Wir wurden mehrfach gebeten, die Spurensuche, das Videoprogramm des Kinderlesebunds zu besprechen. Diesem möchte ich hiermit nachkommen. Zunächst die Punkte, die unbedingt positiv hervorgehoben werden müssen:
Nach einer kostenlosen Registrierung bekommt man Zugang zu mittlerweile weit mehr als 30 abendfüllenden Filmen.Diese bestechen durch hervorragende Qualität, aber auch durch die durchgängig hochwertige Moderation. Vor allem ist es eine Wohltat für die Ohren, einen Tierfilm anzuschauen, in dem nicht jeder zweite Satz mit „Die Evolution hat XX in XX Millionen Jahren entwickelt.“ „Die Natur hat sich dabei etwas gedacht…“ Wie macht doch dieser grausig unaufrichtige Naturalismus die ansonsten hohe Qualität von z.b. den Dokumentationen der BBC zunichte. Wirklich, wenn ich von Wohltat spreche, dann meine ich es so: Ich liebe es, die Wunder in der Natur und Schöpfung Gottes zu betrachten. Eine Doku, die mit „Am Anfang war das Wort“ anfängt, hat sich einfach schon einen Pluspunkt extra verdient.
Man muss dabei im Blick haben, dass die Leute das alles ehrenamtlich machen und unglaublich viel Zeit, Mühe, Geduld und Arbeit reinstecken. Was dann ensteht, ist ein 50-minutiges Video, im Stile einer Kinderstunde , in dem etwa die Hälfte einer Bibelarbeit und die andere Hälfte der Tierdokumentation gewidmet ist. Einige der Dokus (z.B. die über die Buckelwale und über die Sandkugelkrebse) wurden gar vollständig in Eigenregie erstellt. Ich kann nur spekulieren, wie viel Zeit so etwas erfordert und kann diesen Einsatz nicht genug würdigen, der ja gerade in der Corona-Zeit äußerst gelegen kommt. Weiterlesen
Wer hat nicht schon mal dieses Bild gehört, wenn man von der Dreieinigkeit spricht: Diese könne man mit Wasser vergleichen, da dieses ebenfalls drei Formen (fest, flüssig, gasförmig) annimmt. Obwohl ich lieber eine schlechte Analogie für die Dreieinigkeit begrüssen würde, als vollständiges Schweigen darüber, fallen die Schwächen dieses Models schnell ins Auge: In der Dreieinigkeit sind Vater, Sohn und Heiliger Geist immer gleichzeitig gegenwärtig und erfreuen sich an der Gegenseitigen Gemeinschaft. Alle sind zudem gleicherweise Gott, ohne Abstriche an der „Göttlichkeit“. Dabei ist das Wasser-Model eines, dass in der Kirchengeschichte schon einmal diskutiert und von der Kirche verdammt wurde, nämlich dass des Modalismus: Gott ist immer einer, der unterschiedliche Formen annimmt: Im AT wäre es der Vater in den Evangelium Jesus der Sohn und nun im Leben der Gläubigen der Heilige Geist. Modalismus , aber auch der Doketismus (der lehrt, dass Jesu Menschlichkeit nur eine Scheinbare sei) sind Beispiele für irrige Lehrmeinungen, die auch bis heute allzu schnell in unser Denken und Sprechen über die biblischen Wahrheiten hineinschleichen.
Philipp Mickenbecker ist 23 Jahre alt; mit seinem Bruder Johannes und Freunden betreib
Zu Weihnachten haben wir dieses Andachtsbuch von John Piper geschenkt bekommen und hatten nun Zeit zum anlesen. Das Buch, das der Autor für seine Adoptivtochter Talitha geschrieben hat, unterscheidet sich wahrscheinlich vor allem durch die Länge der „Artikel“ von anderen Andachtsbüchern. Die einzelnen Beiträge sind meistens drei Seiten lang, womöglich zu lang, um den Text als kurzen Andachtstext am Morgen zu lesen. Dafür sind es auch „nur“ insgesamt 140 gewählte Texte. Man steht also nicht unter Druck, jeden Tag einen Artikel zu lesen. Im Grunde fühlt es sich an, als würde man Blog-Artikel von DesiringGod lesen. Entsprechend bunt ist auch die Bandbreite der Artikel angelegt. Die Artikel reichen von „Gedanken nach dem 11. 09.2001“, über „Gebetsanliegen von Pastoren“, bis zu Lektionen, die Piper aus dem Leben vergangener Christengenerationen zieht, wie Brainerd, Simeon, und bei Piper wohl fast obligatorisch, Jonathan Edwards. In den meisten Artikeln jedoch zieht uns der Autor in die Neuentdeckungen seiner persönlichen Bibellese hinein. Vor allem wenn er über weniger beachtete Verse schreibt, wie z.B. Hi. 5,8-10 (Staunen über das Wunder von Regen) oder Spr. 22,13 (zu welchen Ausreden die Faulheit kommt), wird das Buch besonders wertvoll. Obwohl manchmal seine Textbetrachtungen manchmal etwas Tiefgang vermissen lassen und andere Artikel sich nicht so ohne Weiteres in den europäischen Kontext zu übertragen sein dürften, ist dieses Werk eine willkommene Erweiterung in unserer Sammlung der Andachtsbücher. Viele Artikel haben zu weiteren Gesprächen am Tisch angerecht und das Gebet bereichert. Beides dürfte ja genau das sein, was man von einem Andachtsbuch erwartet.
Rezension Hansjürg Stückelberger: Demokratie, Freiheit und christliche Werte: Liebe heilt die Gesellschaft
Ein Buch von Singles für Singles über das Leben als eine Tochter des Allerhöchsten. So könnte man das Buch kurz beschreiben.
Weihnachten ist längst nicht mehr nur ein christliches Fest – es ist auch ein säkularer Feiertag: Je nach Glaubensüberzeugung feiern die einen die Geburt Jesu Christi, die anderen das Fest der Liebe, des Friedens und der Familie. Man kann Weihnachten in der säkularen Gesellschaft ohne Gottesdienst, ohne christliche Lieder und ohne Christus feiern. Mit dieser Beobachtung beginnt Timothy Keller sein Buch 