Sinclair B. Ferguson ist wahrscheinlich so etwas wie ein Universal-Theologe, sein Werk umfasst Kommentare (Jakobus-Brief, Markus-Evangelium), dogmatische Werke (The Holy Spirit in der CoCT-Reihe, The Christian Life, eine Einführung in Dogmatik), historisch-theologische Studien (The Whole Christ, Ein Werk, dass die Marrow-Kontroverse analysiert). Der Schotte ist Mitherausgeber eines theologischen Lexikons, Dozent am Westminster Theological Seminary und reger Prediger (auf sermonaudio.com finden sich immerhin über 680 Predigten von ihm, wenn man bereit ist, sich auf den heftigen schottischen Akzent einzulassen). Entsprechend habe ich auch gleich zugegriffen, als ich erfuhr, dass es von Ferguson ein Kinderbuch gibt.
Die 33 Lektionen des Buches sind grob in 6 Teile unterteilt, von denen die ersten drei weitestgehend chronologisch das Leben Jesu durchgehen. Hier zeigt sich die Interdisziplinarität des Autors große Vorteile. So geht er zunächst von allgemeinen Fragen aus: „Was bedeutet der Name Jesus?“ ,“Wie konnte Jesus wissen, was Gott von ihm erwartete?“ oder „Wie verhielt sich Jesus als Kind und als Jugendlicher?“ Anschließend geht er die Stationen der Taufe, der Versuchung, der Berufung der Jünger, der Lehrtätigkeit, der Wunder und schließlich des Leidens Jesu durch. Das Buch hat seine größte Stärke vor allem darin, dass der Autor wirklich die Darstellung Jesu in den Evangelien sprechen lässt. Wenn er z.B. über die Versuchung Jesu in der Wüste spricht, verpasst Ferguson es nicht, auf die Parallele zum Volk Gottes in der Wüste, wie auch der Versuchung von Adam und Eva im Garten hinzuweisen. Auch wenn er über Jesu Lehre spricht, geht der Autor z.B. der Frage nach, warum Jesus „so viele außergewöhnliche Geschichten erzählt hat“. In den weiteren Abschnitten beschäftigt sich Ferguson damit, was es bedeutet, das Jesus der Retter war, wie sein Weg ans Kreuz aussieht, und wie sein Ruf an die Nachfolge heute an uns ergeht.
Jede der 33 Lektionen besitzt eine zentrale Bibelstelle, einen Lektürehinweis, eine Frage zum Weiterdenken und sprechen und eine kreative Aufgabe. Dadurch ist das Buch zum Vorlesen, wie zum Selber /-lesen und /-bearbeiten geeignet. Wir haben die 33 Lektionen entsprechend in ca. 2 Monaten durchgearbeitet.






Peter Leithart war mir bisher vor allem als
Calvin widmete diese Schrifte, deren Teile später auch in die 1559- Auflage der Institutio bildeten, der Stadt Genf. Die Schrift wurde Anfang 1552 als gemeinsame Erklärung der Genfer Pastoren. Calvin setzt sich mit dieser Schrift mit zwei katholischen Widersachern, Pighius und Siculus auseinander, aber er stellt sich auch der Ablehnung der doppelten Prädestination im protestantischen Lager. Die Schrift, ist in 47 kleinere Abschnitte eingeteilt, die immer wieder für ein „Deja-Vu“ gesorgt haben. Immer wieder ernüchternd festzustellen, wie uralt „moderne“ Einwände gegen die Prädestinationslehre sind.
Gegriffen habe ich zu diesem Buch, weil mir auffiel, wie häufig Jonathan Edwards über Gleichnisse predigte und ich mich hier zunächst selber damit auseinandersetzen wollte. Das Buch ist Teil meiner Logos Bibliothek und so ist mir womöglich nicht gleich aufgefallen, was für ein dicker Wälzer das ist. Das ist aber bereits mein erstes Lob für dieses Werk: Es ist wirklich comprehensive, also verständlich und leicht zu lesen. Bereits nach wenigen Tagen habe ich einen Großteil des Einleitungskapitels durchgelesen sowie die Besprechung mehrerer Gleichnisse.