Alle Artikel in der Kategorie “Allgemein”

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Wissen vs. Glauben

Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum.

Dies kann ich wissen, auch kann ich mich mit allen historischen Einzelheiten der Auferstehung beschäftigen. Eine Harmonie der dazugehörigen Texte durchführen. Auch kann ich bekennen und wissen, dass Christus Gott ist (wenigstens dass was ich darunter verstehe, was ein Gott ist).  Dennoch kann es sein, dass ich gleichzeitig gar nicht daran glaube. Diese Dinge werden für mich nur zu einer Angelegenheit der Vernunft nicht aber zu einer Angelegenheit des Herzens. Weiterlesen

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Gedanken zum 25. Jahrestag des Mauerfalls

Zum 25. Jah­res­tag des Mau­er­falls hier der Ver­such eines Geden­kens aus ande­rer Sicht.
Ich bin 39 Jahre alt, war also zur Wende 14, und hatte die DDR bis dahin als Hort einer wohl­be­hü­te­ten, sehr erfüll­ten Kind­heit und Schul­zeit (in der es auch Pro­bleme gab) erlebt, ohne mit dem Bekannt­schaft gemacht zu haben, was für so viele Ältere trau­ma­tisch gewirkt hatte: die DDR als Unter­drü­ckungs­staat. Von daher stehe ich die­sem Land ambi­va­lent gegen­über. Meine direk­ten, rea­len Erfah­run­gen sind über­wie­gend und über­aus posi­tiv, mit dem Ver­stand erkenne ich aber die Exis­tenz des Bösen an, ohne die­sem in sei­ner vol­len Aus­for­mung je selbst begeg­net zu sein. Es ist also ein theo­re­ti­sches Wis­sen um jenes Unrecht, wel­ches für meine Eltern wie­derum sehr real war.

Nun mache ich lei­der fol­gende Beob­ach­tung: sehr viele, für die das Schlimme am DDR-System real war, erleb­ten den Wende-Moment als einen sie eupho­ri­sie­ren­den Kol­laps des Ihnen Ver­hass­ten. Die Ein­drü­cke von damals schei­nen sich aller­dings der­ar­tig „posi­tiv trau­ma­tisch“ in die Psy­che der Älte­ren ein­ge­brannt zu haben, dass sie quasi in jenem Moment gefan­gen sind wie in einer Zeit­blase und nicht wie­der her­aus können. Weiterlesen

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Weisheit erfordert Arbeit

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wenn Gott gut ist, warum gibt es so viel Böses“, wer hat diese Fragen noch nicht aus dem Munde von Menschen dieser Welt gehört? Wahrlich ein Totschlag-Argument, geschickt eingesetzt pariert man alle weitere Fragen, und das Gewissen bleibt ungerührt. Dabei haben beide Fragen tatsächlich eine berechtigte Wichtigkeit. Dennoch ist das eigentlich schädliche, die Art und Weise wie diese Fragen gestellt werden.eBooks

Ich habe selten erlebt, dass die Fragen wirklich von suchenden Menschen gestellt wurden, sondern vielmehr von solchen, die die Antwort gar nicht interessiert, nach dem Motto: „Sag mir erst, wozu mein Leben da ist, aber du darfst nicht mehr als zwei Minuten dafür brauchen“. Ein wahrer Sucher würde auch Jahre in Kauf nehmen und die Wahrheit zu ergründen.

Tatsächlich gibt es auf schwere Fragen auch nur schwerwiegende Antworten. Einfach ist sie ja, die Antwort die den Sinn des Menschen erklärt. Jeder Katechismus proklamiert: „Der Sinn und Zweck des Menschen ist es, zur Ehre Gottes zu leben“. Aber tatsächlich ist jedem ernsthaften Christen klar, dass dieser Satz zwar schnell ausgesprochen ist, aber ein ganzes Leben benötigt wird, den Inhalt dieser Lehre zu Ergründen. Weiterlesen

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MySword

Vor längerer Zeit habe ich die Mächtigkeit der freien Software „The-Word“ vorgestellt.

Nachdem die Software ein fester Bestandteil in meiner Vorbereitung für Jugendarbeiten und Predigten wurde, habe ich mich irgendwann auf die Suche nach einer geeigneten App gemacht. Und ich wurde fündig und nicht enttäuscht.

Zahlreiche Bibelübersetzungen

Ähnlich wie die „Konkurrenz“ für Windows, hat man Zugriff auf zahlreiche freie Bibelübersetzungen. MySword bietet prinzipiell nur lizenzfreie Module an, was natürlich bedeutet, dass es nicht möglich ist auf Bibelübersetzungen wie die Luther 1984, Schlachter Edition 2000 oder die New King James Version zurückzugreifen. Dies ist natürlich für jeden nachteilig, der sich an die Arbeit mit einer solchen Übersetzung gewöhnt hat, oder diese in seine Bibelarbeit einbeziehen möchte.

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Aufruf zur Errichtung eines Schöpfungsmuseums in Europa

Schöpfungsmuseum in Petersburg bei Cincinnati (Kentucky, USA)

Schöpfungsmuseum in Petersburg bei Cincinnati (Kentucky, USA)

In den USA gibt es mindestens vier große naturgeschichtliche Museen, in denen nicht Evolution, sondern Schöpfung gelehrt wird. In Europa existiert meines Wissens bisher kein einziges von Bedeutung, aber es gibt einige Initiativen und Ansätze, die sich zusammenschließen und ihre Kräfte bündeln sollten:

Die Sammlung „Lebendige Vorwelt“ von Dr. Joachim Scheven befindet sich seit Jahren in der Pfalz unter Verschluss und ist nur angemeldeten Gruppen zugänglich. Eine weitere kleine Sammlung von Fundstücken findet sich in Moosbrunn bei Heidelberg in einem Privathaus. Ein Schöpfungspark der Initiative Pro Genesis liegt momentan auf Eis.

Die Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ bemüht sich auf hohem wissenschaftlichem Niveau um die argumentative Begründung der Schöpfung durch Literatur und Schulungen. Die Erstellung von Plakatwänden mit Informationen über Schöpfung und Evolution, die in Gemeinden und Schulen zusammen mit einzelnen Fundstücken ausgestellt werden können, ist angedacht.

Ein erstes, etwas größeres Schöpfungsmuseum in Deutschland in Zusammenarbeit mit Wort und Wissen, befindet sich seit kurzem in den Nebenräumen des Bibelmuseums Wuppertal. Auch in Nierstein existiert eine Initiative zur Errichtung eines Schöpfungsmuseums.

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Gedanken über den Umgang mit der Zeit

3079Zeit ist begrenzt und kostbar – das wissen wir. In der Wirtschaft werden deswegen ganze Systeme geschaffen, die bei der optimalen Nutzung der Zeit helfen sollen. Auch im Privatleben planen und organisieren wir viel um die Vielzahl an Aktivitäten kompakt unterzubringen. Es werden viele Methoden und Techniken angeboten um die Zeit noch besser zu nutzen.

Als ich auf das Büchlein „Gedanken über den Umgang mit der Zeit“ gestoßen bin war ich neugierig: Was schreibt ein christlicher Autor zu diesem Thema? Nennt er Zeitmanagementstechniken? Wie stützt er seine Aussagen auf die Bibel?

Auf gezielte Techniken wird in diesem Büchlein nicht eingegangen, stattdessen konzentriert sich John Grant auf eine geistlich-biblische Betrachtung. Er unterstreicht dass Zeit vergeht und begrenzt ist, so wie auch unser Leben. Zeit ist ein von Gott gegebenes Gut, das wie als Haushalter klug verwalten sollen. Gott wird von uns Rechenschaft fordern für den Umgang mit der Zeit. Es gibt dabei keine unnötige Zeit, Gott sieht jeden Tag.

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Buchrezension: Wenn unsere Eltern Hilfe brauchen

WUEHBIn dem Buch „Wenn unsere Eltern Hilfe brauchen“ schreibt Barbara Deane aus ihrer eigenen zehnjährigen Erfahrung in der Pflege ihrer Mutter und auch aus dem Erleben von vielen Betroffenen. Von Jochen Loos (seit 2001 Leiter der Christl. Seniorenhäuser Lützeln in Burbach) wurde es im Blick auf die Verhältnisse in Deutschland angepasst und ergänzt.

Es ist ein sehr aktuelles Buch, da die Zahl der älteren Menschen, die Pflege brauchen, ständig wächst. Es richtet sich vor allem an Christen im mittleren Alter, deren Eltern in dieser Situation sind und denen der Wille Gottes wichtig für ihr Handeln ist.

Jedes der elf Kapitel beginnt mit einem Bibeltext. Die zahlreichen Beispiele aus dem Erleben Betroffener machen das Buch interessant.

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C.H. Spurgeon und die Taufe

Spurgeon kam aus einem Hause, in dem er von seinem Großvater, der ein unabhängiger Pastor war, als Kind getauft wurde. Dennoch nahm er als 16-jähriger nochmals die Glaubenstaufe an. Viele Ursachen führten zu dieser Entscheidung. Eine davon liegt in einem Gespräch Spurgeons mit einem anglikanischen Priester (man beachte, dass Charles zu diesem Zeitpunkt erst 11 Jahre alt war):

Geistlicher: Wie ist dein Vorname?

Spurgeon: Charles.

G: Wer gab dir diesen Namen?

S: Das weiß ich leider nicht so genau. Ich kenne keine Taufpaten, die jemals etwas für mich getan hätten, denn ich habe keine. Vermutlich haben mir meine Eltern diesen Namen gegeben (…).

G: Du bist also nie richtig getauft worden?

S: O doch, Sir, ich bin getauft! Mein Großvater hat mich in dem kleinen Zimmer getauft, und er ist doch ein Pastor. Also weiß ich, dass er es richtig gemacht hat.

G: Aber du hattest damals weder Glauben noch Buße und hättest folglich nicht getauft werden dürfen!

S: Warum, das hat doch damit nichts zu tun! Alle Kinder sollten doch getauft werden.

G: Woher weißt du da? Sagt nicht das Gebetsbuch, dass Glaube und Buße vor der Taufe notwendig sind? Dies ist eine so biblische Lehre, dass sie niemand leugnen sollte.

Daraufhin erzählte der Geistliche, dass alle Getauften in der Bibel, Gläubige waren und er gab Spurgeon die Hausaufgabe, zu zeigen, dass die Bibel Glaube und Buße nicht als Voraussetzung für die Taufe verlangt. Spurgeon war sich seines Sieges sicher, denn er konnte es sich nicht vorstellen, dass sein Vater und Großvater irren könnten. Jedoch konnte er keine Bestätigung finden. Eine Woche  später ging die Unterhaltung mit dem Geistlichen weiter: Weiterlesen

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Reden hinterm Pflug

Eine Illustration aus den Bildern des Pflüger Hans

Die Reden des Pflüger Hans (englischer Original-Titel: John Ploughman’s Talk), so nannte Spurgeon eine Sammlung an moralischen und ethischen Ermahnungen, die er für einfache Menschen verfasst hatte. In der Vorrede erklärt er:

Ich habe einige tüchtige Schläge gegen die Laster der großen Menge zu führen gesucht und diejenigen Alltagstugenden hervorgehoben, ohne die die Menschen in einem elenden, entwürdigenden Dasein verkommen müssen. Vieles, was arbeitenden Menschen gesagt werden muss, würde sich nicht gut für die Kanzel und für den Sonntag schicken. Dagegen dürften diese anspruchslosen Blätter wohl dazu dienen, Fleiß und Sparsamkeit an allen Wochentagen – zu Hause und am Arbeitsplatz – zu empfehlen. Wenn sich einige diesen Unterricht zu Herzen nehmen werden, so wird es mir nicht leid tun, mich dabei der Bilder aus dem Landleben bedient zu haben.

Den Namen Pflüger darf ich wohl zu Recht für mich in Anspruch nehmen. Hat doch jeder Prediger des Evangeliums seine Hand an den Pflug gelegt und ist es doch seine Aufgabe, das brache Feld umzupflügen und guten Samen auszustreuen. Dass ich in halb scherzhaftem Ton geschrieben habe, bedarf hoffentlich keiner Entschuldigung, wenn ich mir dadurch Gehör bei der großen Menge für gesunde sittliche Belehrung verschaffe. Ernst und langweilig sein ist gerade keine besondere Tugend. Weiterlesen

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Riesen und Dornen

Riesen sind schlimm – es ist einfach, darüber zu sprechen, wie man mit ihnen umgeht, solange sie meilenweit von uns entfernt sind – solange sie das Land eines anderen plündern. Aber es ist schon etwas anderes, wenn man feststellt, dass einer von der eigenen Türschwelle lauert. Ich kenne das. Ich habe etliche in meinem Vorgarten entdeckt…

Auf diese offene und herzliche Weise fängt der amerikanische Pastor Charles Swindoll sein kleines Büchlein an, das uns ermutigen soll, sich mit den Problemen des Lebens auseinander zu setzen. Wie der Titel es schon verrät, unterteilt der Autor diese Schwierigkeiten in zwei Gruppen: In Riesen und in Dornen.

Zu den Riesen zählen für ihn z.B. Angst, Bitterkeit, Lust, Leid und der weiteren mehr. Diese Themen werden in kurzen Abschnitten mit zahlreichen Beispielen vorgestellt.

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