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Ein christliches Lied, das Deutschland zur Buße ermahnt

Es ist schon einige Jahrhunderte her, es war im Jahr 1561, da verfasste Johann Walter im Rückblick auf die damals gerade von Gott geschenkte Reformation das folgende Gedicht:

 1. Wach auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen,
bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
und dir vertraut sein höchstes Pfand,
drum magst du wohl aufwachen.

2. Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt
mit seinem Wort der Gnaden.
Ein großes Licht dir auch beschert
und hat dich lassen laden
zu seinem Reich, welchs ewig ist,
dazu du denn geladen bist,
will heilen deinen Schaden.

3. Gott hat dir Christus, seinen Sohn,
die Wahrheit und das Leben,
sein liebes Evangelium
aus lauter Gnad gegeben;
denn Christus ist allein der Mann,
der für der Welt Sünd gnug getan,
kein Werk hilft sonst daneben.

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Empfehlung: Im Irrgarten

Hans Thomas, Im Irrgarten. Gedanken und Notizen zur geistigen Lage in Kirche und Staat, Sachbuch, 1. Auflage Berlin 2017, Pro BUSINESS 2017, 202 Seiten, 10,80 €, ISBN 978-3-86460-638-0, Pro BUSINESS, Schwedenstraße 14, 13357 Berlin.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hans Thomas, langjähriger evangelischer Pfarrer, zur Feder greift und aktuelle Entwicklungen in Kirche, Staat und Gesellschaft aufgreift und mit beißender Kritik versieht. Wenn ein gelehrter Mann, in der Mitte des neunten Lebensjahrzehnts stehend, sich nicht zurücklehnt und den Dingen einfach unkommentiert ihren Lauf lässt, so ruft dies doch die Frage wach, was ihn dazu antreibt. Bei Hans Thomas lässt sich dies leicht beantworten: Er ist von tiefer Besorgnis um Zukunft von Kirche und Gemeinwesen umgetrieben; es ist die Sorge um die, die das, was da zu befürchten steht, voll treffen wird.

Für Hans Thomas ist klar, wenn es so weiterläuft, dann führt dies unweigerlich zu katastrophalen, anarchistischen Zuständen – und das schon bald. Hans Thomas spricht die religiöse, kulturelle und ethnische Überfremdung unseres Landes an, die wohl nicht ausgelöst, aber geradezu unheimlich verstärkt durch die Politik der offenen Grenzen, gezielt und gewollt durch bundesrepublikanische Politiker (etwa Schäuble), Wirtschaftsbosse und Kirchenfunktionäre geschieht. Er kritisiert die Haltung Merkels in ihrer Unentschlossenheit, Sprunghaftigkeit, Opportunität und Egoismus; sie tut, was ihr für ihre Person und zu ihrem Machterhalt gerade gut und richtig erscheint, was freilich nicht auf Charakterstärke schließen lässt.

An den Kirchen, besonders der/den evangelischen, kritisiert Hans Thomas, dass sich deren oberste Repräsentanten (an der Basis sieht es oft ganz anders aus) in die Phalanx derer, die die Überfremdung und Verfremdung fördern, nahtlos einreihen, eine Verbrüderung mit dem Islam erscheint diesen angebracht, Mission ist längst obsolet geworden. Hinzu kommt all das Versagen auf ethischem Gebiet, etwa, dass seit inzwischen vielen Jahren „Homosex“ entgegen biblischer Weisung gefördert wird, und kirchliche Segnungen solch unfruchtbarer Partnerschaften wenn nicht gar kirchliche Trauungen mit Eintragung im Kirchenbuch vorgenommen werden. Der nicht unabhängig von der „Schwulenbewegung“ zu verstehende „Genderismus“, der von ganz oben „verordnet“ in Staat, Gesellschaft und Kirch(n) gefördert wird, führt zur Auflösung der von Gott geschaffenen Geschlechter, was einen freilich nicht folgenlos bleibenden Versuch der Abschaffung der Schöpfungsordnung darstellt.

Trotz all dieses so bedrohlich wirkenden Wetterleuchtens steht für Hans Thomas und alle ernsthaften Christen unverrückbar fest, was der große schwäbische Pietist Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) in die Liedzeile gefasst hat: „Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die ganze Welt“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 375, Strophe 1; die Strophen 2 bis 4 beginnen jeweils mit „Ja, Jesus siegt!“). „Darum“, und darin ist dem Verfasser dieses so verdienstvollen und gut recherchierten Weckrufs uneingeschränkt zuzustimmen, „kann es [für Christen] keine letzte Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geben“ (S. 190).

Das kraftvolle und klare Buch bietet zahlreiche und gewichtige Informationen, die man kennen sollte, wenn man die geistige Lage in Kirche und Staat richtig beurteilen und sich aus dem Irrgarten befreien will.

Georg Walter

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Tipp: Benny das Arbeitspferd

Christliche Kinderbücher dienen im besten Fall nicht nur der Freude an einer interessanten Geschichte und ansprechenden Bildern, sondern üben einen Einfluss mit christlicher Weltsicht auf den Charakter des Kindes aus. Ein neuer Verlag aus Hessen hat sein erstes Buch veröffentlicht und dabei das Kinderbuch Benny das Arbeitspferd herausgegeben.

Auf 40 Seiten erzählt die Autorin mehrerer Kinderbücher die Geschichte von dem Pferd Benny, der seine Arbeit auf dem Hof von Bauer Don nur unwillig tat und lieber nur spielen wollte. Erst als das Pferd keine Aufgabe mehr erhält und tagein und tagaus döst und faulenzt, merkt Benny, dass nur der schöne Dinge genießen kann, der auch Anstrengung und Arbeit kennt.

Dass es sich um eine Übersetzung aus dem Amerikanischen handelt, fällt nicht auf. Die Zeichnungen von Nadia Brover sind natürlich und schön. Das Bilderbuch ist fest gebunden, hat dickes, hochwertiges Papier und verspricht Langlebigkeit.

Mit diesem Buch ist dem Kleine Adler Verlag ein gelungener Einstand geglückt und es weckt Hoffnung, dass weitere Kinderbücher mit einer entschieden christlichen Weltsicht erscheinen werden.

Benny das Arbeitspferd ist hochwertig gebunden und kostet 11,90 EUR.

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Tipp: Der Triumph des Lammes

„Die Eschatologie des Neuen Testaments ist stets von drei zusammenhängenden Strängen durchzogen: 1. Christus wird eher kommen, als man meint. Das wird für viele eine unangenehme Überraschung sein; andere hingegen wird es erfreuen, wie schnell er Erlösung schafft. 2. Christus wird später kommen, als man meint. Darum müssen seine treuen Knechte bereit sein auszuharren, selbst wenn er sich scheinbar verspätet 3. Uns gebührt nicht zu wissen, wann Christus wiederkommt.“

Als durchschnittlicher Evangelikaler besitzt du das übliche dispensationalistisch-futuristische Verständnis von der Endzeit? Dann zieh dich warm an! Der Kommentar von Dennis Johnson wird dich eiskalt erwischen und herausfordern.

Du denkst, dass die Offenbarung vorwiegend eine bestimmte Zeit  vor allem in einer Zukunft nach der Entrückung beschreibt? Nun, Johnson möchte helfen die Offenbarung zu einem lebendigen Buch für die Gemeinde zu machen.

Mit diesem Kommentar meldet sich die reformatorische Position zur Eschatologie wieder im deutschsprachigem Raum zurück und dann mit einer Übersetzung des kompetenten Lehrers Dennis E. Johnson und stellt eine Darstellung dar, die vor allem dadurch glänzt, dass der alttestamentliche Hintergrund berücksichtigt wird. Schließlich sei aber versöhnlich angemerkt, dass das Werk weitestgehend auf Polemik verzichtet und mit einem Anhang abschließt, der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Hermeneutik der vier Auslegungsschulen der Offenbarung bespricht (Historizismus, Futurismus, Präterismus und Idealismus). Hohe Leseempfehlung. Vor allem die Strategie das Neue Testament mit dem Alten zu lesen schaffen Zufriedenheit und Verständnis beim Lesen der Offenbarung!

Für 15,90 EUR bei cbuch erhältlich.

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NEU: schöpfung.info Nr. 5 „Gewächs“

Um Christen bei der Auseinandersetzung von Bibel und Wissenschaft zu unterstützen und Glauben zu stärken, wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die neben einer Website das kostenfreie Magazin „schöpfung.info“ herausgibt. Jetzt ist die fünfte Ausgabe „Gewächs“ erschienen und kann kostenlos angefordert werden.

Im Vorwort heißt es:

mit dem GEWÄCHS, das am dritten Tag auf Gottes Wort hin zu sprießen begann, wird der Beginn des biologischen Lebens markiert. Nachdem die Erde aus dem Wasser „hervorgeschaffen“ war, befahl Gott: „Die Erde lasse Gras sprießen und Gewächs, […] Bäume“. Faszinierend: aus demselben Erdreich wächst süß, sauer, bitter und scharf. Die Vielfalt in Farbe, Geruch, Geschmack und Größe ist schier unendlich: der grandiose Granatapfel genauso wie der uralte Mammutbaum, Hunderte von Getreidegräsern und Tausende Apfelsorten, Feigen-, Ginko- und Olivenbaum, Blumenpracht und, und, und.
Pflanzen und andere Wunder aus Gottes Schöpfungswerkstatt inspirieren Ingenieure zur Nachahmung: Technik aus der Biologie – Bionik. So ganz gelingen will aber der Nachbau des vielleicht wichtigsten Aspekts der Pflanzen – der Photosynthese – nicht. Diesem hochkomplizierten Prozess widmet sich auch „Die Jagd nach Pflanzenpower“.
Pflanzen sind ganz besondere „Lebewesen“. Die Bibel macht einen Unterschied in der Klassifizierung – Pflanzen sterben nicht, wie Menschen oder manche Tiere – sie verwelken oder verdorren. Ihre Aufgabe ist es, dem Menschen und den Tieren als Nahrungsgrundlage zu dienen (1Mo 1:29.30). Sie selbst benötigen keine Nahrung, sondern stellen die Grundlage der Nahrungskette dadurch dar, indem sie organische Kohlenwasserstoff-(C-H-)Verbindungen aus Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2) per Photosynthese produzieren. Ganz nebenbei fällt da noch der für luftatmende Lebewesen lebenswichtige Sauerstoff (O2) ab.
Auf dem Weg „Zurück nach Eden“, wo der Mensch vor dem Sündenfall reiner Vegetarier war, hat sich schon so mancher verirrt.
Als die Menschen Jesus Christus, den Schöpfer (Kol 1:16) beobachteten, wie er seine Schöpferkraft bei der Heilung von Kranken bewies, wird uns berichtet: „Und sie erstaunten über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohlgemacht!“ Und damit auch wir das alles intensiv bestaunen können, gibt es hier eine ganz besondere Ankündigung!

Das Magazin erscheint drei Mal im Jahr und kann auf schöpfung.info kostenlos abonniert werden.

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10 + 1 Fragen an Thomas Schreiner

Thomas R. SchreinerThomas Schreiner wird vielen durch das ausgezeichnete Buch Mit Ausharren laufen bekannt sein, das beim Betanien Verlag erschienen ist. Er ist Professor für Neues Testament und Biblische Theologie und schrieb einige Kommentare zur Bibel. Er ist auch Dekan für Bibelkunde und Hermeneutik am Southern Baptist Theological Seminary in Louisville, Kentucky.

Er hat sich spontan bereit erklärt, unsere 10+1 Interview-Fragen zu beantworten.

1. Wie wurden Sie Christ?

Ich wuchs in einer Römisch-Katholischen Familie auf und habe in der Oberstufe angefangen, mich mit einem Mädchen treffen, die Christin war. Sie erzählte mir von ihrer Liebe zu Christus und ich begann, die Bibel zu lesen und eine Bibelstunde bei ihr Zuhause zu besuchen. So war ich dem Evangelium ausgesetzt und wurde überzeugt, dass wir aus Gnaden in Jesus Christus gerettet werden und nicht durch unsere Werken. Unser großer Gott zog mich zu sich und ich bekehrte mich nach ca. 45 Tagen.

2. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben?

Ich plante wirklich nie, Bücher zu schreiben, aber ich stellte mit der Zeit fest, dass mir das Schreiben Freude bereitete. Später hatte ich sogar einen Drang zum Schreiben. Das hat mich selbst überrascht.

3. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Ich arbeite zurzeit an einem Buch über die Theologie des Buches Offenbarung. Weiterlesen

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Eine Theologie der Seelsorge

Beat A. Tanners Dissertation war das erste Buch zum Thema Seelsorge, an dass ich mich getraut habe. Das ich gleich so einen Wälzer wählte, lag daran, dass ich den Autor persönlich kennen lernen durfte. Das erste Kapitel erschlug mich auch zunächst mit vielen Fachwörtern, aber von Seite zu Seite stieg meine Begeisterung. Der Autor versucht die Seelsorge aus der bettelnden Erniedrigung vor der Psychologie aufzuzeigen, und zeigt auch den Weg dahin: Die Flucht nach vorne zu Christus! Mit den Reichtümern Ägyptens verlieren wir nur unsere Schätze bei Christus. Dafür liefert der Autor zahlreiche Hinweise dafür, wie man Seelsorge auf Grundlage der Rechtfertigung in Christus aufbauen kann:

Unterscheiden, aber nicht trennen!

Das ist eine These auf die der Autor regelmäßig hinweist:

  • Unterscheiden kann man gut zwischen Hirn und Herz, Körper und Seele, und doch trennt die Psychoanalyse diese zu sehr, manchmal soweit, dass die Existenz des inneren Menschen völlig geleugnet wird.
  • Schuld und Scham: „Scham und Sünde sind zwei verschiedene Aspekte der Folgen des Sündenfalles, die sich voneinander nicht trennen lassen. Es lohnt sich jedoch, Sünde und Scham deutlich voneinander zu unterscheiden und gleichzeitig ihre Relation zueinander zu verstehen“ (S. 325)

In vielen weiteren Beispielen wird ein unbiblischer Dualismus entlarvt! Weiterlesen

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Tipp: Wann ist ein Christ ein Christ?

„In der Tat hörte man im Jahr 2017 nicht viele Stimmen, die sich zur Rechtfertigung aus Glauben, dem eigentlichen Kernthema der Reformation, zu Wort melden.“ Diese Aussage von Wolfgang Nestvogel auf dem Klappentext seines Buches veranlasste ihn, das Thema zum 500-jährigen Reformationsjubiläum aufzugreifen und den aktuellen Kampf um die Rechtfertigung aus biblischem Verständnis zu beleuchten und um zu ermutigen, sich damit auseinanderzusetzen.

Das gut gegliederte Buch legt in Kapitel 1 und 2 dar, wie Luther und die anderen Reformatoren die im dunklen Mittelalter lange verlorene Wahrheit der Rechtfertigung allein aus Gnade ohne Werke (sola gratia), allein durch Glauben (sola fide), allein durch Christus (solus Christus) und allein auf der Grundlage der Schrift (sola scriptura) – all dies zur Ehre Gottes (soli Deo gloria) – wieder neu entdeckten. Diese fundamentale Wahrheit der Schrift ist die Offenbarung Gottes durch sein Wort, das er den Aposteln durch seinen Geist ins Herz legte.

Dass die Wahrheit Gottes im Allgemeinen und das Herz des Evangeliums, die Rechtfertigung des Sünders durch den ewigen Gott der Gnade, umkämpft war und niemals unwidersprochen bleiben wird, ist Thema der Kapitel 3 und 4. Die Neue-Paulus-Perspektive sowie die aktuellen ökumenischen Bestrebungen, die nicht zuletzt wieder verstärkt von Seiten der Kirche Roms ergriffen werden, flankiert von den Einheitsbestrebungen vieler progressiver Evangelikaler, stellen einen offenen Angriff auf die biblische Lehre der Rechtfertigung sowie des stellvertretenden Sühnetodes Christi dar. Weiterlesen

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Die Bibelnot

Gemäß der Lehre der Bibel ist nur eine Sache von Wichtigkeit, und das ist die Wahrheit. Der Heilige Geist wird nichts anderes ehren als die Wahrheit, seine Wahrheit.1

Martyn Lloyd-Jones

Gemeinde Jesu: Die Herausgerufene aus der Welt

Katholische Autoren haben den Protestantismus und damit die protestantische Bewegung als Ganzes mit seinen unzähligen Strömungen oft als Spaltpilz beschrieben. Während Katholiken argumentieren, alleine die Protestanten seien für die konfessionelle Aufspaltung verantwortlich, entgegnen Protestanten, dass es um der Wahrheit willen zwingend notwendig war, das religiöse Denken von katholischem Aber- und Unglauben zu befreien. Sola Scriptura, allein die Schrift, diesen Wahlspruch hatten sich alle Reformatoren auf ihre Fahnen geschrieben. Wer allein der Schrift folgt, kann im konfessionellen Miteinander gerade nicht in jenem Punkt Kompromisse machen, die zum ureigentlichen protestantischen Kernanliegen zählt. Mit anderen Worten, die Autorität der Heiligen Schrift ist ein höheres Gut als die ökumenische Gemeinschaft.

Ein weiteres Motto der Reformatoren, das man fälschlicherweise Martin Luther zuschreibt, lautete: Ecclesia semper reformanda est – die Kirche muss sich ständig reformieren. Tatsächlich handelt es sich bei diesem grundlegenden Anliegen, dass die Kirche sich in Leben, Handeln und Verkündigung ständig erneuern müsse, um einen Fingerzeig der calvinistischen Theologie des 17. Jahrhunderts. Bedauerlicherweise war dies der wunde Punkt des Protestantismus. Sehr schnell nach dem Tod Luthers wurde der Protestantismus in Form der beiden großen Hauptströme, der evangelischen und reformierten Kirche, institutionalisiert. Statt konsequent weiterzureformieren, setzte schnell ein Ermüdungsprozess des reformatorischen Eifers sowie ein Konsolidierungsprozess, und damit verbunden ein Erstarrungsprozess, ein. Weiterlesen

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ceBooks.de veröffentlicht 300. eBook

Der christliche eBook-Verlag ceBooks.de (Folgen Verlag) hat das 300. eBook veröffentlicht. Es handelt sich um Band 2 der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ von Hanniel Strebel (hanniel.ch) für eine Erziehung, die sich am Wort Gottes und nicht am Konsumzeitalter orientiert. Das eBook ist bei ceBooks.de erhältlich.

In der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ gehe ich Tätigkeiten nach, die bedeutenden Raum einnehmen. Viele Christen, und mögen sie das frömmste Bekenntnis haben, werden durch zwei gesellschaftliche Wandlungen „eingesackt“: Die pornografische Epidemie und die in jeden Winkel unseres Lebens vordringende Webtechnologie. In der vorliegenden Abhandlung geht es um unseren Umgang mit der Sexualität in verschiedenen Lebensphasen.

Heute wird so viel von Sex und so wenig über Sex gesprochen. Menschen sind weniger an Selbstbeherrschung und viel mehr an unmittelbarer Lustbefriedigung interessiert. Christen kennen den Begründer der Sexualität persönlich. Er ihnen alles mitgegeben, was sie zu einem erfüllenden Leben vor Ihm benötigen – also auch im Umgang mit ihrer Sexualität. Es geht dabei um vielmehr als den Geschlechtsakt, nämlich um Ehe, Familie, Kinder, aber auch um Geschlechterrollen, Geburt und Tod.

Jeder Abschnitt kann in einem ruhigen Moment gelesen werden. Er folgt einem einheitlichen Aufbau: Zentraler Gedanke, eine kurze Ausführung dazu sowie ein, zwei Fragen zur persönlichen Reflexion. Hanniel Strebel (Klappentext)