Alle Artikel von “Sergej Pauli”

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Devil in the Family – Der Fall Ruby Franke

Vor einigen Jahren zog die Verhaftung der bekannten „Erziehungsbloggerin“ Ruby Franke sogar die internationale Aufmerksamkeit auf sich. Die Aufnahme einer Überwachungskamera, die ihren zwölf Jahre alten Sohn dabei zeigt, wie er bei Nachbarn Hilfe holt, ist erschütternd. Zum Zeitpunkt er Verhaftung war es mir nicht möglich gewesen, weitere Hintergrundinformationen zu der Entwicklung dieser Frau, die von Youtube für den Muttertag als DIE Mutter überhaupt ausgewählt wurde, nachzuverfolgen. Denn mit der Verhaftung waren alle Blogs und Auftritte natürlich entsprechend weg.

Umso dankbarer bin ich für Die Dokumentation „Devil in the Family: The Fall of Ruby Franke“, die in Deutschland leider bisher nur via Disney-Plus zugänglich ist (soweit ich recherchieren konnte). Ein Trailer findet sich hier.

Diese dreiteilige, insgesamt etwa 2,5h lange Dokumentation ist überraschend gut gemacht und enthält einige lehrreiche, wenn auch schockierende Lektionen. Ruby fängt 2015 mit Ihrem Youtube-Channel „8 Passengers“ an, in dem sie das Leben ihrer 8 köpfigen Familie filmt. Schon den ersten Folgen des Vlogs ist eine gewisse Sehnsucht nach Perfektion anzumerken, eindrucksvoll ruft Ruby in die Kamera, dass das für sie „der Himmel auf Erden“ sei, für Ihre Familie in der Küche zu stehen. Jeder kennt die Anspannung in der Öffentlichkeit zu sein. Immer nur privat können wir niemals bleiben, und ich denke jeder ist schon einmal in die Falle gegangen, dass die Außenwirkung besser war, als „das Wahre und Persönliche“.

Entsprechend zeigen die veröffentlichten Folgen von 8 Passengers schon bald nur das, was die Familie zeigen möchte. Die Kinder machen zunächst begeistert mit, denn sie fühlen sich wie kleine Stars. Doch schon bald wird Ist die Kamera immer dabei, und als die Familie in ein neues Haus zieht, wird dieses mehr wie ein Studio hergerichtet. Eine Szene zeigt die Ankunft des Vaters von der Arbeit – immer ein kritischer Moment – ,man erkennt einen erschöpften Mann, der sich zu einem Lächeln für die Kamera zwingt.

Für die Mormonin Ruby wird diese Show immer mehr zur Mission. Sie sieht in ihrem Channel immer mehr eine Art Mission und Tränen stehen ihr im Gesicht, als sie einen jungen Mann trifft, der sich wegen Ihrem Channel der Kirche der Heiligen der Letzten Tage, anschließt.

Es scheint in R. Frankes Vlog zwei Umbrüche zu geben. Irgendwann, und dieser Moment ist nicht so ganz eindeutig in der Doku auszumachen, dominiert nicht mehr bloß die Darstellung des Familienalltags. Ruby fängt an, immer mehr über ihre zunehmend harschen Erziehungspraktiken zu reden. Zu einem Bruch mit den Followern kommt es, als sie in einem Video erzählt, dass der Älteste Sohn wegen unzufriedenstellenden Umgangs mit seinem Smartphone zu sieben Monate langem Schlafen auf dem Sitzkissen verdonnert wurde. Mit den Followern verschwinden auch die Einnahmen, die bis zu 100.000Dollar monatlich betrugen. Ruby sieht sich einer Woken Cancel-Kultur ausgeliefert und die Familie bekommt Kontakt mit der mormonischen „Seelsorgerin“ Jodi Hildebrandt. Sie macht erst mächtig Eindruck auf die Familie, sowohl der Ehemann wie auch der Sohn haben nun wöchentlich mit Ihr Online-Treffen, Ruby selbst wird schon bald Assistentin von J. Hildebrandt.

Nun überschlagen sich die Ereignisse. Es ist 2019-2020 mittein in Corona und sowohl für Fam. Franke wie für Jodi Hildebrandt ist klar: Die letzte Zeit ist vor der Tür. J. Hildebrandt interpretiert sich zunehmend als eine Prophetin dieser Zeit und wird begeistert von Ruby angefeuert, die sie nun immer mehr in ihre Familie lässt. Mit fatalen Folgen: Kevin, der Mann von Ruby wird zu einer Zwangstrennung verdonnert, die beiden ältesten Kinder dürfen keinen Kontakt mehr mit der Familie haben. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht Ruby vor allem Prepper-Videos.

Sie ist nun überzeugt, dass ihre jüngsten Kinder dämonisch besessen sind. Austreiben kann die Dämonen hier nur noch mehr Härte, so lässt sie die Kinder in der Sonne stehen, verschmiert Ihre Wunden mit Pfeffer, hält sie gefangen fest. Verhungert, verprügelt und mit letzter Kraft gelingt dem 12 Jährigen Sohn die Flucht – Jodi und Ruby werden verhaftet. Im Verlauf des Verfahrens bekennen sie sich schuldig und werden zu jeweils 30 Jahren Haft verurteilt.

An der Dokumentation wirken auch die zwei ältesten Kinder Rubys, Chad und Shary Franke, so wie ihr Mann Kevin Franke mit. Die Kinder erzählen sehr behutsam und vorsichtig, fast schon zu unkritisch von dem Verhalten Ihrer Eltern, aber das gibt einen umso zuverlässigeren Einblick in die vorgegangenen Situationen. Das Verhalten des Ehemanns Frankes wirkt aber verstörend, und ein Stück weit versucht er wohl seine Schuld reinzuwaschen, aber leider ist ein Großteil der Entwicklung dieser Familie nur möglich gewesen, weil er zu oft zu passiv war.

Die Dokumentation fesselt einen eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute. Sie ist ein guter Warnruf für jeden, der öffentlich, nicht nur mit Youtube-Beiträgen, sondern z.B. mit Blogs oder Instagram-Beiträgen aktiv ist. Gerade wenn man „seine Familie“ präsentiert, ist man schnell dabei, diese in einem gewünschten, statt tatsächlichen Licht zu sehen und zu präsentieren. Und schon bald fängt man an das verkaufte Bild selbst zu glauben und jede Abweichung von diesem Ideal wird zu einer großen Krise. Die Dokumentation bringt glaubhaft herüber, dass Franks Ansinnen zunächst wirklich ein gutes war, doch sie verliert sich letztlich in einem schrecklichen Albtraum. Jeder der öffentlich auch nur irgendetwas geäußert hat, wird um diesen Kampf wissen, sich „besser darzustellen, als die Realität ist“. Die Dokumentation zeigt dafür eine gut gewählte Szene (die auch im Trailer zu sehen ist). Die Mutter möchte eine glückliche Familie zeigen, doch der Sohn ist zermürbt. Also fordert sie ihn auf „zu faken, dass er glücklich ist“.

Auch wenn der Mormonismus ebenfalls eine Ursache dieser Entwicklung ist, was in der Dokumentation regelmäßig, aber leider nicht vertiefend genug, besprochen wird, sind die Parallelen zu allen Christlichen Lebensmodellen in denen Jesus zwar durchaus wichtiges Vorbild, aber eben kein Freund und Versöhner ist, deutlich. Überall sah diese Familie Dämonen, und fing an, diese zu bekämpfen, und merkte in all diesem Kampf nicht, dass sie dem Teufel schon längst Tür und Tor geöffnet haben. Die Parallelen hier zu einigen Gesprächen mit z.B. Pfingstlern waren beängstigend. Gleichzeitig besitzen sie eine geradezu krankhafte Gier nach Perfektion, und eigentlich nicht nur Fam. Franke, sondern der ganze Ort, getrieben von einer erbarmungslosen Leistungs-Theologie des Mormonismus.

Aber auch Ihr Kontakt mit einer Seelsorgerin, die zwar Paar-Therapie anbot, aber selber geschieden war, ist ein lehrreicher Aspekt. Seelsorge ist eine behutsame Sache und gehört nicht in die Hände von Spezialisten- geschweige den in die von selbsternannten Aposteln – , sondern in den geschützten Rahmen der Gemeinde. J. Hildebrandt hat übrigens ein vierstöckiges Herrenhaus ganz alleine bewohnt. Und trotz allem ihrem Wohlstand war sie eine Prepperin und besaß einen ganzen Keller voll Vorräte.

Die Dokumentation zeigt auch die zentralen Ratschläge Hildebrandts: Isolation und Trennung. Gemixt mit feministischen Ideen, wurden Paare, die sich von ihr beraten lassen haben, sehr bald zur Trennung ermutigt und zur Isolation von anderen. Seelsorge kann auch in evangelikalen Kreisen genau diesen gefährlichen Trend entwickeln: Isolation und Trennung. Umso beklagenswerter ist, dass obwohl ihr und Ruby das Handwerk gelegt wurde, sie letztlich ihr Ziel erreicht hat. Die Beziehung von Vater zu den Kindern und den Kindern untereinander ist nachhaltig gestört.

Diese Rahmenbedingungen: Die Sekte der Mormonen, durch manipulierte Seelsorge herangezüchtete Angst vor Dämonie, der Prepper-Wahn und der Perfektionismus der digitalen Selbstdarstellung waren das Gift aus dem die Zerstörungswut Ruby Frankes wuchs, die ihren Kindern beinahe das Leben gekostet hat. Für mich persönlich war vor allem der letzte Aspekt eine wichtige Mahnung ehrlicher und demütiger in der digitalen Welt aufzutreten (oder eben nicht aufzutreten). Es wäre viel besser, wenn diese Frau auch nicht ein Video gefilmt hätte, auch nicht einen Like bekommen hätte, auch nicht einen Follower gehabt hätte, und doch ihre Seele und ihre Familie gerettet hätte.

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Hörbuch und Dokumentation über Philipp Mickenbecker

(Sprachliche Anpassung vom 19.05.2025)

Langsam klingt der Hype um die Real Life Guys sicher ab, und wie so oft, bin ich ein paar Jahre hinterher. Dennoch finde ich, enthält die Geschichte Philipps – neben einigen kritischen Elementen, sehr viel Gutes Material. Zu Gute kommt, dass die Dokumentation „Philipp Mickenbecker – Real Life“ nahezu eine nahtlose Ergänzung des Hörbuchs /Buchs „Meine Real Life Story – Und die Sache mit Gott“ ist(Wir haben dieses Werk bereits einmal besprochen). Diese Biographie, – gelesen vom Autor selbst- , erschien noch in einer Zeit, in der Philipp den Krebs nun endgültig für überwunden hielt. Im Hörbuch schildert der Autor seine Kindheit, seine Bekehrung, seine erste (und zweite Krebsdiagnose) und auch den Unglücksfall seiner Schwester. Immer wieder war bewegt, wie differenziert Philipp in diesem jungen Alter über Themen wie „Willen Gottes erkennen“, „individuelle Freiheit“, „Gebrauch und Umgang medizinischer Hilfe“, „Tod“, „Zweifel“ schreiben konnte. Die apologetische Stärke der Biographie ist mir erst langsam aufgegangen, was die Geschichte zu einem wertvollen missionarischen Instrument macht.

Die Dokumentation beschreibt in gewisser Weise die Geschichte Philipps weiter. Sie fängt mit dem Flugzeug-Absturz der Schwester an und wie dieses Ereignis Philipps geistliches Leben verändert hat. Grob lässt sich die Dokumentation (Achtung Spoiler) wohl in drei Teile teilen. Das erste drittel zeigt einige mediale Auswirkungen vom Schicksal Philipps auf, die ihm durch die große Reichweite seiner Channels ermöglichten in den unterschiedlichsten Sendungen seinen Glauben zu bekennen. Auch herausfordernden Fragen begegnete Philipp mit sowohl Verständnis wie Klarheit – Beides für das Alter sehr unerwartet und überraschend reif.

Das zweite Drittel beschreibt den Aufenthalt der Real Life Guys in der dominikanischen Republik, es ist Philipps letzte Unternehmung. Sein Krebs entwickelte sich hier bereits zu einer offenen Wunde, in die sich nun während dem Inselaufenthalt Maden einnisten.

Das letzte Drittel der Doku zeigt den Kampf gegen den Krebs, der langsam verloren wird. Man erlebt ein langsames Dahinsiechen, ja auch die letzten Tage und Stunden ,und dass inmitten von Corona! Schon einige Male konnte ich diese „gelbe alte“ Haut von Krebskranken persönlich miterleben, und hier sah ich sie am Leib des ansonsten sportlichen jungen Mannes wieder. Auch die Ärzte geben ihm keine Hoffnung mehr – äußerst loyal hält die Freundesgruppe in dieser Zeit zusammen und sie verbringen viel Zeit im Singen, Bibellesen und Gebet. Besonders eindrücklich ist das Gespräch zwischen Samuel Koch und Philipp wenige Stunden vor seinem Tod. Aber auch als Philipp Freunden und Eltern bekennen kann, dass er seinen Frieden mit Gott hat und seine Mutter erwidern kann, „wir auch“ das fand ich wirklich tröstlich. Kaum ist Philipp verstorben bewegt das einen seiner Guys das Christentum anzunehmen.

Eindrucksvoll endet die Dokumentation mit den in den Himmel aufsteigenden Ballons auf der Beerdigung Philipps (der natürlich, wie auch anders, in einer Badewanne beerdigt wurde) und während die Kamera langsam in den Himmel blickt, erscheint der Schriftzug „Real Life“. Das echte Leben erwartet den Christen erst noch!

Obwohl ich verstehe, dass der Lebensstil der Real Life Guys nicht jedermanns Sache ist, und einiges im Verhalten der Guys gelegentlich irritierend ist, lässt sich das klare Zeugnis von Philipp dadurch keinesfalls schmälern. Sein Zeugnis nur deswegen abzulehnen weil er aus keiner Friedensstimme- oder mennonitischen Gemeinde stammt, ist wirklich ein Armutszeugnis. Es ist auch ungerecht an einen, der schon mit 23 Jahren verstirbt, die gleichen Erwartungen zu stellen wie an einen 40-Jährigen. Diese Nachsicht mit der Jugend vermisse ich nahezu vollständig an allen Kritiken, die so durch den „Buschfunk“ gehen. Das schreibe ich nicht, weil ich Hoffnung hege, irgendwelche Kritiker zu irgendwas überzeugen, sondern weil ich die Wahrheit liebe.

Als Familie empfanden wir sowohl Hörbuch wie auch Dokumentation als eine große Ermutigung. Gerade in der letzten Zeit, in der das Leben unserer jüngsten immer wieder am seidenen Faden hing und das Thema „Medizin“ so unfassbar nah an einen trat, war diese Ausrichtung auf „das Real Life“ im Himmel ein großer Trost.

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Neues und Altes für die Ohren

Gelegentlich ist es gar nicht mehr so einfach gutes Hörmaterial ausfindig zu machen. In letzter Zeit habe ich mich schwer getan ansprechendes und „wirksames“ für unsere Kids aufindig zu machen. Dennoch gab es den ein oder anderen Glückgriff, den ich hier vorstellen möchte:

Um mit „Neuem“ anzufangen: Ganz druckfrisch aus der CD-Presse findet sich der 2 Teil der „Schwestern von Sea View“ von Julie Klassen in einer gelungenen Lesung von Sabine Schmitt. Ich überwand mich einige Stellen mit meiner Tochter anzuhören. Ansonsten dürfte es es eher für junge Damen ein ansprechendes Hörbuch sein.

In diesem Zusammenhang muss „Liebe wächst wie ein Baum“ erwähnt werden. Erst durch die szenische Lesung von SCM/ERF ist mir die tiefe und Zärtlichkeit dieser Geschichte aufgegangen, bzw. J. Oke als geschickte Schriftstellerin. Seit diesem Hörbuch bin ich ein großer Fan des Buches geworden.

Bei der Suche nach weiteren ERF-Hörbüchern dieser Qualität entdeckte ich außerdem „Tewje, der Milchmann“ von Scholem Alejchem. Ein unfassbar ehrliches Buch über das jüdische Leben im Südwesesten Russlands, dass seinen Humor und Optimismus nicht verliert.

„Der Junge mit dem Cowboyhut“ – über dieses Werk habe ich schon einiges gute gehört, bin aber erst jetzt dazugekommen es (zum großen Teil) mit den Kindern anzuhören, und die geradlinige Erzählweise hat mir genauso zugesagt, wie die nahbaren Personen des Werkes: Die Protagonisten werden kindsgerecht und doch mit ihren Schwächen und Stärken geschildert.

Reiner Unglaub wird als Sprecher selbst von Hörbibeln geschätzt. Wir schätzten ihn als den Sprecher von „Das Wirtshaus im Spessart“ kennen. Er liest diesen Märchenzyklus von Wilhelm Hauff mit einer ergreifenden Klarheit.

Wenn wir schon bei ergreifenden Sprechern sind: Die Bearbeitung der Wilhelm-Tell-Legende von Schiller durch Barbara Kindermann ist super gut gelungen und von Otto Sander einfach eindrucksvoll und berührend vorgelesen. Ich habe diese Geschichte gleich zwei mal durchgelesen. Da finden sich so viele interessante Aspekte zum Weitererzählung und Besprechen mit den Kindern… (Man müsste es, dass muss ich gestehen, nur häufiger machen). Anmerkung: Dieses Hörbuch lässt sich nicht mehr auf Audible erwerben.

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Logos Unchained – Ein Testbericht über Logos Pro

Wenn ich auch bei meiner zweiten Rezension über die Bibelsoftware Logos eine Anspielung an die Pop-Kultur wähle, dann auch, weil Logos mittlerweile ebenfalls ein Teil der Pop-Kultur ist, zumindest für jeden, der „populär“ die Bibel erforschen möchte. Populär meint hier, flexibel auf den unterschiedlichsten Geräten, ob Mobilgerät, Desktop-PC oder Browser-Anwendung und Populär meint auch die dadurch entstehende „zeitliche Flexibilität“. Populär meint auch den Zugriff auf „religiöses Big Data“.

Als nun langjähriger Logos-Nutzer freue ich mich, dass Logos viele Schritte in die richtige Richtung unternommen hat. Den neuen Trend mit dem Abo halte ich aber für mindestens verfrüht. Ich berichte.

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Trostworte aus „Ich bin der Herr dein Arzt“ über die Wahl des Kreuzes.

Wenn einem Nachts das Fieber befällt, greift man zu Ibuprofen, bei anhaltendem Husten zur Thymian-Salbe und bei Schlaflosigkeit zu einem Baldrian Tee. Es gibt Situationen, da tut Medizin gut, ja wahre Wunder. Das erlebt man auch an tröstlichen Büchern. Man sollte sich angewöhnen, die gleiche „ich greife zum Medikament“-Mentalität in geistlichen Krisen/Krankheiten/Schwächen zu entwickeln. Ein Buch zu dem ich während geistlicher Unpässlichkeit greife, ist „Ich bin der Herr den Arzt“ von C.H. Spurgeon. Die Tage habe ich wieder einige Seiten daraus gelesen. Das kurze Werk enthält kurze Lektionen, die häufig nur eine halbe bis höchstens 2 Seiten lang sind. Einzige Ausnahme ist das einleitende Kapitel „Die Wahl des Kreuzes“, das blickt ein bisschen tiefer, theologischer auf die Frage des Leids. Hier finden sich viele wertvolle Gedanken, gleich vom ersten Bissen entfaltet diese Medizin ihre Wirkung, ich zitiere vom Beginn des Werkes, über die Wahl des Kreuzes.:

Weiterlesen: Trostworte aus „Ich bin der Herr dein Arzt“ über die Wahl des Kreuzes.

„Alle Kinder Gottes werden gezüchtigt; aber nur selten dürfen sie wie David die Rute auswählen, aus einer Anzahl von Trübsalen die leichteste aussuchen. Gewöhnlich erscheint uns gerade das Kreuz, das uns auferlegt ist, als das schwerste. »Ich weiß wohl«, heißt es, »dass wir Trübsal haben müssen, aber mein gegenwärtiges Leiden ist das schwerste, das mich treffen konnte. Jedes andere Kreuz könnte ich leichter tragen.«

Der eine sagt: »Ach, körperliche Schmerzen wollte ich gerne ertragen.« Der andere meint: »Na ja, arm wollte ich gerne sein, wenn ich nur gesund wäre!« Der Dritte erklärt: »Spott und Verfolgung von den Gottlosen wollte ich mir gerne gefallen lassen, aber Armut ist doch zu schwer zu ertragen.« Und so weiter. Der Herr aber hat alles für jeden geordnet. Wir sind nicht die Herren, sondern die Knechte in seinem Haus und haben nur zu gehorchen.

Aber stelle dir einmal vor, du dürftest wählen! Du würdest dann die Wahrheit des Sprichworts erfahren: »Wer die Wahl hat, hat die Qual.« Wählst du körperliche Krankheit? Sag nicht so schnell: »Ja!« Ich weiß, was Krankheit ist, und auch, wie unerträglich sie sein kann. Dann etwa Armut? Mancher weiß ein Lied von ihr zu singen, und zwar kein frohes. Es ist ganz gewiss kein Vergnügen, abends nicht zu wissen, woher am folgenden Morgen das Geld für Nahrung und Kleidung kommen soll, und von wohltätigen Spenden abhängig zu sein. Oder wählst du Schmach und Verleumdung? Die können sogar einem starken Mann das Herz brechen. Oder soll es etwa der Verlust deiner Lieben sein? Möchtest du wirklich, dass der Gefährte oder die Gefährtin deines Lebens dir genommen wird oder dass dir ein Kind vom Herzen gerissen wird?

Wenn du die Wahl unter all diesen Kreuzen hättest, ginge es dir wohl wie den Eltern, die aufgefordert wurden, eines ihrer zehn Kinder einem an­deren zu überlassen. Das erste Kind konnten sie nicht hergeben, denn es war der Stammhalter; das zweite nicht, weil es ein sehr zartes Mädchen war; das dritte war seiner Mutter Ebenbild und das vierte war ganz besonders lieb. Und so ging es fort bis zum Nesthäkchen, das noch an der Brust seiner Mutter lag und das man ihr natürlich gar nicht nehmen konnte. So hätten auch wir gegen jedes Kreuz einen besonderen Einwand, und die Wahl des Kreuzes allein wäre schon »ein schweres Kreuz«.

Dazu würden wir uns wahrscheinlich ein schlimmeres Kreuz wählen als das, was wir schon tragen müssen. Unser erstes Gefühl wäre: Wir müssen unser bisheriges Kreuz loswerden; wir sind dieses Kreuz leid, und wir meinen, jede Veränderung werde auch eine Verbesserung sein. Wir sehen, wie unser Freund unter seinem Kreuz so fröhlich ist, und wünschen uns an seine Stelle. Aber glaube mir: Gott hat die Last deinem Rücken und deinen Rücken der Last angepasst, und ein Vertauschen der Last brächte für dich und deinen Freund nur Nachteile.“

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„Buch vom Glauben, von der Hoffnung und von der Liebe“ von Augustinus von Hippo

Manche Titel der Kirchenväter-Bücher tragen schon echt coole Titel, das „Enchiridion“ (= Handbüchlein), wie das „Buch vom Glauben, .von der Hoffnung und von der Liebe auch genannt wird“ hat definitiv einen spannenden Titel. Wie man erwarten darf, findet sich das Buch bei der Bibliothek der Kirchenväter.

Ich habe zu dem Buch aus zwei Antrieben heraus gegriffen: Zum Einen wollte ich wissen, was eigentlich die Definition von Hoffnung ist. Hoffnung ist ein Begriff, der mir noch weniger „greifbarer“ erscheint als Glaube. Irgendwie klingen versuchte Definitionen von Hoffnung nach Glaube (und teilweise auch umgekehrt).

Außerdem wollte ich wissen, ob es zu dieser Dreiteilung von Glaube, Hoffnung und Liebe weitergehende Betrachtungen gibt: Also fassen diese drei „Oberbegriffe“ alle Tugenden mit ein, in etwa dieser Art: Glaube die Tugenden in Richtung Gott (wie z.B. Treue, Vertrauen), Hoffnung die Tugenden zu sich selbst (wie z.B. Geduld, Ausharren) und Liebe die Tugenden zu den Mitmenschen (und somit auch Langmut, Sanftmut, Güte usw..).

Für diese zweite Frage fand ich in diesem Werk von Augustinus keine Antwort, auf die erste immerhin teilweise. Augustinus geht auf die Frage nach dem Unterschied von Glaube und Hoffen in Kapitel 2 dieses Werkes ein. Während man sowohl Böses wie Gutes glaubt, Vergangenes, wie Zukünftiges, blickt die Hoffnung nur auf die Zukunft und „zwar nur zu solchen Gütern, die den angehen, der die Hoffnung auf sie hegt“.

Dennoch war die Lektüre dieses mittellangen Werkes alles andere als enttäuschend. Es findet sich eine Besprechung des Glaubensbekenntnisses darin, dass Augustinus als Zusammenfassung aller christlichen Tugenden wertet. Die Exkurse, die Augustinus dabei zieht, waren teilweise sehr aufschlussreich, z.B. als er darüber nachdenkt, ob Notlügen zulässig sind (Kapitel 6, Augustinus lehnt diese Möglichkeit kategorisch ab).

Typisch Augustinus ist dabei, dass er diese Fragen oft von verschiedensten Perspektiven betrachtet. In Kapitel 7 entwickelt er seine Frage weiter: Man kann sich positiv irren und negativ nicht irren. Kann ein Irrtum etwas gutes bewirken, ja auch in guter Absicht entstanden sein, während eine Lüge, die zufälligerweise die Wahrheit trifft, weiterhin eine Lüge bleibt. Ein sehr spannendes Kapitel.

Augustinus spinnt den Faden weiter und landet bei einem Thema, dass man bei Augustinus regelmäßig trifft: Das Zusammenspiel von Gnade und freier Wille. Gerade in diesem Buch entwickelt er eine differenzierte Betrachtung darüber, wie der Wille des Menschen im Zustand im Paradies ist, wie er im Gefallenen und wie er im erlösten Zustand ist (Vergleiche auch diese Aufstellung in diesem Artikel).

Sehr spannend war die Besprechung des Sühnetods Christi (Kapitel. 13). Sehr gründlich stellt Augustinus zwei Möglichkeiten, zwei Wege, zwei Zustände dar: Entweder in Christus oder in Adam. Leider entwickelt sich hier der Faden in teils seltsame Wege. Der Zustand „in Christus“ kann nach Augustinus nur durch die Wiedergeburt der Taufe erreicht werden, ein Grund für ihn über die Notwendigkeit der Säuglingstaufe nachzudenken – dass er das tut deute ich derweil so, dass die Säuglingstaufe um das Jahr 400 noch vehement verteidigt und begründet werden musste. Während Augustinus in Kapitel 18 noch sehr vorsichtig von der Möglichkeit eines Fegefeuers spricht, klingt er in Kapitel 29 ganz anders: Hier spekuliert er, dass gute Taten der Nachkommen das Fegefeuer erträglicher machen können. Das sind so „Katholizismen“ des Buches, die aber kirchenhistorisch für die Entwicklungsgeschichte solcher Themen sehr interessant zu lesen sind. Sehr interessant ist auch wie kritisch Augustinus ehelichen Verkehr wertet (Kapitel 21). es ist im besten Fall eine durch den Apostel tolerierte Sünde.

Das Buch enthält viele interessante historische Details, z.B. die Erwähnung eines siamesischen Zwillings (Kap. 23) oder die Besprechung der Frage, ab wann eigentlich das Leben beginnt (gleiches Kapitel). Augustinus bespricht diese Fragen im Kontext von „der Auferstehung des Fleisches“. Ein starkes Kapitel, wie auch die gründliche Betrachtung der Buße in den Kapiteln 19-22. Leser, die mit Fragen nach dem Monergismus ringen, werden Kap. 27 IN wiefern heißt es 1. Tim 2,4: „Gott will, dass alle Menschen selig werden?“ interessant finden. Über weite Strecken ist das Buch von hervorragender Auslegungskraft, so werden Quellenunterschiede genauso besprochen, wie Wortstudien, Auslegungsweisen, wobei Augustinus gelegentlich über die Strenge schießt und stellenweise an Tertullians Dialektik erinnert. – Üblicherweise ist er aber ein ausgewogener und vorsichtiger Ausleger der Schrift.

Eigentlich hat man diesen Effekt bei Augustinus regelmäßig: Er klingt so oft sowohl völlig katholisch, während er noch eine Seite so radikal evangelisch klang. Mir geht es als Leser aber so, dass die radikale Zuwendung zum Evangelium und zur Gnade ein großer Trost und eine große Ermutigung wird, während der Katholizismus weiterhin ein Fremdobjekt bleibt.

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Gibt es das Ganze ohne seine Teile?

Gelegentlich erreicht das, was gut gemeint ist, den gegenteiligen Effekt. Der Aufruf „den roten Faden“ der ganzen biblischen Erzählung zu erkennen ist häufig, und kommt z.B. bei Kinderbibeln vor. Als Beispiel wählen wir „Die größte Geschichte“ von DeYoung, über die Randy Alcorn schreibt: „»Viele Kinderbibeln bieten Perlen ohne eine Schnur an. Dieses Buch fädelt die Perlen auf eine Schnur – und zwar die richtige“. Der Gedanke ist wie gesagt zunächst zu begrüßen: Man kann die Lebensläufe von Abraham, Isaak, Joseph und Mose kennen, ohne die Botschaft des Evangeliums in all diesen Geschichten zu hören oder wahrzunehmen.

Und doch scheint es mir, dass der Ansatz, nun „die eigentliche Geschichte“ zu erzählen, nicht dazu führen wird, dass die Kenntnis der Bibel (und ihrer Kernbotschaft!) in unserem Umfeld zunehmen wird. Mir ist das beim Hören einer Folge von „Help Me Teach the bible“ klar geworden, als N. Guthrie den Theologen Graeme Goldsworthy interviewt hat. Dieser ist bekannt für sein Bemühen, einige Werke über Biblische Theologie veröffentlicht zu haben. Relativ zu Beginn des Interviews sprechen Goldsworthy und Guthrie ungewöhnlich kritisch darüber, wie „schlecht ausgebildetes“ Personal in der Sonntagsschule dazu geführt hat, dass zwar jeder die vielen biblischen Geschichten kannte, niemand aber auf den Roten Faden in diesen Geschichten hinwies, auf den „bibles basic plot“.

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Was für eine Demokratie ist das?

Dieses Jahr empfinde ich die Aufrufe „das Richtige zu wählen“ als besonders zahlreich. Die Buchhandlung-Kette und die Unfallversicherung rufen dich auf, etwas Vielfältiges zu wählen, das Unternehmen etwas Bewährtes und manch ein Konservativer die Alternative. Geh wählen, ist der Tenor, aber wähle doch das Richtige! Insbesondere die Huldigung der Intellektuellen Elite des Landes vor den Grünen ist dabei, ehrlich gesagt, sowohl besonders aufdringlich, wie verwirrend.

Dieser soziale Druck das Kreuzchen „an die richtige Stelle zu setzen“ rief in mir die Erinnerung an ein Werk wach, dass ich bereits vor einiger Zeit gelesen habe.

Es handelt sich um „Persisches Feuer“, eines der Früheren Werke des Historikers und Autoren Tom Holland, der vor einiger Zeit zum Christentum konvertierte. Wie der Titel erahnen lässt, handelt das Buch vom Persischen Reich. Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich mir hilfreiche Hintergrundinformationen zur Umwelt des Alten Testaments versprach, die sich im Buch aber nur spärlich finden. Ein Grund mögen hier auch auf die wenigen (zuverlässigen) Quellen sein, auf die Holland zurückgreifen kann. Insgesamt zeichnet das Buch die Zeit des persischen Reiches von Kyros bis Xerxes auf, doch in diesem Artikel wollte ich auf das Kapitel 4, dass den knappen Titel „Athen“ trägt aufmerksam machen.

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Martin Luther King – Vorkämpfer für Frieden und Menschenwürde

Mit zwei Freunden versuchen wir gelegentlich historische Texte zu lesen und haben uns den Brief von Martin Luther King aus dem Gefängnis in Birmingham vorgenommen. Dafür das King den Brief auf Zeitungsresten und Papierfetzen mitten aus seiner unwürdigen Zelle geschrieben hat, entstand ein wirklich mächtiges und hilfreiches Dokument. Auf der Suche nach einer deutschen Übersetzung dieses Briefes bin ich auf ein Band aus der Reihe „Zeugen des gegenwärtigen Gottes“ gestoßen (Und dabei entdeckt, das Sermon-Online eine ganze Menge Bände dieser super Reihe zum Download anbietet)

Die Beschäftigung mit dem Gewaltlosen Widerstand, den Martin Luther King mit den Gemeinden der Schwarzen praktiziert hat, ist eine Ermutigung in vielerlei Hinsicht. Da kommt ein junger Pfarrer von dem Theologiestudium und ist gewappnet das Gelernte, mit dem er sich intensiv auseinandergesetzt hat, ziemlich schnell in die Praxis umzusetzen. 1955 weigert sich die farbige Näherin Rosa Parks beim Busfahren sich weiterhin der Rassentrennung (Segregation) zu fügen und hinten Platz zu nehmen. Nun folgt ein ganzes Jahr harter Kampf gegen die Segregation, der vor allem von den Kirchen getragen wird. Die Schwarzen währenddessen nutzen keine Omnibusfahrten mehr und unterstützen sich entweder gegenseitig mit Fahrdiensten oder gehen zu Fuß. Nun versucht die Stadt alles mögliche, um die Menschen zum Busfahren zu bewegen, oder wohl eher zu zwingen. Privater Fahrten werden als Steuerhinterziehung gebrandmarkt, Fahrende werden für „Geschwindigkeitsüberschreitung“ verhaftet. Dabei stehen gerade die Pastoren gewaltig unter Druck, und in Kings Haus wird regelmäßig eine Bombe (!) platziert. Als man die Verursacher der Terroranschläge fängt, werden sie von den Geschworenen freigesprochen!

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Der Optimismus der Kirchenväter könnte ansteckend werden…

Wenn man erst einmal herausgefunden hat, welche der vielen Kirchenväter erbaulich – und vielleicht nicht nur das, sondern auch verständlich und aktuell zu lesen sind, wird man sicher irgendwann auch bei der Kirchengeschichte von Eusebius von Cäsarea landen (Historia Ecclesiastica). Kaum habe ich dieses umfangreiche Werk angefangen zu lesen, ergab ich mich den Selbstvorwürfen, warum ich das so spät getan habe. (Das Werk gibt es kostenfrei bei der BKV).

Die Kirchengeschichte überrascht den Leser gleich zu Begin: Womit fängt die Kirche an? Mit Christus. Und somit fängt das Buch auch mit der Beleuchtung Christi an, seiner Gottheit, seiner Menschwerdung, seiner Ankündigung als Messias im Alten Testament (und Eusebius zitiert entsprechend meist gründlich aber immer sehr ausführlich aus der Schrift) und landet so bei dem spannenden Thema, warum sich Christus so spät in der Menschheitsgeschichte offenbart hat.

Gerade hier überrascht Eusebius uns mit einer positiven Haltung – ja die ist so positiv optimistisch, dass sich sogar die Herausgeber der von der BKV zur Verfügung gestellten Version zu einer korrigierenden Anmerkung hinreißen lassen, dass nämlich Eusebius die Folgen des Gesetzes Mose falsch deute: „Nach Eusebius und vielen christlichen Lehrern bewirkte das mosaische Gesetz sittliche Besserung. Anders und tiefer urteilte der hl. Paulus im Römer- und Galaterbriefe. Nach ihm fiel das jüdische Volk durch das Gesetz des Moses erst recht in Sündenelend, so daß es keinen Grund hatte, sich gegenüber den sittlich verkommenen Heiden mit dem Gesetze zu brüsten.“ (S. 6) – Eine derart protestantisch klingende Anmerkung katholischer Herausgeber überrascht in der Tat!

Aber was war es, dass die Herausgeber so aufgewühlt hat? Blicken wir näher auf Eusebius‘ Aussage, müssen wir feststellen, dass man diese Anmerkung nur treffen konnte, wenn man Eusebius missversteht. Ich muss ihn direkt sprechen lassen und zitiere deswegen ausführlich (mit Sternchen ist dabei die Stelle gekennzeichnet, an der die Herausgeber ihren Kommentar einfügen).

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