aufmerksam wurde ich auf diese Hörbibelvariante durch den ERF. Hier wird meistens der Bibeltext zu einer Predigt aus dieser Hörbibel vorgetragen. Was soll ich sagen, die ständig wechselnde Rednerstimmen wecken einen immer wieder zum Zuhören auf. Das als lebendig inszeniertes Hörbuch realisierte Projekt hat mir gleich zugesagt. Die Wahl der Luther 1984- Revision ist ebenfalls sinnvoll und sagt mir als Luther-Bibel-Liebhaber sowieso besonders zu.

Wie höre ich?

Nun, ich habe angefangen zur Arbeit zu radeln und habe so die Möglichkeit zum hören! Jeweils etwas mehr als 40 Minuten am Tag. Dadurch hört man in kürzester Zeit die Evangelien durch. Das sehe ich als einen besonderen Vorteil, dass diese Hörbibel auf Kapitel und Versangaben verzichtet, dadurch ist man geradezu gezwungen die Bibel am Stück zu hören.

entsetzt und getröstet

Das zeigte auch bald Frucht. Zunächst war ich neu entsetzt über die unfassbar harten Reden Jesu. Einer der ständig von Sünde, Verderben und Hölle sprach, der völlig erbarmungslos mit Heuchelei und Menschenfurcht ins Gericht zog. Der zu einer bedingungslosen Nachfolge aufrief, der nicht Nettigkeit und ein freundliches Lächeln forderte, sondern völlige Liebe zu Gott. Ja, das Gesetz wollte er nicht auflösen, sondern erfüllen! Selbst zu seinen treusten Jüngern rief er, dass sie ihm ein Ärgernis sind, als es nötig wurde! Wow, das gab mir viel zu denken.

Gleichzeitig aber auch die große Liebe Christi. Kein Fall zu hoffnungslos für ihn, lieber hungerte er selber, als dass er das Volk hungern ließ. Selbst der Kleinglaube seiner Jünger hielt ihn nicht ab, Ihnen zu helfen. Und den Jairus beruhigte er, nicht auf die Umstände zu schauen, sondern einfach IHM zu vertrauen. Jeden ermutigte er dazu, zu glauben und zu vertrauen, und er beherrschte jede Lage souverän. Kein Dämon zu mächtig, kein Sturm zu stark, kein Sünder zu hoffnungslos verloren. Auf die Frage: Wie kann ich wissen, ob Jesus mich annehmen will, gibt es also nur eine Antwort: Falsche Frage! Jesus nimmt jeden an, der zu ihm kommt!

Eine Möglichkeit relativ kostengünstig an dieses Produkt zu kommen ist ein drei-monatiges Test-Abo bei Audible. So muss man nicht einmal 15 EUR für dieses hochwertige Werk ausgeben und behält es auch nach Kündigung des Abos weiterhin.

Vergleiche auch:

Vier Hörbibeln im Vergleich.

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The Difficult Doctrine of the Love of God

The Difficult Doctrine of the Love of God - Carson, D. A.Das war das erste Buch Carsons was ich bisher gelesen habe und  es hat mich in mehrfacher Hinsicht von der Qualität Carsons als Bibellehrer überzeugt. In vier Kapiteln zeigt er eine hohe Qualität als Ausleger auf, erhält den Lesefluss durch eine klare Argumentation aufrecht, verknüpft auch (heute) kompliziert gewordene Doktrin mit einer Lebensnähe und argumentiert dabei immer mit einem großen Verständnis für alternative Verständnisse. Nicht umsonst führt zeltmacher aus: Carson ist unstreitig einer der führenden Theologen unserer Zeit, seine Reputation herausragend. Seine Bücher lohnen sich, sein Leben ist mehr als nur ein Vorbild.

Zunächst unterscheidet Carson zwischen fünf Arten über die Liebe Gottes zu reden:

  • die innertrinitäre Liebe in Gott
  • die Liebe in der Vorsehung zur Schöpfung
  • Gottes Erlöserliebe zu seiner gefallenen Welt
  • Gottes bestimmte und effektive Liebe zu seinen Erwählten
  • Gottes Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist

Carson führt  aus, dass die ausschließliche Fixierung auf eine dieser Komponenten schädlich ist:

If the love of God is exclusively portrayed as an inviting, yearning, sinner-seeking, rather lovesick passion, we may strengthen the hands of Arminians, semi-Pelagians, Pelagians, and those more interested in God’s inner emotional life than in his justice and glory, but the cost will be massive. There is some truth in this picture of God, as we shall see, some glorious truth. (…)  If the love of God refers exclusively to his love for the elect, it is easy to drift toward a simple and absolute bifurcation: God loves the elect and hates the reprobate. Rightly positioned, there is truth in this assertion; stripped of complementary biblical truths, that same assertion has engendered hyper-Calvinism. I use the term advisedly, referring to groups within the Reformed tradition that have forbidden the free offer of the Gospel. (…)  If the love of God is construed entirely within the kind of dis-course that ties God’s love to our obedience (e.g., “Keep yourselves in the love of God”), the dangers threatening us change once again. True, in a church characterized rather more by personal preference and antinomianism than godly fear of the Lord, such passages surely have something to say to us. But divorced from complementary biblical utterances about the love of God, such texts may drive us backward toward merit theology, endless fretting about whether or not we have been good enough today to enjoy the love of God—to be free from all the paroxysms of guilt from which the cross alone may free us. (S.21 f). In short, we need  all  of what Scripture says on this subject, or the doctrinal and pastoral ramifications will prove disastrous.

Später räumt Carson mit dem Vorurteil auf, man könne einem besseren Verständnis der Liebe Gottes durch eine Simple Wortstudie näher kommen. Wer hat das schon nicht mal gehört, die übliche dreiteilung: Eros, Agape und Phileo. Dabei überbaut man Agape mit der Bedeutung einer „übermenschlichen göttlichen Liebe“, obwohl agape auch verwendet wird, um die schändliche Liebe Amnons zu Thamar zu beschreiben ( LXX 2 Sa  13,14) , die Liebe des  Vaters zum Sohne aber auch mit phileo (Joh 5,20).   Wiederum wird agape verwendet, als Paulus schreibt, dass Demas die Welt lieb gewonnen hat. Carson geht sogar der historischen Entwicklung dieser Haltung nach und entdeckt, dass diese Fixierung auf den Rationalismus zurückführt, der keinerlei Emotionen in Gott dulden wollte. Dabei haben Christen immer wieder auch betont, dass Gott „leidenschaftslos“ ist, eine gute und weiße Differenzierung ist nötig, um hier Waage zu halten: Weiterlesen

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Entdecke die Bibel

Diese Kinderbibel ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern half mir letzten Endes auch, Stabilität und Gleichmäßigkeit in die abendliche Familienandacht zu bringen:

Die Bibel zeichnet sich durch viele Vorzüge aus:

a) Insgesamt 365 Erzählungen, eine für jeden Tag des Jahres, davon ein drittel zum Neuen Testament

b) Sprachlich eine hohe Nähe zum biblischen Text (Schlachter und Neue Luther 2009)

c) auch üblicherweise weniger intensiv besprochene Geschichten werden ausführlich behandelt. So beschäftigen sich über 30 Geschichten mit dem Wirken der Apostel, und über 10 mit 2. Könige.

d) Besonders hervorheben möchte ich die Abbildungen zu jedem einzelnen Kapitel, von geradezu rembrandtscher Qualität. Die Abbildungen in den Katalogen, lassen die Qulaität gar nicht erahnen, stellt sich doch beim Lesen heraus, dass für jedes Gemälde ein Leinwandbild erstellt wurde. In den Bildern zieht sich eine ‚Gleichmäßigkeit durch, so bleibt Petrus immer als Petrus und Johannes immer als Johannes identifiziert, was den Dialog mit den Kindern stärkt

e) Jeweils drei Fragen zum weiter nachdenken runden jedes der 365 Kapitel ab

f) Mehrere gut präparierte und kindergerechte Landkarten und ein Kapitel zum Rettungsplan Gottes runden das zweibändige Werk ab.

g) Schließlich kommt das Buch mit einem strapazierbaren Umschlag daher

Die Aufteilung in zwei Bände ist eher dem Umfang geschuldet, somit empfiehlt sich der Erwerb des zweiteiligen Buch-Sets für 30EUR.

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K. Hipke: CD’s sind in ein paar Jahren wahrscheinlich nur noch was für Liebhaber

NIMM UND LIES: Lieber Herr Hipke, seit wann gibt es den Verlag Hipke Music und wie kommt man dazu, einen neuen Verlag zu gründen?

Klaus Hipke: Hipke Music gibt es offiziell seit 2015 und ist entstanden, indem ich meine Leidenschaft zum (Neben-) Beruf gemacht habe.
Musik war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. In den letzten zehn Jahren entwickelte es sich zur Regelmäßigkeit, neue Lieder und Arrangements zu schreiben. Und dann kam der Zeitpunkt, wo ich mehr damit beschäftigt war, Noten per Mail zu versenden, als zu komponieren. Also entschloss ich mich, eine Webseite mit einem Webshop aufzubauen. Dann kam eins zum anderen …

NIMM UND LIES: Wie sieht Ihr Verlagsprogramm aus? Wo liegen die Schwerpunkte?

Unser Verlagsprogramm fokussiert sich auf geistliche Lieder für die Gemeinde. Mit unserem Notenrepertoire bedienen wir deswegen auch viele verschiedene Klangkörper: Gesangsgruppen, Kinderchöre, Jugendchöre, Kirchen- / Gemeindechöre, Streichorchester, Sinfonieorchester …

Neben der Komposition neuer Lieder produzieren wir regelmäßig neue Alben mit unseren Liedern.

NIMM UND LIES: Neben Ihrem Verlag gibt es einige weitere konservativ-evangelikale Verlage, die sich auf Hörmedien spezialisiert haben. Was unterscheidet Ihren Verlag von den anderen Verlagen? Macht es nicht eher Sinn, einen bestehenden Verlag zu unterstützen?

Der Unterschied liegt in der Stilistik, der musikalischen Sprache. Für viele Verlage ist dies ein identitätsstiftendes Merkmal. Das möchte man bewahren.

NIMM UND LIES: Welcher Artikel im vergangenen Jahr war der Toptitel Ihres Verlags, und welcher war eher eine Enttäuschung? Welchen Artikeln wünschen Sie eine besonders große Verbreitung?

Wir haben im vergangenen Jahr zwei Alben mit Vocalensemble und Sinfonieorchester produziert: „Wunderdinge“ und „Friede, Freude, Weihnachten“. Beide Produktionen haben uns viel Spaß gemacht und sind sehr beliebt. Mit der Kinderkantate „Zum Abschied noch eine Rede!?“ hätten wir gerne mehr Kinder erreicht. Die Handlung bewegt sich nicht (wie für Kinder üblich) im Bereich von Action oder Abenteuer, stattdessen liegt der Fokus auf der Vermittlung biblischer Botschaften.

NIMM UND LIES: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über neue Produkte? Welches Projekt steht bei Ihnen als nächstes an?

Es muss einen Bedarf für das Produkt geben und zu unserer Philosophie passen.
Über den Winter lag der Fokus auf der Komposition eines großen Chorwerks: „Den Hassern zuliebe“.
Das ist ein Passionsoratorium, was in diesem Jahr zur Osterzeit von den MountainSpringSingers uraufgeführt wird.

Für den Frühsommer ist ein Kinderalbum in Planung.

NIMM UND LIES: Manchen Kunden sind die Preise für christliche Literatur und Medien zu hoch. Was meinen Sie dazu?

Das kann ich aus der Praxis nicht bestätigen – bei uns hat sich niemand beschwert. Wir erleben das Gegenteil. Die Kunden haben vor allem durch Social Media viel Einblick in unsere Arbeit, z. B. bei einer CD-Produktion, und erkennen den Aufwand, der dahinter steckt an. Sie wissen auch, dass jede Produktion nur mit ehrenamtlichen Einsatz möglich ist.

NIMM UND LIES: Christliche Hörspiele werden fast ausschließlich für Kinder produziert. Planen Sie Hörspiele für Erwachsene zu veröffentlichen?

Dieses Thema ist sehr interessant, aber aktuell nicht spruchreif …

NIMM UND LIES: Die evangelikale Verlagswelt hat in den vergangenen Jahren eine enorme Konzentration erlebt. Besonders die traditionellen Verlage haben sich in wenigen Verlagsgruppen gebündelt, um überhaupt noch bestehen zu können. Was meinen Sie, wie wird es auf dem christlichen Medienmarkt in zehn Jahren aussehen? Wird Hipke Music dann Teil einer Verlagsgruppe sein?

Bündelung ist bei gleicher oder ähnlicher Ausrichtung mehrerer Verlage sicher sinnvoll. Das sehe ich bei uns aktuell nicht unbedingt. Wir bedienen mit unserem Angebot einen kleinen aber feinen Markt. Eine Aussage dazu, was in zehn Jahren sein wird kann ich nicht treffen – das wäre ein anderer Beruf 😊.

NIMM UND LIES: Welche Herausforderungen beschäftigen Sie als Verlag zurzeit besonders stark?

Die Digitalisierung der Musikindustrie. CD’s sind in ein paar Jahren wahrscheinlich nur noch was für Liebhaber. Je mehr Smartphones, Gadgets und Fahrzeuge online sind, desto weniger CD’s werden gekauft. Der Umsatz durch Streamingdienste hat in Deutschland den CD-Verkauf zwar noch nicht übertroffen, steigt aber immer weiter an. Damit man von diesem Kuchen etwas abbekommt, benötigt man Millionen von Klicks. Aber die sind in einer Marktnische schwer zu erreichen. Kleines Rechenbeispiel: Es werden 3500 Aufrufe bei Spotify benötigt, damit man mit Streaming auf den gleichen Umsatz wie mit einer CD kommt. Das beeinflusst leider auch die Kalkulation für neue Produktionen.

NIMM UND LIES: Vielen Dank.

Klaus Hipke_www.hipkemusic.de

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Die Nachkommen von Sem, Ham und Japhet

Edit: Aktualisierung des Artikels am 21.09.2021: Vor allem sprachliche Anpassung

Meinen Schulatlas von Diercke, aufgelegt im Jahr 1992 durfte ich nach meiner Schulzeit behalten. Fasziniert hat mich damals schon eine besondere Seite:

Diercke verwendet den heute negativ belasteten Begriff „Rasse“. Das man den Sozialdarwinismus als veraltet ablehnt, ist an sich ein Grund zur Hoffnung für uns Christen, dass man hoffentlich auch den biologischen Darwinismus irgendwann als irrigen Weg abtut und endlich anfängt einen Schöpfergott zu ehren. (Vergleicht diesen Wikipedia-Artikel). Doch um diese Debatte geht es mir nicht im mindesten, und ich möchte mich an dieser Stelle auch klar zum  Artikel 2, Absatz 1 der Erklärung über „Rassen“ und rassistische Vorurteile der UNESCO bekennen. 

Mir geht es um eine interessante Parallele des Atlas mit dem biblischen Bericht. Diercke bestätigt den biblischen Bericht mehrfach:

  1. Diercke erkennt drei große Linien der Menschheit an
  2. Ein genauer Blick auf die Karte zeigt auch den Berührungspunkt dieser drei Linien, nämlich im Nahen Osten. Ob man das eher Richtung Ararat oder Kanaan einordnen möchte überlasse ich meinen Lesern. Aber eine sehr ähnliche Karte findet man im Bibelatlas von Yohanan Aharoni (meinem absoluten Lieblingsatlas, absolute Kaufempfehlung 6 von 5 möglichen Sternen):

Aharoni baut dabei auf 1 Mo.11 auf. Das Kapitel beschreibt, wie sich die Nachkommen von Sem, Ham und Japhet in unterschiedlichen Richtungen auf die ganze Welt ausgebreitet haben. Mit einem Schnittpunkt im Nahen Osten.

Diercke bestätigt, was eigentlich jeder Christ weiß: Der Biblische Bericht ist derart zuverlässig, dass selbst seine Aussagen aus allerfernster Zeit durch ihre Genauigkeit und Zuverlässigkeit überzeugen: Drei „Rassen“ breiten sich von einem Schnittpunkt in der Nähe des Nahen Ostens über die ganze Welt aus.