Das Thema der Gottesfurcht wurde literarisch bisher ganz offensichtlich nicht oft begangen. Mir fällt höchstens ein weiteres Buch ein, welches sich auf eine Weise mit der Gottesfurcht beschäftigt. Das verwundert, wenn man bedenkt, dass „die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit ist“. Der Autor zeichnet zunächst ein sehr düsteres Bild vom Christentum, bevor er sich der „Furcht Gottes“ in Gottes Wort zuwendet.
Als ein Symptom abnehmender Gottesfurcht wird angeführt, dass sehr viele Christen nur noch von „Jesus“ reden und ihn seiner Hoheitstitel „Herrn Jesus Christus“ berauben. Die Apostel selbst sprachen seit der Verherrlichung meist vom Herrn Jesus Christus. Das mag manchem Leser kleinlich klingen, gewinnt in der allgemein abnehmenden Gottesfurcht unter Evangelikalen jedoch eine tiefere Bedeutung.
Er ermutigt betend über die vielen Worte Gottes nachzusinnen, die uns die „heiligen, herrlichen, ehrfuchtgebietenden Wesenseigenschaften Gottes bezeugen“ und betont immer wieder, dass ohne die Ehrfurcht vor Gott und seinem Wort eine wahre Gotteserkenntnis nicht oder zumindest nur eingeschränkt möglich ist. Gottesfurcht ist eine innere Haltung, die sich dann selbstverständlich auch im praktischen Christenleben zeigt.
Das Buch ist nicht wie eine theologische Abhandlung geschrieben, sondern wie ein leidenschaftlicher Appell, Gott die ihm gebührende Ehre zu geben und sich seiner Heiligkeit bewusst zu werden. Es ist hilfreich und sehr praktisch, dass alle Bibelstellen vollständig ausgeschrieben sind, und ein paralleles Nachschlagen nicht nötig ist.
So wollen wir lernen, unserem Gott und Vater voller kindlichem Vertrauen und Glaubenszuversicht zu nahen und zugleich doch Ihm allezeit die schuldige Ehrfurcht zu erweisen, die seiner Majestät und Heiligkeit Rechnung trägt. Seite 57
Gottesfurcht ist bei Edition Nehemia erschienen und kostet 6,90 EUR. Das eBook ist bei ceBooks.de erhältlich.
Spurgeon gehört wahrscheinlich zu den meistgedruckten Predigern des 18. Jahrhunderts. Sergej Pauli hat hier im Blog in 2015 eine 



Letzten Sonntag war der offizielle Muttertag. Dieser besondere Tag ist nun vorbei. Aber die Arbeit der Mütter geht weiter. Tag für Tag immer das gleiche. So kommt das einer Mutter bestimmt vor. Aber in all dem Gleichen kommen mit zunehmenden Alter der Kinder neue Herausforderungen, neue Verhaltensweisen und auch neue Freuden hinzu. Zeit zur Ruhe zu kommen, bleibt selten. Doch umso nötiger sind Momente der Ruhe, der Besinnung und der Gemeinschaft mit Gott. Zeiten der Neuorientierung und der Korrektur. Zeiten, um Kraft zu schöpfen und um Weisheit zu beten.