Alle Artikel in der Kategorie “Erbauliches”

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Lane, Tripp: Beziehungen

3104_0Wenn jeder mal ehrlich zu sich selber ist, ist es doch so, dass wir unsere Beziehungen in unserem Leben nicht wirklich ernst nehmen und sie uns alle als selbstverständlich gelten, oder anders ausgedrückt, sie sind halt einfach da.

Mit diesem Buch ist mir ein ganz neues Licht aufgegangen und ich musste erkennen, dass Gott durch alle meine Beziehungen in meinem Leben wirkt. Ja auch durch die Vorgesetzten auf der Arbeit. Er hilft mir durch die Menschen auf der Arbeit aber auch durch die Menschen privat geistlich zu wachsen, sei es durch Probleme mit einigen oder auch durch Freude mit anderen.

Gott zieht es vor, uns mit Menschen zu umgeben, die anders sind als wir, weil er weiß, dass dies seine Absicht fördern wird.

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Die Sünde hat unsere Natur so umschlungen, wie die Riesenschlange ihr Opfer umklammert

Kennst du das? Da ist der eine Autor, und jeder redet von ihm, wie toll und großartig er sei. Wie geistlich seine Werke, wie gottesfürchtig sein Wandel. Doch frage ja nicht, wie viele Bücher der Lobende vom zu Lobenden gelesen hat. Meistens nur einige Zitate.

So erlebe ich das immer wieder mit Martin Luther. In höchsten Tönen wird die Leistung des großen Reformators gelobt, doch seine Werke kennt heute kaum einer. Ich glaube Jean Calvin trifft es noch härter. Wie viele „Calvinisten“ haben wohl Calvins Werke studiert?

Ich denke aber auch an einen dritten in dieser Reihe, nämlich an den Fürsten der Prediger, Charles Haddon Spurgeon. Der christliche Markt (auch deutschsprachig) ist relativ reichhaltig an Werken von Spurgeon, wie man auch dieser Bibliographie entnehmen kann. Jedoch scheint es guten Büchern meist  so zu gehen wie einer Familienbibel: Schön platziert im Regal, und regelmäßig abgestaubt, damit man nicht sieht, dass man das Buch kaum aufmacht.

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Buchvorstellung: Die Hungersnot

584312000Steven Lawson ist eine der wenigen, kostbaren Ausnahmen und gehört wohl mit Abstand zu meinen Lieblingspredigern. Ein Lehrer von mir sagte mal: ,,Er fängt bei 100 % an zu predigen und ab da geht es nur noch bergauf!“
Seine Bücher zu lesen ist ebenso interessant, wie ihm zuzuhören. Er ist so voller Leidenschaft, ein meisterhafter auslegender Prediger der Schrift, ein freundlicher Mensch! Wie John MacArthur im Vorwort dieses Buches schreibt, hat Lawson begriffen, dass der große Mangel der heutigen Kirche die sorgfältige Auslegung der Heiligen Schrift von der Kanzel aus ist.

In seinem Buch ,,Die Hungersnot“ macht Lawson klar, was die Gemeinden mehr denn je brauchen. Alles schreit nach Pastoren, die ihrer höchsten Berufung gerecht werden und Gottes Forderungen erfüllen – Pastoren, die ihrer Herde das ganze Wort Gottes predigen. Wir brauchen Männer Gottes, die sein Wort auf eine Weise auslegen, dass Seine Stimme gehört, Seine Herrlichkeit gesehen und Sein Wille befolgt wird. Das ist Auslegungspredigt, die wir heute so bitter nötig haben.

Die Hungersnot ist eine durch und durch biblisch orientierte Ausarbeitung über das Thema Predigt. Es ist eine großartige Übersicht über einige der wichtigsten und grundlegendsten Anweisungen, die die Bibel für Prediger bereithält.

Von meiner Seite aus kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen. Es macht sehr deutlich, was wir heute brauchen, und motiviert einen förmlich dazu, nach ,,auslegenden Predigten zu suchen“. Nach diesem Buch habe ich mehr denn je auf den Inhalt der Predigten geachtet. Nebenbei lernt man Vieles zu berücksichtigen, was einem davor nie aufgefallen wäre.

Manuel Klem

Titel: Die Hungersnot
Autor: Steven J. Lawson­
Sei­ten: 122
Ein­band: Paperback
Jahr: 2007
Ver­lag: Mitternachtsruf
ISBN: 978-3858103123
Preis: 8 EUR
erhält­lich bei: cbuch.de
Leseprobe: cbuch.de

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Bücher sind nicht zum Rotieren da, sondern zum Lesen.

Das Buch der Mitte von Vishal MangalwadiIch lese gerade mit vielen Aha-Effekten Das Buch der Mitte von dem Inder Vishal Mangalwadi. Es ist ein höchst informatives und gleichzeitig unterhaltsames Buch. Kapitel für Kapitel deckt Mangalwadi den Einfluss der Bibel auf die Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft und Bildung auf. Trotz der hecktischen Zeit fällt es mir schwer, das Buch zur Seite zu legen. Bei dem folgenden Abschnitt musste ich an die Leser von NIMM UND LIES denken. An uns, die wir Bücher lieben und lesen und sammeln.

Erlösung durch Rotation?

Dem Buchdruck und den Büchern gelang es deshalb nicht, meinen asiatischen Kontinent zu reformieren, weil unsere religiöse Denkweise das Denken aushebelte. Um das Jahr 823 n. Chr. besaßen die chinesischen Klöster bereits so viele Bücher, dass sie auf die Idee kamen, rotierende Bücherregale zu konstruieren. Gegen 836 erfand man in einem Kloster in Suchow im Osten Chinas sogar eine Bremse, um sie anzuhalten. In der Mitte des 12. Jh., als einige der europäischen Klöster und Klosterschulen aufblühten und daraus Universitäten entstanden, reiste der buddhistische Mönch Yeh Meng-te (gest. 1148) durch die Klöster und Tempel im Osten Chinas und berichtete: «In sechs bis sieben von zehn Tempeln kann man bei Tag und Nacht das Geräusch der rotierenden Regale vernehmen.»

 

Sollte dies den Mönchen ermöglichen, leichter an die Bücher zu kommen? Das würde bedeuten, dass diese Tempel Zentren eifrigster Forschung waren. Aber Professor Lynn White Jr., einer der größten Kenner der Frömmigkeit und des Technikfortschritts im Mittelalter, erläuterte, das Geräusch der drehbaren Regale sei keineswegs Zeichen großer Gelehrsamkeit gewesen. Vielmehr meditierten die Mönche zum Geräusch der unermüdlich rotierenden Bücherregale, in denen die heiligen Bücher standen. Die Weisheit, die diese Werke enthielten, interessierte sie nicht. Sie suchten «Erlösung durch Rotation der heiligen Schriften», weil Wörter für sie keine Bedeutung hatten. Ihre Absicht war es, durch sinnfreien Klang (mantra)zum Schweigen zu gelangen.

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Wissen vs. Glauben

Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum.

Dies kann ich wissen, auch kann ich mich mit allen historischen Einzelheiten der Auferstehung beschäftigen. Eine Harmonie der dazugehörigen Texte durchführen. Auch kann ich bekennen und wissen, dass Christus Gott ist (wenigstens dass was ich darunter verstehe, was ein Gott ist).  Dennoch kann es sein, dass ich gleichzeitig gar nicht daran glaube. Diese Dinge werden für mich nur zu einer Angelegenheit der Vernunft nicht aber zu einer Angelegenheit des Herzens. Weiterlesen

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Weisheit erfordert Arbeit

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wenn Gott gut ist, warum gibt es so viel Böses“, wer hat diese Fragen noch nicht aus dem Munde von Menschen dieser Welt gehört? Wahrlich ein Totschlag-Argument, geschickt eingesetzt pariert man alle weitere Fragen, und das Gewissen bleibt ungerührt. Dabei haben beide Fragen tatsächlich eine berechtigte Wichtigkeit. Dennoch ist das eigentlich schädliche, die Art und Weise wie diese Fragen gestellt werden.eBooks

Ich habe selten erlebt, dass die Fragen wirklich von suchenden Menschen gestellt wurden, sondern vielmehr von solchen, die die Antwort gar nicht interessiert, nach dem Motto: „Sag mir erst, wozu mein Leben da ist, aber du darfst nicht mehr als zwei Minuten dafür brauchen“. Ein wahrer Sucher würde auch Jahre in Kauf nehmen und die Wahrheit zu ergründen.

Tatsächlich gibt es auf schwere Fragen auch nur schwerwiegende Antworten. Einfach ist sie ja, die Antwort die den Sinn des Menschen erklärt. Jeder Katechismus proklamiert: „Der Sinn und Zweck des Menschen ist es, zur Ehre Gottes zu leben“. Aber tatsächlich ist jedem ernsthaften Christen klar, dass dieser Satz zwar schnell ausgesprochen ist, aber ein ganzes Leben benötigt wird, den Inhalt dieser Lehre zu Ergründen. Weiterlesen

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Warum wir das Lesen lieben

Diesen Artikel von Tim Challies habe ich übersetzt und veröffentliche ihn hier mit freundlicher Genehmigung.

Ich habe einen eifrigen Outdoor-Fan gesehen, einen Angler, der langsam vorbeizieht. Er kommt Morgen für Morgen, Tag für Tag, immer zur gleichen Zeit und immer zum gleichen Ort. Er wartet geduldig auf den Großen Fang, auf den schwierigen Treffer, den harten Kampf, der ihm einen Preis einbringen soll.

Ich angle nicht, aber ich lese – und ich sehe hier Ähnlichkeiten. Ein eifriger Leser nimmt ein Buch nach dem anderen, Tag für Tag, forscht und sucht aufmerksam nach den wenigen aber wichtigen Gedanken. Vierhundert Seiten – oder sogar achthundert – kosten nicht viel für einen wichtigen Gedanken. Man zahlt einen kleinen Preis für eine Erkenntnis, die zur Anwendung führt und zur Lebensveränderung.

Manchmal musst du eine Menge lesen, um einem wirklich wichtigen Gedanken zu begegnen. Einige Bücher enthalten nur Banalitäten; einige enthalten Gedanken, auf die du bereits vorher tausendmal gestoßen bist. Dann aber, endlich, findest du einen Gedanken, der es in sich hat. Das ist eine große Freude. Eine Belohnung.

Der Angler ist belohnt, wenn er endlich einen Fisch hat. Er macht ein Foto, wiegt ihn, bringt ihn nach Hause, hängt ihn auf und präsentiert ihn der ganzen Welt. Der Leser ist belohnt, wenn er endlich seinen Gedanken hat. Er nimmt diesen Gedanken, denkt darüber nach, redet darüber, wägt ihn ab, untersucht ihn und bezieht ihn in sein Leben ein.

So ist es kein Wunder, dass wir das Lesen lieben. Wir lesen, um eine Beute zu entdecken. Wir lesen, um zu lernen und um zu leben.

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Ein kleiner Unterricht, was man in den Evangelien suchen und erwarten soll

In letzter Zeit werden mir die Werke von Martin Luther immer wichtiger. Ich muss immer wieder staunen mit welcher Klarheit er das Evangelium erkannt hat. Mit großer Übersicht und reicher Sprache konnte er in einem dunklen Zeitalter das Licht des Evangeliums erkennen und auch anderen weitergeben. So auch in dieser kleinen Schrift, die als Einleitung zu einer Predigtsammlung, die er auf der Wartburg hielt, von Luther 1522 verfasst wurde. In dieser kurzen Einleitung (etwa 8 Seiten lang), sowie in den Predigten will Luther uns ermuntern, selbstsständig Gebrauch von der Heiligen Schrift zu machen. Wichtig ist es für ihn, klar zu machen, was mit dem Begriff „Evangelium“ gemeint ist:

Es ist eine feste Gewohnheit, dass man die Evangelien nach den Büchern zählt und nennt und sagt: Es gibt vier Evangelien. Daher ist’s gekommen, dass man nicht weiß, was Paulus und Petrus in ihren Briefen sagen, und dass ihre Lehre als Zusatz  zur Lehre der Evangelien angesehen wird (…). Danach ist es eine noch schlimmere Gewohnheit, dass man die Evangelien und die Briefe als Gesetzbücher ansieht, worin man lernen soll, was wir tun sollen, und worin uns die Werke Christi nicht anders denn als Vorbild vor Augen gestellt werden (…). Darum soll man wissen, dass es nur ein Evangelium gibt, dies aber durch viele Apostel beschrieben worden ist. Ein jeder Brief des Paulus und Petrus, dazu die Apostelgeschichte des Lukas ist ein Evangelium, auch wenn sie nicht alle Werke und Worte Christi erzählen, sondern das eine sie kürzer und weniger zahlreich als das andere enthält. Ist doch auch von den großen vier Evangelien keines, das alle Worte und Werke Christi enthält – ist auch nicht nötig. Evangelium ist und soll nichts anderes sein als eine Rede oder Geschichte von Christus.

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Reden hinterm Pflug

Eine Illustration aus den Bildern des Pflüger Hans

Die Reden des Pflüger Hans (englischer Original-Titel: John Ploughman’s Talk), so nannte Spurgeon eine Sammlung an moralischen und ethischen Ermahnungen, die er für einfache Menschen verfasst hatte. In der Vorrede erklärt er:

Ich habe einige tüchtige Schläge gegen die Laster der großen Menge zu führen gesucht und diejenigen Alltagstugenden hervorgehoben, ohne die die Menschen in einem elenden, entwürdigenden Dasein verkommen müssen. Vieles, was arbeitenden Menschen gesagt werden muss, würde sich nicht gut für die Kanzel und für den Sonntag schicken. Dagegen dürften diese anspruchslosen Blätter wohl dazu dienen, Fleiß und Sparsamkeit an allen Wochentagen – zu Hause und am Arbeitsplatz – zu empfehlen. Wenn sich einige diesen Unterricht zu Herzen nehmen werden, so wird es mir nicht leid tun, mich dabei der Bilder aus dem Landleben bedient zu haben.

Den Namen Pflüger darf ich wohl zu Recht für mich in Anspruch nehmen. Hat doch jeder Prediger des Evangeliums seine Hand an den Pflug gelegt und ist es doch seine Aufgabe, das brache Feld umzupflügen und guten Samen auszustreuen. Dass ich in halb scherzhaftem Ton geschrieben habe, bedarf hoffentlich keiner Entschuldigung, wenn ich mir dadurch Gehör bei der großen Menge für gesunde sittliche Belehrung verschaffe. Ernst und langweilig sein ist gerade keine besondere Tugend. Weiterlesen

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Riesen und Dornen

Riesen sind schlimm – es ist einfach, darüber zu sprechen, wie man mit ihnen umgeht, solange sie meilenweit von uns entfernt sind – solange sie das Land eines anderen plündern. Aber es ist schon etwas anderes, wenn man feststellt, dass einer von der eigenen Türschwelle lauert. Ich kenne das. Ich habe etliche in meinem Vorgarten entdeckt…

Auf diese offene und herzliche Weise fängt der amerikanische Pastor Charles Swindoll sein kleines Büchlein an, das uns ermutigen soll, sich mit den Problemen des Lebens auseinander zu setzen. Wie der Titel es schon verrät, unterteilt der Autor diese Schwierigkeiten in zwei Gruppen: In Riesen und in Dornen.

Zu den Riesen zählen für ihn z.B. Angst, Bitterkeit, Lust, Leid und der weiteren mehr. Diese Themen werden in kurzen Abschnitten mit zahlreichen Beispielen vorgestellt.

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