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Buchrezension: … und er schweigt nicht

Francis Schaeffer. … und er schweigt nicht. Neuauflage 17.11.2021, Haus der Bibel, 96 Seiten.

Vorsicht mit einem formal-philosophischen Ansatz

Es ist angebracht daran zu erinnern, dass Francis Schaeffer kein Philosoph war. Also gilt es weder auf einem gewissen Vorgehen oder Terminologie zu beharren noch Schaeffer nach strengen philosophischen Vorgaben zu qualifizieren. Schaeffer war Evangelist mit Leib und Seele; sein Erfahrungsschatz aus Tausenden von Gesprächen ist nicht zu unterschätzen. Unter diesen Vorzeichen gehe ich an dieses Buch – Teil der berühmten Trilogie von Schaeffer – heran. Schaeffer hat sich im Vorwort zum Zusammenhang der Trilogie geäussert. „Gott ist keine Illusion“ bildet die Grundlage, die in „Preisgabe der Vernunft“ insbesondere „auf die philosophische von Natur und Gnade übertragen“ wird. Die inhaltliche „Verklammerung“ von „The God Who Is There“ und „He Is There and He Is Not Silent“ (engl. Originaltitel) ist wichtig zu erkennen. Die zentrale Frage des vorliegenden Buches lautet: “Wie können wir etwas wissen, und wie können wir wissen, dass wir etwas wissen?” Es geht also um die Erkenntnistheorie.

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Von der Freiheit eines Christenmenschen

„Mache dich auf, Herr, und richte deine Sache…!“ (Ps. 74), denn „der Weinberg des Herrn wird von wilden Säuen zerwühlt“ (Ps. 80). Mit diesen Bibelworten beginnt die Bannandrohungsbulle gegen Martin Luther. Darin wird allen katholischen Christen verboten, Luthers Schriften zu lesen, und Luther selbst wird dazu aufgerufen, seine ketzerischen Werke zu widerrufen.

Zu dieser Zeit (1519) ist Luther noch immer darauf aus, keine Spaltung in der Kirche zu erwirken und schreibt nach Aufforderung des päpstlichen Kammerherrn von Miltitz einen Brief an Papst Leo X., den er noch als den „Allerheiligsten Vater“ bezeichnet. In diesem Brief erläutert Luther seine Position, und legt dem Schreiben seine Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ bei, die für Luther die ganze Summe eines christlichen Lebens darstellt. Heute können wir sagen, dass Papst Leo X. sich etwas entgehen lies, als er darauf verzichtete, die beigelegte Schrift näher zu betrachten.

Ölgemälde von Paul Thumann: Martin Luther verbrennt die Bannbulle

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Liebster Award: 11 Fragen, die ich gerne beantworte

Ein großes Dankeschön an Viktor Janke und an Peter Voth vom Timotheus Magazin für die Nominierung für den „Liebster Award“. Elf Fragen habe ich von Viktor Janke bekommen, die ich gerne beantworte.

liebster-award1Bei dem Liebster Award werden Blogs nominiert, die einem gefallen. Diese werden weiter empfohlen, um sie bekannter zu machen. Es werden 11 Fragen gestellt, um die Blogger-Persönlichkeiten besser kennen zu lernen. Weiter unten findest du die Regeln.

1. Wann hattest du die größte Freude an deinem Blog?

Der erste noch verfügbare Artikel in diesem Blog stammt aus dem Jahr 2007. Seitdem ist viel passiert. In dieser Zeit habe ich mich über neue deutsche Blogs gefreut, aber leider auch immer wieder Blogschließungen miterlebt. Darunter waren einige sehr gute dabei. Mein Blog stand 2010 auch kurz vor einem Ende. Wäre da nicht eine E-Mail, die ich von – mir bis dato unbekanntem – Alexander Rempel bekam. Er schrieb mir ermutigende Worte und sagte mir seine Mitarbeit zu. Großartig! ceBooksDaraus entstand eine gute Freundschaft und 2012 haben wir gemeinsam einen eBook-Shop eröffnet und 2013 den ersten christlichen eBook-Verlag gegründet. Folgen VerlagIch möchte alle Blogleser aufrufen: Unterstützt gute Blogs, schreibt den Bloggern E-Mails, hinterlasst Kommentare nach dem Lesen der Artikel. Ermutigt Blogger, damit sie gute Inhalte produzieren. Weiterlesen

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Empfehlenswerte Magazine in D/A/CH

Vor eini­ger Zeit habe ich eine Samm­lung konservativ-evangelikaler Ver­lage aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum veröffentlicht (Empfehlenswerte Verlage in D/A/CH). In der nachfolgenden Auflistung soll es um Magazine in D/A/CH gehen.

Wir möch­ten mit der Auflistung auf Magazine hin­wei­sen, die wir grund­sätz­lich gerne emp­feh­len. Gerade klei­nere Magazine haben es oft nicht leicht, im gro­ßen Ange­bot evan­ge­li­ka­ler Ver­lage nicht über­se­hen zu wer­den. Es bedeu­tet jedoch nicht, dass wir hin­ter jeder ver­tre­te­nen Lehr­auf­fas­sung der auf­ge­führ­ten Magazine ste­hen. Wir bit­ten des­halb um akti­ves Prü­fen  bei der Nut­zung der Magazine.

Wie denkt ihr über die Aus­wahl? Kennt ihr wei­tere Magazine, die hier nicht feh­len soll­ten oder gibt es man­che, die ihr eher nicht emp­feh­len würdet? Weiterlesen

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Buchrezension: Joni & Ken – Deine Liebe schenkt mir Flügel

Joni & KenDu kennst Joni nicht? Bis vor Kurzem dachte ich noch, dass alle Christen Joni kennen. Kürzlich hörte ich von Christen, die noch nie etwas von Joni gehört haben. Sicher, ich war etwas überrascht, doch insgeheim wusste ich natürlich, dass nicht jeder Joni kennt. Man muss Joni nicht kennen, doch wer ihre Biografie gelesen hat, wird vieles lernen können. Ich werde Joni hier nicht vorstellen. Dazu müsstest du schon ihre Biografie selbst lesen. Heute möchte ich Jonis letztes Buch vorstellen mit dem Titel Joni & Ken – Deine Liebe schenkt mir Flügel.

Wir lieben dramatische Geschichten. Wir lesen gerne Biografien, die spannend wie ein Abenteuerroman sind, nur eben von echten Personen handeln. Jonis Leben erfüllt all diese Voraussetzungen. Doch dieses Buch von Joni ist anders. Es könnte den Untertitel tragen: „Denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Kor 12,9).

1. Du bist Jesus

Joni ist ab dem 17. Lebensjahr querschnittsgelähmt und Ken heiratet sie trotzdem oder gerade deswegen. Seine Entscheidung, sich auf dieses herausfordernde Leben einzulassen, hat er nicht bereut. Als bei Joni zusätzlich Krebs festgestellt wird, läuft das Fass nicht über, sondern Gott macht Ken fähig, in dieser Zeit den Mann zu stehen und Aufgaben zu übernehmen, denen er bis dahin nicht gewachsen zu sein schien.

In einer Nacht mit schrecklichen Schmerzen und lebensbedrohlicher Atemnot bittet Joni in ihrer Verzweiflung bei Jesus: „Bitte, zeig dich mir auf eine besondere Weise.“ Wie in den vorigen so auch in dieser Nacht verzichtet Ken auf seinen Schlaf und kümmert sich geduldig, freundlich und hilfsbereit um Joni. Und dann folgt dieser Dialog: Weiterlesen

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Verlosung: Bibelübersetzer, Ernährung und Musik *BEENDET*

Cover-Lobpreis-Anbetung-Worship-FINAL-220x330Drei lesenswerte Bücher möchten wir diese Woche verlosen. Die Biografie „Franz Eugen Schlachter – Ein Bibelübersetzer im Umfeld der Heiligungsbewegung“ von Karl-Hermann Kauffmann und ein Buch über Bibel und Ernährung „Ernährt – Was Gott zum Thema Essen sagt“ von Rainer Imming.

Zuletzt eine Neuerscheinung aus dem Artos-Verlag „Lobpreis, Anbetung und Worship – Die Bibel und Musik“ von Georg Walter. Das Buch als eBook ist im Folgen Verlag erschienen.

Teil­nah­me­be­din­gun­gen:

  1. Auf­gabe: Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, ein Buch zu schreiben? Was würde der Inhalt deines ersten Buches sein?
  2. Unter allen Ant­wor­ten wer­den 2 Exem­plare verlost.
  3. Teil­nah­me­schluss: 16. Oktober 2014, 23.59 Uhr
  4. Ver­sendung kann nur an Adres­sen in Deutschland erfolgen.
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Berufen zum Senden – Praktische Tipps für verantwortungsvolle Christen

Berufen zum SendenNeal Pirolo ist Autor von „Berufen zum Senden – Praktische Tipps für verantwortungsvolle Christen“. Das Vorwort zum Buch ist von dem Deutschen Missionsleiter der „Operation Mobilisation Deutschland“ Fritz Schuler. Neal Pirolo lebt in San Diego (Kalifornien) und ist Gründer des evangelikalen amerikanischen Missionswerkes Emmaus Road International. Als Gründer und Leiter des Missionswerkes hat er sich zum Ziel genommen, Gemeinden in der praktischen Unterstützung der äußeren Mission zu schulen.

Neal Pirolo lebt in San Diego (Kalifornien) und ist Gründer des evangelikalen, amerikanischen Missionswerkes Emmaus Road International. Als Gründer und Leiter des Missionswerkes hat er sich zum Ziel genommen, Gemeinden in der praktischen Unterstützung der äußeren Mission zu schulen.

Der Autor beschreibt in 9 Kapiteln, wie wichtig es bei der Aussendung ist, dass eine Gemeinde mit ihren Missionaren Hand in Hand geht. Der Aufbau jedes Kapitels ist gleich. Es beinhaltet eine Beispielgeschichte, Tipps für Gemeinden, Biblische Wahrheiten und eine kurze Eigenarbeit. Weiter werden die einzelnen Phasen eines interkulturellen Missionaren gezeigt von Beginn seiner Berufung von Gott bis er wieder nach seiner Dienstzeit in seine Heimat zurückkehrt und in die Gemeinde eingegliedert wird. In den nächsten Kapiteln führt der Autor dem Leser vor Augen welche Unterstützungen ein Missionar bei seiner Abreise von seinem Unterstützerkreis braucht. Hier wird die moralische, logische und finanzielle Unterstützung sowie die Unterstützung durch Gebet, der Kontaktpflege und der Rückkehr des Missionaren mit vielen praktischen Möglichkeiten für den Aussendekreis erklärt, veranschaulicht und ans Herz gelegt. Weiterlesen

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Buchrezension: Biblische Prinzipien des Gemeindewachstums

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Gemein­de­wachs­tum ist ein wich­ti­ges Thema. Gerade in unse­rer Zeit, aus­ge­rich­tet auf Erfolg und Ergeb­nisse, ist es sehr  aktu­ell. Ent­spre­chend gibt es ver­schie­dene Ansätze und Stra­te­gien die beschrei­ben wie Gemein­den wach­sen können.

Haben wir uns schon ein­mal gefragt, wie es in der Zeit der ers­ten Gemein­den war? Damals wur­den in ver­schie­de­nen Städ­ten Gemein­den gegrün­det und Gott gab viel Wachs­tum. Wie sah das Gemein­de­le­ben zu der dama­li­gen Zeit aus? Wel­che Prin­zi­pien waren in den Gemein­den wich­tig? Wie war es mög­lich, dass inner­halb kur­zer Zeit in gott­lo­ser Umge­bung leben­dige Gemein­den ent­ste­hen konn­ten die Got­tes Evan­ge­lium verkündeten?

In sei­nem Buch „Bib­li­sche Prin­zi­pien des Gemein­de­wachs­tums“ betrach­tet Ken Fle­ming die Gemein­den aus dem Neuen Tes­ta­ment. Ins­ge­samt sechs Gemein­den (Antio­chia, Gala­tien, Phil­ippi, Thes­sa­lo­nich, Korinth, Ephe­sus) wer­den ein­ge­hend betrach­tet und dabei die Prin­zi­pien her­aus­ge­ar­bei­tet, die für eine gesunde, leben­dige Gemeinde wich­tig sind. Gott hat uns in sei­nem Wort alles not­wen­dige für die Nach­folge hin­ter­las­sen, auch wie seine Gemeinde auf Erden sein soll. Die Gemein­den aus dem Neuen Tes­ta­ment sind Bei­spiele für uns, von denen wir ler­nen sollen.

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MySword

Vor längerer Zeit habe ich die Mächtigkeit der freien Software „The-Word“ vorgestellt.

Nachdem die Software ein fester Bestandteil in meiner Vorbereitung für Jugendarbeiten und Predigten wurde, habe ich mich irgendwann auf die Suche nach einer geeigneten App gemacht. Und ich wurde fündig und nicht enttäuscht.

Zahlreiche Bibelübersetzungen

Ähnlich wie die „Konkurrenz“ für Windows, hat man Zugriff auf zahlreiche freie Bibelübersetzungen. MySword bietet prinzipiell nur lizenzfreie Module an, was natürlich bedeutet, dass es nicht möglich ist auf Bibelübersetzungen wie die Luther 1984, Schlachter Edition 2000 oder die New King James Version zurückzugreifen. Dies ist natürlich für jeden nachteilig, der sich an die Arbeit mit einer solchen Übersetzung gewöhnt hat, oder diese in seine Bibelarbeit einbeziehen möchte.

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Buchrezension: Preisgabe der Vernunft

Fran­cis Schaef­fer. Preis­gabe der Ver­nunft: Kurze Ana­lyse der Ursprünge und Ten­den­zen des moder­nen Den­kens.  4. Auflage 2021, Haus der Bibel, 98 Seiten.

Das Büch­lein bil­det Teil I der berühm­ten „Tri­lo­gie“ Schaef­fer (Ori­gi­nal: Escape From Rea­son, 1968). Zusam­men mit „Gott ist keine Illu­sion“ sowie „und er schweigt nicht“ beschäf­tigt sich Schaef­fer grund­le­gend mit dem intel­lek­tu­el­len und kul­tu­rel­len Klima der zwei­ten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts. In Preis­gabe der Ver­nunftent­wi­ckelt er ins­be­son­dere die Sche­mata von „Natur und Gnade“ und der „Linie der Ver­zweif­lung“.

Der Zwie­spalt des moder­nen Men­schen: Etap­pen der geis­tes­ge­schicht­li­chen Entwicklung

Im Schnell­durch­gang durch­schrei­tet Schaef­fer die abend­län­di­sche Geistesgeschichte.

Tho­mas v. Aquin (1225 – 1274) teilte die Welt in Gnade (das Höhere) und Natur (das Nie­dere) ein. Letzt­lich ver­dan­ken wir die­sem der Renais­sance zu Grunde lie­gen­den Welt­bild ein ange­mes­se­nes Ver­ständ­nis der Natur. Ande­rer­seits lehrte von Aquin, dass der mensch­li­che Wille vom Sün­den­fall betrof­fen war, der Intel­lekt jedoch nicht. Dar­aus ent­wi­ckelte sich die natür­li­che Theo­lo­gie, die ohne Bezug­nahme auf die Hei­lige Schrift aus­kam. (Die inhalt­li­che Halt­bar­keit die­ser Gedan­ken­gänge sind sehr umstrit­ten. Ron Kubsch geht im Schaeffer-Sammelband „Wahr­heit und Liebe“ näher auf die Kri­tik ein.)

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