Alle Artikel von “Alexander Rempel

Kommentare 0

Tipp: Mit Gottes Hilfe in die Ehe

mit-gottes-hilfe-in-die-eheEs ist der bisher zweite Ehevorbereitungskurs, auf den ich gestoßen bin. Vor fast acht Jahren haben meine damalige Verlobte und ich den Kurs Vorbereitung auf die Ehe von Wayne A. Mack durchgearbeitet und haben uns dadurch vorbereitet gefühlt. Der Kurs ist mit 168 Seiten im A4-Format sehr umfangreich und benötigt daher etwas Ausdauer. Es ist daher erfreulich, dass mit dem neuen Vorbereitungskurs Mit Gottes Hilfe in die Ehe eine Alternative vorhanden ist.

Dabei handelt es sich um ein Heft mit knappen 60 Seiten im A5-Format. Also deutlich abgespeckter im Vergleich zu Macks Kurs. Der Vorbereitungskurs wurde von Ältesten einer Mennoniten-Gemeinde mit dem Anliegen entwickelt, Familien ein „solides Fundament“ anzubieten. Für nahezu alle wichtigen Bereiche gibt es eine Ausbildung und müssen Qualifikationen nachgewiesen werden. Die Ehe trauen sich jedoch viel zu viele Paare auch ohne Vorbereitung zu.

Der Kurs besteht aus 8 Themenblöcken:

  • Grundlagen & Bestandsaufnahme
  • Wesen & Bedürfnisse
  • Kommunikation & Konfliktbewältigung
  • Finanzen & Einrichtung
  • Eltern & Schwiegereltern
  • Glaube & Gemeinde
  • Sexualität & Kindersegen
  • Treueversprechen & Segen

Es wird empfohlen den Kurs sechs Monate vor Eheschließung zu beginnen. Die Verlobten sollten zunächst jeder für sich jeweils ein Kapitel erarbeiten und anschließend zu zweit oder mit einem Eheseelsorger durchgehen. Viele Fragen, Listen und Tabellen regen dazu an, sich selbst und den Partner kennen zu lernen. Anhand von ausgewählten Bibelstellen wird Gottes Sicht auf die Ehe ausgearbeitet. Die Mappe endet mit Ratschlägen und Anregungen für eine gesunde Ehebeziehung.

Mein Fazit zu diesem Vorbereitungskurs ist eine deutliche Empfehlung. Gerade für Wenig-Leser ist dieser Kurs vorzuziehen. Er ist kurz, jedoch nicht oberflächlich, bleibt nicht nur bei der Theorie, sondern geht auch auf äußerst praktische Bereiche wie Finanzen ein.

Update 10.06.2021:

Es ist mittlerweile eine Neuauflage bei CMV erschienen, als Hardcover. Jetzt erhältlich.

Kommentare 0

Ihr seid das Salz der Welt – Die Gemeinde getrennt von der Welt erhalten

Matth. 5,13: Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man’s salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten.

Mit diesen Worten begründete unser HERR die Auszeichnung und Getrenntheit der Gemeinde. Immer dann, wenn wenn diese Trennung zwischen der Gemeinde und der Welt ruiniert wurde, verlor sich auch die Kraft der Kirche. Die Kirche wurde dann wie das Salz, dass seinen Geschmack verloren hat, und dass nur noch weggeworfen werden kann, damit die Leute es zertreten.

Dies ist ein großes Prinzip, und es gab noch nie eine Zeit in all den Jahrhunderten der christlichen Geschichte, wenn es nicht berücksichtigt hätte werden sollen. Die wirklich ernsten Attacken auf die Christenheit waren nicht die, die mit Feuer und Schwert ausgeführt wurden, oder durch die Androhung von Strafe und Tod. Es war viel mehr die raffinierte Attacke, die sich mit freundlichen Worten maskiert hat. Nicht die Attacke von außen, sondern die von innen.

Der Feind hat seine tödlichste Arbeit getan, wen er mit Worten von Liebe, Friede und Kompromissbereitschaft gekommen ist. Und wie ausdauernd diese Attacke war! In all den Jahrhunderten des Gemeindelebens hat sie nie ganz nachgelassen; immer hat es den tötlichen chemischen Prozess gegeben durch den, wenn Kontrolle ausblieb, das reine Salz mit der Flachheit (Fadheit) der Welt vermischt wurde. Weiterlesen

Kommentare 1

Besprechung: Und ob ich schon wanderte im finstern Tal

256341_und_ob_ich_schon_wanderte_vorab_hc_3d_01»Trostbücher« wurden vor allem im Mittelalter verwendet um Kranken im Leiden und Sterben Trost zu spenden. Sie sind etwas aus der Mode gekommen und könnten mit dieser Ausgabe von Martin Luther etwas von ihrer früheren Popularität zurückgewinnen. Rund 100 kurze Texte beinhaltet das vorliegende Buch »Und ob ich schon wanderte im finstern Tal«.

Die altdeutsche Sprache Luthers ist behutsam an die heutige angepasst, so dass immer wieder Luther-typische Formulierungen erkennbar werden. Die Texte sind kurz aber auch knackig und bieten daher viel Anstoß zum Nachdenken über die tröstenden und biblisch-belehrenden Worte.

Es wäre kein Luther-Buch, wenn es billige Trostfloskeln beinhalten würde. Es nährt kein Selbstmitleid. Stattdessen weist er darauf hin, dass Gott die Menschen durch das Leid irdischen Leben zur »Reue und Buße wegen unserer Sünden bewegen will«. Er lenkt den Blick weg vom leidenden Menschen und auf Christus hin. Jede Seite endet mit einem Bibeltext aus den Sprüchen und einem Vers »Zum Nachdenken«.

Der Verlag hat erfreulicher Weise Wert auf eine hochwertige Druckausgabe (7,90 EUR) gelegt. Es ist als Hardcover gebunden und verfügt über ein Lesebändchen. Damit eignet es sich sehr gut zum Weitergeben.

Kommentare 0

Besprechung: Kudus, Kobras, Killeraffen

256274(1)In  dem Buch „Kudus, Kobras, Killeraffen“ berichtet der Autor von seinen langjährigen  Erfahrungen als Tierwärter im Zoo von Los Angeles.

Da Gary Richmond ebenfalls als Pfarrer in einer Gemeinde tätig war und sich deshalb gut im Wort Gottes auskennt, findet er zu vielen seiner Erlebnisse im Zoo einen sehr sinnvollen Bezug auf den Menschen und den Glauben.

In einigen seiner Geschichten erzählt er von Parallelen zwischen Mensch und Tier oder von eigenen Erlebnissen, die ihn zum Nachdenken gebracht haben. Im Grunde besteht das Buch aus seinen Gedanken, die dabei zustande gekommen sind. So berichtet er beispielsweise auch von gefährlichen Situationen, in die er und seine Mitarbeiter geraten sind. Diese Erzählungen verleihen dem Buch sehr viel Spannung und Abwechslung. Am Ende des Buches befinden sich noch einige lustige Begebenheiten, die den Leser zum Lachen bringen sollen.

In einer der 29 Geschichten geht es um eine alte Dame, die den Zoo regelmäßig besuchte. Da sie glaubte, dass die Tiere nicht genug Unterhaltung bekämen, brachte sie kurzerhand Gummibälle mit, die sie in den Käfigen verteilte. Dies wurde dem Löwen des Zoos allerdings zu einem Verhängnis, da einer der Gummibälle auf seinem Zahn stecken blieb. Von Gary Richmond erfährt man, wie die Wärter in dieser gefährlichen Lage zu einer Lösung des Problems kamen.

Ich würde das Buch empfehlen, da es durch den Sprachgebrauch und die unterschiedlichen Geschichten sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Außerdem enthält es viele gute Gedankenanstöße für den Lebenswandel eines Christen, die auf dem Glaubensweg behilflich sein können.

Das Buch ist bei CLV erschienen und hat 144 Seiten.

Philipp Freitag, 13 (fast 14)

Kommentare 0

Besprechung: Das Herz der Väter

256352(1)Mit großem Genuss habe ich die Neuerscheinung von Klaus Güntzschel gelesen und kam nicht umhin, immer wieder meinen Bleistift zu zücken, um besonders wertvolle Stellen zu markieren. Das Buch nimmt den Leser auf einen Spaziergang, auf einen Spaziergang den ein Vater vor langer Zeit mit seinem Sohn unternommen hat. Es war der König Salomo vor dreitausend Jahren.

In den ersten 9 Kapiteln des Sprüche-Buchs finden wir die Worte, die dabei Salomo an seinen Sohn weitergab. Klaus Güntzschel hat einige der Verse näher angesehen und führt sie auf eine sehr lebendige Art aus. Viele Zitate, eigene Erlebnisse und aktuelle Ereignisse bereichern das Buch und machen Lust immer weiter zu lesen.

Ich musste mich dabei zurückhalten um innezuhalten und über das Gelesene nachzudenken. Viele der meist kurzen Kapitel enden mit einem prägnanten Fazit. Das Buch ist gespickt mit vielen ganz konkreten Aufforderungen, wie es nicht nur beim Vaterwerden bleibt, sondern wie christliches und biblisches Vatersein tatsächlich aussehen kann. Die Mitte des Buches hat der Autor der Bibel gewidmet. Er ermutigt den Leser die Bibel lieben zu lernen.

Wir werden anfangen, die Bibel zu lieben, wenn wir sie immer wieder in die Hand nehmen. Und wir können Gott sogar darum bitten, dass er uns den Appetit dazu gibt.

Irgendwann entdecken wir dann »unseren« ersten Vers. Einen Vers, der uns lebendig wird, von dem wir ein Stück leben können. S. 51

Der Autor leitet das christliche Freizeitgelände »Reiherhals« im Norden Brandenburgs und hat selbst sechs Kinder. Er hat also eigene Erfahrungen gemacht und durch die Freizeiten manchen Einblick in das Verhältnis von Kindern und Jugendlichen zu ihren Vätern gewonnen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Väter dieses Buch lesen und daraus schöpfen.

»Das Herz für Väter« ist gebunden, kostet nur 6,90 EUR und eignet sich auch sehr gut als Geschenk. Von Vater zu Vater zum Beispiel.

Kommentare 0

CLV mit neuem Online-Shop

Unbenannt2Der Verlag Christliche Literaturverbreitung (CLV) hat seinen Online-Shop von Grund auf überarbeitet und ist jetzt auch in der mobilen Shop-Version nutzerfreundlich. Der Verlag stellt sich vor:

Wir arbeiteten bereits viele Jahre gemeinsam in der evangelistischen Freizeit- und Jugendarbeit und waren selber durch gute, geistliche Literatur geprägt. Die Tatsache, dass christliche Verteil-Bücher, mit wenigen Ausnahmen, ziemlich teuer und daher für eine weite Verbreitung kaum geeignet waren, und auch erbauliche, weiterführende und aufklärende Literatur auf einem hohen Preisniveau lag und für viele junge Christen kaum erschwinglich war, veranlasste uns, über ein neues Verlagskonzept nachzudenken.

Das Konzept sah so aus:

Keine Schulden
Hohe Auflagen
Niedrige Preise
Gewinne werden für weitere Projekte oder für die Mission eingesetzt

Am 15. Mai 1983 war es dann so weit. Sieben Brüder und Schwestern gründeten die »Christliche Literatur-Verbreitung e.V.« in Bielefeld, die auch als gemeinnützig anerkannt wurde. Wenige Wochen später erschienen die ersten drei Bücher unter dem neuen Verlagszeichen CLV und einige Traktate. In den ersten zehn Jahren wurde alle Arbeit ehrenamtlich getan. Danach wurden zwei Mitarbeiter fest eingestellt. Das hat sich bis heute auf fünf gesteigert. Immer noch wird einige Arbeit ehrenamtlich erledigt.

Zur Internet-Seite des Verlags: CLV.

Zum Interview mit dem Verlag: Interview.

Kommentare 0

Tipp: Vater & Sohn, alt und neu

9783730602201_3DIch werde in Zukunft ab und zu ausgewählte säkulare Kinderbücher und CDs vorstellen, die ich selbst mit meinen Kindern mit Genuss lese, anschaue bzw. höre. Es sind meist Klassiker und somit selten völlig neue Bücher, die ich empfehlen werde. Oft haben diese Bücher bereits mehrere Generationen geprägt und haben im Laufe der Jahrzehnte wenig von ihrer Aussagekraft verloren.

Beginnen will ich mit den Bildergeschichten von Erich Ohser. Der Name wird den meisten nicht geläufig sei. Umso mehr werden sich viele ehemalige Schüler zumindest an Auszüge aus den berühmten und manchmal berüchtigten Bildergeschichten um „Vater & Sohn“ erinnern, die in vielen Schulbüchern zu finden sind. Berühmt, da die 192 Geschichten unzählige Male aufgelegt wurden. Berüchtigt, da einige der Geschichten nicht mehr der aktuellen Philosophie in der westlichen Welt entsprechen.

Dass Vater den Sohn für seine „Untaten“ mehrfach „züchtigt“ werden manche politisch korrekten Zeitgenossen schwer verkraften. Hätte ein Zeichner und Geschichtenerzähler heute solche Geschichten gemalt, hätten sie sicher nicht diese Verbreitung gefunden und wären womöglich ein Fall für den „Giftschrank“ geworden.

Eine besonders schöne Ausgabe mit sämtlichen Abenteuern hat der Verlag ANACONDA veröffentlicht. Etwas größer als DIN A5, als Hardcover gebunden und mit Lesezeichen versehen ist es das schönste Exemplar, das mir bisher untergekommen ist. Der Preis von 7,95 EUR ist dabei sehr gut angelegt um als Vater zusammen mit Sohn (oder Tochter) gemeinsam zu schmunzeln und zu lachen.

neue_geschichten_von_vater_und_sohnInzwischen ist der Autor über 70 Jahren tot und die Original-Zeichnungen sind gemeinfrei. Diesen Anlass haben Marc Lizano und Ulf K. genutzt um Vater & Sohn wieder „auferstehen“ zu lassen. Auf 70 Seiten haben sie Neue Geschichten von Vater und Sohn erzählt und gemalt. Im Unterschied zu den schwarz-weißen Zeichnungen des Originals, wurde hier zusätzlich ein helles Rot verwendet.

Die Geschichten sind teils originell, oft werden Bildchen in Sprechblasen eingesetzt um die Geschichte verständlich zu machen. Bemerkenswert ist eine Bildergeschichte, in der erstmals die Frau und Mutter von Vater und Sohn erwähnt wird. Wer die „alten“ Geschichten um Vater & Sohn liebt wird auch an den neuen Geschichten seine Freude haben.

Kommentare 0

Besprechung: Mein Bibellexikon

jahnke-mein-bibellexikon-124Vor einigen Jahren ist ein ganz besonderes Buch für Kinder in Zusammenarbeit von blbmedien, SCM und der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen: Mein Bibellexikon. Es wird für Kinder ab 8 Jahren empfohlen, aber auch jüngere werden ihren Nutzen davon haben und können auf „Bibel-Entdeckungen“ gehen. Auf über 300 Seiten werden zirka 1400 Begriffe aus dem Alten und Neuen Testament auf eine kindgerechte Art erklärt.

In Ergänzung zu den „offiziellen“ Erklärungen haben zu einigen Begriffen Kinder zwischen 8 und 13 Jahren auf sympathische Weise Erklärungen notiert. Viele Rätsel, Aktionen, Vorschläge und Bastelideen rund um die Bibel machen die Beschäftigung mit dem Buch interessant und abwechslungsreich.

Bei der Schreibweise der biblischen Städte- und Personennamen orientieren sich die Autoren des Lexikons an der ökumenischen „Loccumer Schreibweise“ und nicht an der unter Bibeltreuen meist verwendeten Schreibweise Martin Luthers. Bei den Zehn Geboten folgt man der Zählung nach Martin Luthers Katechismus. Das zweite Gebot aus der „reformierten Tradition“ mit dem „Bildnisverbot“ ist somit nicht vorhanden.

2016-05-30 13.08.06Zentrale biblischen Begriffe wie „Sünde“, „Schöpfung“ und „Vergebung“ werden frei von Bibelkritik erläutert. Auch darüber hinaus konnte ich keine bibelkritischen Einflüsse feststellen. Leider werden die unbiblischen – da nicht zum Kanon gehörenden – Apokryphen, den biblischen 66 Büchern gleichgestellt und lediglich mit einem (A) hinter dem Begriff als solche gekennzeichnet.

Es werden Personen und Orte aus den Apokryphen erklärt und bei vielen Begriffen Stellen aus den Apokryphen als Quellenbeleg angegeben. Dass biblische Bücher und die außerbiblische Apokryphen im Lexikon nahezu auf einer Ebene dargestellt werden, ist für Kinder sicher erklärungsbedürftig und stellt die Gefahr dar, dass außerbiblische Texte als Gottes Wort verinnerlichert werden. Um einen besseren Eindruck vom Aufbau des Lexikons zu erhalten, sind die Fotos aus der Innenansicht bei cbuch.de nützlich.

Kommentare 1

SCM übernimmt Gerth Medien, Fontis und Asaph gehen zusammen

Das christlich-evangelikale Verlagswesen kommt nicht zur Ruhe und wächst immer mehr zusammen. Die Stiftung Christliche Medien (SCM) übernimmt zum 1.07. die Verlage Gerth Medien und Adeo mit der bekannten Frauenzeitschrift Lydia. Damit bleiben von den traditionellen evangelikalen Verlagen nur noch Francke, Brunnen Verlag in Gießen, Fontis-Verlag (ehemals Brunnen Verlag in Basel) und die Kawohl-Gruppe unabhängig.

Womöglich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Verlage in der SCM aufgehen werden. Theologische Unterschiede dürften dabei kein Hinderungsgrund sein, denn alle traditionellen Verlage haben ihre früheren konservativ-evangelikalen Positionen zum großen Teil aufgegeben.

Dazu passt auch die zweite Fusion, die ebenfalls zum 1.07. angekündigt wird. Der Brunnen Verlag Basel und der charismatische Asaph-Verlag aus der Schweiz schließen sich zusammen und fungieren zukünftig unter dem Namen Fontis-Media.

Bemerkenswert ist, wie dominant die SCM im christlichen Verlagswesen mit der Übernahme wird. Ein Boykott eines Verlags oder eines Buches, wie in der Vergangenheit bereits geschehen, kann Bücher für einen Großteil evangelikaler Christen nahezu unsichtbar machen. Ein Grund mehr, gerade die kleineren und bibeltreuen Verlage mit einer Bestellung und Empfehlung zu unterstützen.

Kommentare 0

Besprechung: Gottesfurcht

150909 Gottesfurcht Berg.inddDas Thema der Gottesfurcht wurde literarisch bisher ganz offensichtlich nicht oft begangen. Mir fällt höchstens ein weiteres Buch ein, welches sich auf eine Weise mit der Gottesfurcht beschäftigt. Das verwundert, wenn man bedenkt, dass „die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit ist“. Der Autor zeichnet zunächst ein sehr düsteres Bild vom Christentum, bevor er sich der „Furcht Gottes“ in Gottes Wort zuwendet.

Als ein Symptom abnehmender Gottesfurcht wird angeführt, dass sehr viele Christen nur noch von „Jesus“ reden und ihn seiner Hoheitstitel „Herrn Jesus Christus“ berauben. Die Apostel selbst sprachen seit der Verherrlichung meist vom Herrn Jesus Christus. Das mag manchem Leser kleinlich klingen, gewinnt in der allgemein abnehmenden Gottesfurcht unter Evangelikalen jedoch eine tiefere Bedeutung.

Er ermutigt betend über die vielen Worte Gottes nachzusinnen, die uns die „heiligen, herrlichen, ehrfuchtgebietenden Wesenseigenschaften Gottes bezeugen“ und betont immer wieder, dass ohne die Ehrfurcht vor Gott und seinem Wort eine wahre Gotteserkenntnis nicht oder zumindest nur eingeschränkt möglich ist. Gottesfurcht ist eine innere Haltung, die sich dann selbstverständlich auch im praktischen Christenleben zeigt.

Das Buch ist nicht wie eine theologische Abhandlung geschrieben, sondern wie ein leidenschaftlicher Appell, Gott die ihm gebührende Ehre zu geben und sich seiner Heiligkeit bewusst zu werden. Es ist hilfreich und sehr praktisch, dass alle Bibelstellen vollständig ausgeschrieben sind, und ein paralleles Nachschlagen nicht nötig ist.

So wollen wir lernen, unserem Gott und Vater voller kindlichem Vertrauen und Glaubenszuversicht zu nahen und zugleich doch Ihm allezeit die schuldige Ehrfurcht zu erweisen, die seiner Majestät und Heiligkeit Rechnung trägt. Seite 57

Gottesfurcht ist bei Edition Nehemia erschienen und kostet 6,90 EUR. Das eBook ist bei ceBooks.de erhältlich.