Alle Artikel von “Sergej Pauli”

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Tipp: Kleiner Nachfolger

kleiner_nachfolgerIch sehe es als einen wunderbaren Glücksfall an, dass mir diese Zeitschrift unter die Hände gekommen ist. 6 mal im Jahr erscheint eine mennonitisch-geprägte Kinderzeitschrift, die wirklich sehr gut gelungen ist. Vom Design auf den ersten Blick recht altmodisch, ist der Inhalt überragend und alles andere als trocken.

Immer gibt es einen Abschnitt über Bionik, im letzten Heft z. B. über den Fuß. Was wir aus den vielen Füßen der Schöpfung gelernt haben, war selbst mir unbekannt. Oder hätten die Leser unseres Blogs es gewusst, dass der Geckofuß so eine unglaubliche Haftung hat, dass ein Fuß allein über 100 kg Gewicht halten kann. Verantwortlich dafür sind übrigens die Van-der-Waals-Kräfte, wie ich nun weiß. Weiterlesen

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Gebet Martin Luthers auf dem Reichstag zu Worms

Am 21ten April 1521 musste Martin Luther sich vor dem Reichstag und dem Kaiser in Worms für seine Schriften rechtfertigen. Gefordert war derWiderruf seiner sämtlichen Schriften. Mitten im Verhör bat Luther noch um einen Tag Bedenkzeit, der ihm nur widerwillig gewährt wurde. In dieser Nacht betete er, laut Überlieferung, folgendes:

Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist’s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig, Amen. Gott helf mir, Amen.

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Four Views of Christ

Aktuell sind wir dabei unseren Umzug vorzubereiten. Das hat zur Folge, dass die meisten Bücher aktuell in großen Kartons abgepackt auf das große Schleppen warten (siehe Beweisfoto weiter unten im Text).

So weit so gut, hat man doch jetzt ja nur wenig Zeit zum Lesen, und habe ich etwa 10 Bücher vor dem Verpacken bewahrt. Leider ist mir ein Buch durch die Finger gegangen, welches ich schon lange vorstellen wollte: „Four Views of Christ“.

Wie der Name des Buches es vermuten lässt, geht es dem Autor hierbei darum, die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede in der Darstellung der Person Jesu Christi in den vier Evangelien darzustellen. Obwohl prinzipiell vieles bekannt sein sollte; so z. B. die Tatsache, dass Jesus von Matthäus als König, von Markus als Knecht, als Menschensohn von Lukas und schließlich als Gott von Johannes dargestellt wird, geht dieses Buch auf wenigen Seiten in eine sehr detaillierte Betrachtung. Weiterlesen

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Buchbesprechung: Geschichte und Gott

Geschichte-und-Gott-Axel-SchwaigerIch bin fest davon überzeugt, dass zwar jedermann davon redet, wie wichtig und hilfreich solide Geschichtskenntnisse sind, doch gleichzeitig sich kaum einer um solche bemüht. Das zeigt ein Blick auf das Angebot christlicher Bücher zum Thema Kirchengeschichte. Betrachtet man das Thema Geschichte allgemein ist eine Deutung aus christlicher Sicht noch seltener zu finden. Am ehesten findet man hier noch Material aus dem Mittelalter (z. B. die Weltchronik oder die Geschichte der zwei Staaten von O. v. Freising von 1146) oder von den Pietisten des vorletzten Jahrhunderts.

Nun wurde diese wichtige Lücke geschlossen und ein grundlegendes Werk zur Interpretation der Weltgeschichte erschien vor einigen Wochen bei CV Dillenburg. Geschichtsdichtung unterliegt immer der Interpretation durch den Betrachter. Dies bedeutet für den Christen, dass ein Forschen in der Schrift und eine Grundhaltung des Vertrauens gegenüber Gott ihm helfen können, die Geschehnisse vergangener Zeiten besser deuten zu können. Weiterlesen

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Zehn Fragen an Johannes Ramel

J. Ramel als katholischer Priester

Vor vielen Jahren (mir scheint fast in grauer Vorzeit) war ich einige Tage beim Evangelischen Missionsdienst Die Wegbereiter als Aushilfe zum Flyer falten und Umschläge bekleben. Damals war der alte Bruder Ostrowski nicht nur am Leben sondern noch ganz aktiv im Dienst und er hatte eine Vielzahl an kleinen und größeren Schriften, die man mitnehmen durfte. Ich denke jeder der ihn kannte, weiß um seine offene, pietistische und konsequente Art.

Nun, damals nahm ich auch einen Flyer über einen ehemaligen katholischen Priester mit, der davon berichtet, wie er in der Heiligen Schrift zum wahren Glauben durchgedrungen ist. Damals hat das unglaublich tiefen Eindruck auf mich hinterlassen und mit der Zeit habe ich auch davon gelesen, aber vor Kurzem bin ich auf die Webseite des selben Priesters gestoßen, die man unter www.johannes-ramel.at aufrufen kann. Weiterlesen

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Zehn Fragen an Jerry Bridges

Bridges Jerry No suit W tie

Die beiden Bücher „Streben nach Heiligkeit“ und „Gott vertrauen“ sind eigentlich Klassiker christlicher Literatur. Leider hat man Bridges‘ Bücher hier in Deutschland fast schon aus den Augen verloren. Vielleicht hilft dieses Interview dabei, auf diesen Autor wieder aufmerksam zu werden.

1. Wie kamen Sie dazu, Bücher zu schreiben?

Ich habe durch schwere Erfahrungen gelernt, dass der Entwurf der Bibel zum Thema Heiligung etwas ist, was ich “Abhängige Verantwortung“ nenne. Das bedeutet, wir sind verantwortlich dafür, geistliche Disziplin zu üben, die zum Gehorsam führt, aber wir sind vom Heiligen Geist abhängig, der uns ermöglicht so zu handeln. Ein alter Freund von mir ermutigte mich, das Schreiben zu versuchen. Somit schrieb ich mein erstes Buch: The Pursuit of Holiness (Deutsch: Streben nach Heiligkeit, EBTC), welches die Grundlagen der „abhängigen Verantwortung“ lehrt. Das Buch wurde 1978 veröffentlicht. Seit dem gab Gott mir immer wieder Ideen für andere Bücher.

2. Ist aktuell ein neues Werk geplant?

Ich bin gerade dabei ein Buch zu beenden, mit dem vorläufigen Titel: „Humility in Action: The Character Traits of the Eight Beatitudes (Deutsch: Selig sind die Demütigen).

Jerry Bridges: Gott vertrauen

3. Was sind ihre drei Lieblingsbücher?

Communion with God

Sin and Tempation von John Owen

The Apostles’ Doctrine of the Atonement von George Smeaton.

4. Welches Buch würden Sie noch einmal lesen?

Communion with God (zu deutsch in etwa: Gemeinschaft mit Gott) von dem Puritaner John Owen, erschienen bei Banner of Truht in Edinburgh Scotland.

5. Wie beur­tei­len Sie den refor­ma­to­ri­schen Auf­bruch unter vie­len Chris­ten aktuell?

Ich bin dadurch ermutigt, denn hierbei handelt es sich um eine wiederholte Akzentuierung der Souveränität Gottes, die Wichtigkeit der persönlichen Heiligkeit und einen verstärkten Blick auf das Evangelium.

6. Wie wurden Sie Christ?

Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und kannte das Evangelium seit meiner Kindheit. Aber ich war nicht wirklich wiedergeboren. Bis ich achtzehn Jahre alt war, als der Heilige Geist mich davon überzeugte, dass ich nicht ein echter Christ war. Und so bat ich Christus mein Erretter zu sein.

Jerry Bridges: Streben nach Heiligkeit

7. In welchem Bereich sehen Sie die größte Not in der heutigen Christenheit und wie könnte man da am besten einschreiten?

Zu viele bekennende Christen scheinen nicht wiedergeboren zu sein. Sie sind zumeist moralisch gut und Kirchengänger, aber sie haben keinen Wunsch im christlichen Charakter zu wachsen und ihre Nächsten darin zu sehen, dass sie Christus vertrauen.

8. Was bedeutet für Sie „Christ sein“?

Ein Christ ist eine Person, die ein echtes Vertrauen in Christus als seinen Erretter hat und durch den Geist Gottes wiedergeboren wurde.

9. Worin sehen Sie Grund­la­gen für geist­li­ches Wachstum?

  • tägliche Zeit/Gemeinschaft mit Gott in seinem Wort und durch das Gebet
  • das Evangelium zu verstehen ist nicht nur für den Ungläubigen sondern auch für den Christen täglich notwendig
  • persönliches Studium und Verinnerlichung und Anwendung der Bibel im Alltag
  • das Wort Gottes hören, dass qualifizierte geistliche Männer lehren und dem gehorcht was gelehrt wird
  • Sorge um die Ungeretteten, einschließlich der eigenen Nächsten, wie auch derer in fernen Ländern, die nie die Möglichkeit hatten das Evangelium zu hören

10. Wel­che his­to­ri­sche Per­son wür­den Sie gerne Tref­fen und wel­che Fra­gen wür­den Sie mit die­ser bespre­chen wollen?

Diese Frage zu beantworten ist schwer, weil es eine Menge Menschen gibt, die ich gerne treffen würde. Aber wenn ich nur einen aussuchen darf, würde ich George Smeaton wählen, den Autor meines Lieblingsbuches “The Apostles’ Doctrine of the Atonement”. Ich würde ihn fragen, was ihn bewegte, das Buch zu schreiben.

Danke, Bruder Jerry, für die Zeit, die Sie in die Beantwortung der Fragen investiert haben.

Update 24.11.2022

Jerry Bridges ist am 6. März 2016 mit 86 Jahren heimgegangen. Er hat im Verlauf von ca. 40 Jahren 20 Bücher veröffentlicht. Alle auf deutsch erhältlichen Bücher können hier erworben werden: www.cbuch.de

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Paul Washer: Der Zweck der Ehe

5581_0Heute möchte ich auf ein vor kurzem erschienenes kleines Heftchen aufmerksam machen, nun eigentlich nur eine Predigt. Nur eine Predigt? Nun die Gedanken, Hinweise und Ermahnungen die wir hier auf wenigen Seiten geliefert bekommen sind, wie der Untertitel es korrekt feststellt, sehr herausfordernd.

Klassisch reformatorisch orientiert sich Washer in seiner Predigt, dass Gott alle Dinge dazu gebrauchen kann, um uns in Christi Bild zu formen, so auch die Ehe. Die Ehe ist ein Bild für die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde und dadurch ein Ansporn an jeden Mann seine Frau zu lieben. Die Ehe ist eine Berufung durch Gott.

Frauen sagen das oft, sie mögen diesen  Satz: „Es gibt keine Liebe, wie die Liebe einer Mutter“ (…) Das ist nicht biblisch. Du kannst das auf eine Muttertagskarte schreiben, aber es ist nicht biblisch. (…) Die meisten Männer legen ihr Leben nicht nieder für ihre Frauen.

Typisch Washer eben, wie auch folgender Abschnitt zeigt:

Du fragst: „Aber was ist mit deinem Dienst?“ Der Dienst an sich ist nicht mein Ziel. Den Willen Gottes zu tun, das ist mein Ziel. Dem Bild Christi gleichförmig gemacht zu werden, ist mein Ziel, ganz gleich, was dazu erforderlich ist.

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Zehn Fragen an Andreas Fett

Der langjährige Freizeitleiter aus Schoppen hat vor einiger Zeit einen persönlichen Lebensbericht veröffentlicht unter dem Titel, Ja, Vater. Desweiteren ist vor kurzem eine Kurzgeschichtensammlung für Teenager erschienen: Feselutter für lunge Jeute.

1. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben?

Andi.2010Der Anstoß war ein Brief von Freunden. Sie schrieben: „Könnte das, was ihr mit Gott
erlebt habt, nicht ein Trost für viele andere sein?“ Dazu fügten sie eine Liste mit 43
Vorschlägen für den künftigen Buchtitel an. Also, am Anfang stand ein Buchtitel. Das
Buch schrieb das Leben – „Ja, Vater!“. Im Grunde ist es nichts weiter als ein
Tatsachenbericht – ein Einblick in eine schwere Krankheitszeit.

2. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Ja, seit Jahren bin ich dabei eine Einstiegshilfe zum Entdecken der Bibel zu schreiben.
10 überschaubare Hefte sollen Kinder und Teenager an das Wort Gottes heranführen.
In der Jungschar- und Freizeitarbeit stelle ich fest: Der Bedarf ist riesig! Wir können
kaum noch auf ein Grundwissen zurückgreifen. Das „Christliche Abendland“ wird
zunehmend zur Mitternachtsregion mit zusätzlicher Sonnenfinsternis. Weiterlesen

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Zehn Fragen an Alexander Strauch

AlexMediumÜber 200.000 mal wurde Alexander Strauchs Buch „Biblische Ältestenschaft“ in der ganzen Welt verkauft. In Deutschland ist er unter anderem für die Bücher „Der neutestamentliche Diakon“ und „Platz ist in der kleinsten Hütte bekannt“ (Vor etwa einem halben Jahr ganz neu in einer schönen Hardcover-Version erschienen).

1. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben?

Die Verwirrung über das Thema Älteste war so schrecklich, dass ich vom Herrn dazu geführt wurde, zu versuchen Antworten auf die zahlreichen Fragen zu geben, welche mir von verschiedenen Brüdern und Schwestern gestellt wurden. Zudem hatte ich eine gezielte Vision vor Augen damit dies Buch eine Auslegung sämtlicher Bibelstellen zum Thema „Ältestenschaft“ wird. Ich versuchte von allen meinen eigenen Traditionen Abstand zu nehmen und die Texte für sich selbst sprechen zu lassen.

2. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Ich arbeite derzeit Tag und Nacht an einer vollständigen Revision von The New Testament Deacon (Der neutestamentliche Diakon), weil in diesem Thema viel Verwirrung herrscht. Ich bitte um eure Gebete, dass ich vor Fehlern bewahrt werde und dass das Buch die biblische Lehre getreu wiedergibt. Weiterlesen

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Die Fabeln Martin Luthers

Ein Hahn scharret auf dem Mist und fand eine köstliche Perle. Als er dieselbe im Kot so liegen sah, sprach er: „Siehe, du feines Dinglein, liegst hier so jämmerlich. Wenn dich ein Kaufmann fände, der würde deiner froh werden und du würdest zu großen ‚Ehren kommen. Aber du bist mir und ich dir, kein (nichts) nütze. Ich nehme ein Körnlein oder Würmeln und ließe ihm alle Perlen.

Lehre: Diese Fabel lehret, dass dies Büchlein, bei Bauern und großen Leuten unwert ist, wie denn alle Kunst und Weisheit bei selbigen verachtet ist. Wie man spricht: Kunst gehet nach Brot. Sie warnt aber, dass man die Lehre nicht verachten soll

Nur wenige wissen, wie vielseitig der Reformator Luther tatsächlich war. Neben seiner Arbeit als Bibelübersetzer, war er ein geschickter Prediger, ein treuer Seelsorger, ein feiner Liederdichter und zuletzt auch bemüht die Allgemeinbildung des „gemeinen“ Volkes aufrecht zu erhalten. So übersetzte er auch eine Vielzahl der Fabeln Äsops ins Deutsche, da „heute niemand die Wahrheit hören möchte“, verträgt man es besser, wenn „ein Wolf oder Bär oder Löwe im Buch dem rechten Wolf und Löwen einen guten Text heimlich liest, den ihm sonst kein Prediger, Freund oder Feind lesen dürfte.“ 

Bei der Übersetzung geht Luther frei zur Sache, und vor allem die Moral der Fabel lenkt er geschickt um. Zudem hat Luther eine Fabel auch selbst verfasst, die sich ebenfalls in diesem kleinen Büchlein finden lässt. Weiterlesen