Alle Artikel von “Sergej Pauli

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Buchvorstellung: Die Hungersnot

584312000Steven Lawson ist eine der wenigen, kostbaren Ausnahmen und gehört wohl mit Abstand zu meinen Lieblingspredigern. Ein Lehrer von mir sagte mal: ,,Er fängt bei 100 % an zu predigen und ab da geht es nur noch bergauf!“
Seine Bücher zu lesen ist ebenso interessant, wie ihm zuzuhören. Er ist so voller Leidenschaft, ein meisterhafter auslegender Prediger der Schrift, ein freundlicher Mensch! Wie John MacArthur im Vorwort dieses Buches schreibt, hat Lawson begriffen, dass der große Mangel der heutigen Kirche die sorgfältige Auslegung der Heiligen Schrift von der Kanzel aus ist.

In seinem Buch ,,Die Hungersnot“ macht Lawson klar, was die Gemeinden mehr denn je brauchen. Alles schreit nach Pastoren, die ihrer höchsten Berufung gerecht werden und Gottes Forderungen erfüllen – Pastoren, die ihrer Herde das ganze Wort Gottes predigen. Wir brauchen Männer Gottes, die sein Wort auf eine Weise auslegen, dass Seine Stimme gehört, Seine Herrlichkeit gesehen und Sein Wille befolgt wird. Das ist Auslegungspredigt, die wir heute so bitter nötig haben.

Die Hungersnot ist eine durch und durch biblisch orientierte Ausarbeitung über das Thema Predigt. Es ist eine großartige Übersicht über einige der wichtigsten und grundlegendsten Anweisungen, die die Bibel für Prediger bereithält.

Von meiner Seite aus kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen. Es macht sehr deutlich, was wir heute brauchen, und motiviert einen förmlich dazu, nach ,,auslegenden Predigten zu suchen“. Nach diesem Buch habe ich mehr denn je auf den Inhalt der Predigten geachtet. Nebenbei lernt man Vieles zu berücksichtigen, was einem davor nie aufgefallen wäre.

Manuel Klem

Titel: Die Hungersnot
Autor: Steven J. Lawson­
Sei­ten: 122
Ein­band: Paperback
Jahr: 2007
Ver­lag: Mitternachtsruf
ISBN: 978-3858103123
Preis: 8 EUR
erhält­lich bei: cbuch.de
Leseprobe: cbuch.de

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Buchvorstellung: Und der himmlische Vater ernährt sie doch

Georg Müller

Man ist oft geneigt zu denken, dass Glaubenswerke so einfach von selbst entstehen. Denken wir nur an Georg Müller. Wie oft wird in den Gemeinden von diesem Glaubenshelden erzählt? Ziemlich regelmäßig bekommt man zu hören, wie viel Gottvertrauen dieser Mann besaß: Er verzichtet auf ein regelmäßiges Gehalt als Prediger, denn er möchte von Gott versorgt werden.

Doch dabei bleibt es nicht: Bald fallen ihm die zahlreichen Waisenkinder in der Industriestadt Bristol auf. Er nimmt sich ihrer an. Doch auch diese Arbeit will er unter der Hand und Führung Gottes sehen: Auf öffentliche Spendenaufrufe, ja sogar auf öffentliche Gebetsaufrufe wird verzichtet. Georg Müller ist überzeugt, dass Gott die Kinder versorgen wird.

Dass so ein Glaube nicht von heute auf morgen entsteht wird einem klar, wenn man sich mit den Tagebüchern von Georg Müller auseinandersetzt. Oftmals sind einem die tiefen Abgründe nicht bewusst, den die Männer und Frauen Gottes gehen mussten. Zum Beispiel vergisst man all zuschnell, dass zwei der eigenen Kinder von Georg Müller bereits als Säuglinge verstarben.

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The other Wise Man

Um die Weihnachtstage herum bin ich auf eine interessante weihnachtliche Geschichte gestoßen, die unter dem Titel „the story of the other wise man“ vor allem in Holland und in Amerika gut bekannt ist.

Der Weise Artaben jagt seinem König nach

Ich fand den Plot entzückend, wobei natürlich klar ist, dass die Geschichte rein fiktiv ist. Erzählt wird, dass es nicht drei sondern vier Weise waren, der vierte auch die größten und besten Geschenke für den König hatte, jedoch zu spät zum vereinbarten Treffpunkt erschien. Unterwegs zum Treffpunkt nämlich traf er auf einen todkranken Mann, dem er nicht anders als helfen konnte. Bis er jedoch von seinen Verpflichten freikam, waren seine drei Gesellen jedoch bereits dem Stern nachgezogen. Nun begibt sich Artaban, – so wird der Weise genannt-, auf eigene Faust auf die Suche nach seinem König. Er weiß noch nicht, dass seine Suche über dreißig Jahre dauern soll und ihm ist auch erst recht nicht klar, auf welche Weise er seinem König finden wird.

Diese „Legende“ ist eine Novelle des amerikanischen Autors Henry van Dyke. Als englischer Originaltext ist das Buch lizenzfrei im Gutenberg-Projekt verfügbar. Ansonsten lässt sich diese wundervolle Kindergeschichte auch bei Amazon erwerben.

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Buchbesprechung: Aus der Tiefe rufe ich HERR, zu DIR!

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Luther war ein Mann des Gebets. Er soll auf die Frage, wie sein Plan für den nächsten
Arbeitstag aussehe, geantwortet haben: »Arbeit, Arbeit von früh bis spät. Und in der Tat habe ich so viel zu tun, dass ich die ersten drei Stunden im Gebet verbringen werde.«

Wer für das Jahr 2015 noch nach einem passenden Andachtsbuch Ausschau hält, dem sei diese Zusammenstellung zum Thema Gebet empfohlen, die 2014 im Verlag CLV erschienen ist. Zuerst war ich etwas skeptisch: Alle 365 Tage nur das Thema Gebet? Wird dies mit der Dauer nicht eintönig?  Ich sollte mich irren: Dieses Andachtsbuch gefällt mir noch etwas besser, als das, welches wir mit der Familie bisher lasen:

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Buchvorstellung: Zürcher Bibel

Neulich ist mir etwas Lustiges widerfahren. Beim Lesen eines Buches fiel mir auf, dass die Bibelzitate vorwiegend aus der Neuen Genfer Übertragung stammten. Mir als Luther-Bibel-Leser fiel die Andersartigkeit positiv auf. Nun fragte mich meine Frau, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Ich dachte zwar an die Genfer Übertragung, sprach jedoch in Gedanken: „Wenn du mir unbedingt was schenken willst, dann bitte die Zürcher Bibel“.

Dabei wusste ich zu dem Zeitpunkt gar nicht, dass es eine solche Übersetzung gibt. Tatsächlich gibt es diese Bibel, wie ich überraschenderweise bei der Bescherung festgestellt habe, und diese hat sogar eine weitreichende Geschichte. Bereits der Reformator Ulrich Zwingli legte die Grundlage für diese, meines Erachtens gelungene Übersetzung. Ich habe übrigens die „Neue Zürcher Bibel“ bekommen, die 2007 erschienen ist. Weiterlesen

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Ankündigung Leserunde: Gott erkennen

Ich treffe mich mit einem Bruder regelmäßig zum Gebet. Dabei haben wir seit einigen Wochen angefangen bei jedem Treffen ein Kapitel in einem Buch zu lesen. Nachdem wir uns einige Gedanken gemacht haben, haben wir uns für das Buch „Gott erkennen“ von James I. Packer entschieden.

Prinzipiell finde ich, dass Bücher die sich mit Gott beschäftigen, rar sind. Spontan fällt mir nur noch Das Wesen Gottes von A.W. Tozer ein.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass unter Christen unserer Zeit ein großer Mangel an Erkenntnis Gottes vorliegt. Hierbei möchte ich auch mich selbst kritisieren. Es ist etwas mehr als ein Jahr her, als ich nach intensivem Bibelstudium erkennen musste, wie ich-fixiert mein Glaube ist: Es geht um meine Errettung, um meine Zufriedenheit, um mein Wohlbefinden. So dachte ich viele Jahre meines Glaubenslebens, bis ich überhaupt zu fragen anfing, wer denn mein Gott wirklich sei.

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Wissen vs. Glauben

Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum.

Dies kann ich wissen, auch kann ich mich mit allen historischen Einzelheiten der Auferstehung beschäftigen. Eine Harmonie der dazugehörigen Texte durchführen. Auch kann ich bekennen und wissen, dass Christus Gott ist (wenigstens dass was ich darunter verstehe, was ein Gott ist).  Dennoch kann es sein, dass ich gleichzeitig gar nicht daran glaube. Diese Dinge werden für mich nur zu einer Angelegenheit der Vernunft nicht aber zu einer Angelegenheit des Herzens. Weiterlesen

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Didache: Die Lehre der zwölf Apostel

Ich habe festgestellt, dass hier im Blog bisher noch sehr wenig bis gar nichts von den alten Kirchenvätern vorgestellt wurde. Heute möchte ich den Anfang wagen, und mit einem ganz berühmten Klassiker der Urkirche anfangen, der sogenannten Didache (griech.: Lehre). Wenn man es kurz umschreiben müsste, könnte man diese Schrift auch als allererste Gemeinderegel oder Kirchenordnung bezeichnen. Der Autor ist unbekannt, wahrscheinlich wurde diese Schrift von einer ganzen Gemeinde ende des ersten Jahrhunderts in der Gegend von Syrien (Antiochien?) verfasst.

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Interessanterweise wurde dieser Text von einigen Christen damals zu den kanonischen Schriften gehalten, ging es doch hierbei um den Text, der Täuflingen vor der Taufe vorgelesen wurde. Den Autoren war es also wichtig, in möglichst kurzer Weise den Weg und die Art der Christenheit zu beschreiben: Weiterlesen

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Buchvorstellung: Tatort Christenheit

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Gott schafft Alles aus Nichts – und Alles, was Gott gebrauchen will, macht er zuerst zu Nichts.

Dieses tiefsinnige Zitat stammt von Søren Kierkegaard, (* 5. Mai 1813 in Kopenhagen †  11. November 1855 ebenda), dem bekannten dänischen Theologen und Philosoph. Bis heute wird Kierkegaard unter den Evangelikalen mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Gar mancher sieht in ihm sogar den „Vater der modernen Theologie und Philosophie“. Tatsächlich hat Kierkegaard zeitlebens für das reine Christentum gekämpft. Er selber drückte das so aus: 

Will einer zu mir sprechen: „Was du sagst, ist unwahr, du hast eine verwirrte fehlerhafte Vorstellung vom Christsein“, so antworte ich: „Mach mir das klar, so werde ich meine Auffassung ändern; wo nicht, natürlich keinen Tüttel.“ (…) Um ein Wort über mich selbst zu sagen: Ich bin nicht, was die Zeit vielleicht fordert, ein Reformator, auf keine Weise, auch nicht ein spekulativer, tiefsinniger Geist, ein Seher, ein Prophet, nein, ich bin – mit Verlaub – ich bin ein in seltenem Maße ausgeprägtes Polizeitalent.

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Tipp: Vater Martin (CD)

939746bSpätestens seitdem auch das letzte Bundesland aus den Sommerferien zurück ist, weiß man: Weihnachten steht vor der Tür. Nicht, dass wir die Kommerzialisierung der Geburt Christi gut heißen wollen, aber gut ist es, an die Geburt Jesu nicht nur zur Weihnacht denken. Da fällt mir aber mein liebstes Hörspiel zu Weihnachten ein und ich war überrascht diesen Klassiker immer noch im Handel verfügbar zu finden. 1977 aufgenommen und heute noch erhältlich: Vater Martin.

Hierbei handelt es sich übrigens, wie ich erst kürzlich erfahren habe, um eine Kurzgeschichte des großen russischen Dichters Leo Tolstoi. Dies überraschte mich zwar etwas, schmälert aber nicht die große Güte der Geschichte: Martin, im Dorf von allen „Vater Martin“ genannt, hat sich neuerdings verändert. Er geht nicht mehr zur Wirtschaft sondern liest lieber in der Bibel. Aber ein Wunsch wird in seinem Leben immer größer: Er möchte doch so gerne Jesus sehen und Ihm etwas Gutes tun. Dann sagt ihm Jesus im Traum, dass er ihn an Weihnachten besuchen wird. Wie so ein Besuch aussehen würde, hat wohl auch Vater Martin nicht erwartet … Weiterlesen