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Entlarve die Schönheitslüge

Ivill: Nie gut genug – Über Aussehen und AnerkennungDie sozialen Medien befeuern es, die Peergroup fordert es und der Einzelne glaubt es: Schönheit ist alles. An einem ansprechenden Aussehen ist ja grundsätzlich nichts falsch, wenn aber das Schönheitsideal zum Götzen wird, bestimmt der Zeitgeist uns mehr als wir meinen. Sarah Ivill, Schreiberin, Leiterin und Autorin von Bibelstudien für Frauen, bringt es in ihrem Werk „Nie gut genug“ auf den Punkt, wenn sie meint, dass Aussehen und Anerkennung eine der größten Lügen unserer Zeit darstellen.

„Zu dem Thema Körperwahrnehmung und Erfolg lässt die Autorin uns in diesem Buch teilhaben an ihrem persönlichen Kampf mit der Abhängigkeit von Schlankheit/Ernährung und Fitness sowie Anerkennung. Es geht darum die falschen Identitäten zu enttarnen, denen wir uns zuwenden, wenn wir nach Identität und Selbstwert suchen – mit anderen Worten: die Lügen, die wir über uns selbst glauben, und die Art und Weise, wie diese uns in ihren Strudel ziehen. Dabei deckt sie fünf geläufige Lügen auf, denen man nur allzu schnell Glauben schenkt, und führt zurück zu unserer Annahme in Christus, wo die wahre Lösung in unserem Streben nach Schönheit und Erfolg zu finden ist.“  ….

weiterlesen auf lesendglauben.de

 

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„Ungerechtigkeit irgendwo ist ein Angriff auf die Gerechtigkeit überall“

Durch eine Predigt von Tim Keller bin ich auf einen offenen Brief von Martin Luther King Jr. aufmerksam geworden, denn er am 16.04.1963 verfasst hat. Dieser Brief ist eine Reaktion auf einen Aufruf zur Einheit, den King ins Gefängnis geschmuggelt bekommen hat. Dort wurde er aufgefordert, den Kampf für Bürgerrechte ausschließlich vor Gericht und nicht auf der Straße zu führen. Mehr zu den Hintergründen findet sich auf Wikipedia.

Der vollständige Brief findet sich hier.

Ich habe einige Auszüge dieses Briefes übersetzt, mit dem King seinen Widerstand begründet. Ich glaube King bleibt für uns ein Lehrmeister.

Zunächst: King bleibt trotz Unverständnis und unter Druck sachlich und freundlich und doch bestimmt, wie die Einleitung seines Briefes zeigt:

„Meine lieben Mitpfarrer: Während meiner Verwahrung hier im Gefängnis von Birmingham City, stieß ich auf eure kürzliche Aussage, die meine letzten Tätigkeiten als „unweise und  unpassend verfrüht“ bezeichnet. Ich halte nur selten inne um auf Kritik an meiner Arbeit und meinen Ideen einzugehen. Wenn ich versuchen würde, alle Kritik zu beantworten, die an meinen Bürotisch gelangt, hätten meine Sekretäre kaum noch Zeit für etwas anderes, als für die Bearbeitung solcher Korrespondenz. Auch ich hätte keine Zeit für konstruktive Arbeit.

Doch weil ich spüre, dass ihr Menschen von echtem guten Willen seid und dass ihr eure Kritik aufrichtig darstellt, will ich versuchen, eure Stellungnahme in, wie ich hoffe geduldigen und vernünftigen Ausführungen, zu beantworten.“ Weiterlesen

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Preis und Ehre dem dreieinigen Gott

Beim Lesen von Robert Lethams Werk über die Heilige Dreieinigkeit Gottes bin ich über diesen Auszug des Pfingstgebets der syrisch-orthodoxen Kirche Südindiens gestoßen. Diese Christen führen ihre Gründung auf die Missionsarbeit von Thomas zurück! Die vollständige Liturgie zu Pfingsten findet sich hier.  Typisch Ostkirche: „Gott, Erbarme dich meiner!“. Auch Typisch Ostkirche (laut Letham): „Die Dreieinigkeit ist zentraler für das Leben und die Anbetung der Gemeinde als im Westen“. Dieses Gebet bestätigt Lethams Annahme:

„Ehre sei Ihm, der unsichtbar, verborgen und über allem menschlichen Denken, Sinnen und Verständnis erhaben ist. Er, selbstexistent und selbstgenügsam, Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge hat keinen Anfang und wird immerdar ohne Ende bestehen. Der ewige, unvergängliche und unergründliche eine wahre Gott. Ein Wesen, eine Autorität und ein Wille des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. In ihm ist kein Name ohne eine Person und keine Person ist jünger oder älter als die andere Person, noch gibt es einen Wandel oder eine Veränderung einer Person, ob zum Wachstum oder zur Erniedrigung. Kein Name und keine Person ist jünger oder von der göttlichen Substanz getrennt. Wenn der „Vater“ sagen, dann kommen der Sohn und der Heilige Geist von ihm. Wenn wir „Sohn“ sagen, dann werden der Vater und der Heilige Geist durch Ihn erkannt. Wenn wir „Geist“ sagen, dann sind der Vater und der Sohn in ihm vollkommen. Der Vater ist der Schöpfer, ungeboren. Der Sohn ist geboren und gebiert nicht. Der Heilige Geist geht vom Vater aus und empfängt vom Sohn die Person (consubstantial) und das Wesen (co-essential) des Vaters. Ihm gebührt Ruhm, Ehre und Macht zu dieser Zeit der Pfingstfeier und zu allen Festen, Zeiten, Stunden und Zeitpunkten von nun an in allen Tagen unseres Lebens für immer.“

Ich entschuldige mich für eine schwache Übertragung, da dieses Gebet so zweimal übersetzt wurde. Dennoch spürt man auch so die Anbetung der Heiligen Dreieinigkeit.

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Biblische Lehre systematisch auf den Punkt gebracht

In Zukunft wollen wir hier auf NIMM-LIES auch regelmäßig auf Rezensionen von lesendglauben.de verweisen. Heute fange ich mit Henrik Mohns Rezension über die vor kurzem erschienene Dogmatik von MacArthur und Mayhue an:

„1360 Seiten, knapp 3.000g und die theologische Erkenntnis aus über fünf Jahrzehnten der Auslegung und Erforschung der Heiligen Schrift. John MacArthur und Richard Mayhue legen mit „Biblische Lehre“ einen theologischen Meilenstein in der deutschen Theologiegeschichte. Der Grund dafür ist recht einfach: Es gibt nicht viele systematische Theologien auf Deutsch, die von einem kompromisslosen Bibelglauben und Vertrauen in Gottes Wort verfasst sind. Wer „Biblische Lehre“ auf seinem Tisch abgelegt hat, kommt aus dem Staunen vorerst nicht heraus. Das liegt nicht an Wucht und Größe des Werkes, sondern vielmehr daran, dass hier ein „Opus vorliegt, das ein dringend benötigtes Gegenmittel zu einem postmodernen verunsicherten Neoevangelikalismus darstellt“, so Pastor Wolfang Nestvogel.

Zunächst seien die fünf Auslegungsprinzipien genannt, die die Autoren in ihrer Erklärung biblischer Offenbarung und Lehre leiteten, denn ihre Überzeugung ist „ein unerschütterliches Vertrauen auf Gottes irrtumsloses und unfehlbares Wort“. Deshalb folgen sie dem:

·       Literalprinzip, das die Bibel in ihrem buchstäblichen Sinn versteht.

·       historischen Prinzip, das die Bibel in ihrem historischen Kontext verortet und von diesem aus auslegt.

·       grammatischen Prinzip, das sich nach den grammatischen Strukturen der Sprachen des Grundtextes orientiert.

·       synthetischen Prinzip, das die Bibel als ihre eigene Auslegerin betont.

·       Klarheitsprinzip, das unklare Stellen durch klare Stellen in der Bibel auslegt….“

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Die Kraft des Evangeliums

 

Kein Missionswerk ohne Zeitschrift, dass über die Situation auf den Missionsfeldern informiert. Oft fällt es mir bei solchen Zeitschriften sehr schwer, den Berichten zu folgen. Immer scheint es einem so, dass man neue Namen und neue Orte vor sich liest. Dem Missionswerk Voice of Hope ist aber jetzt offensichtlich eine gute Kreuzung aus Missionsnachrichten und erbaulicher Zeitschrift gelungen. Das zweite Exemplar dieser Zeitschrift lag heute in meinem Briefkasten und ich war vom Layout und Qualität des Drucks sehr überrascht. Das Design erinnert einen an das Timotheus-Magazin: Große Bilder, einfache Graphiken und mehrspaltiger Text. Auch die thematische Auswahl der Artikel geht in eine deutlich konservative reformierte Richtung. Das Heft enthält eine Reihe über die Offenbarung von Joel Beeke (aus Revelation von RHB), eine Kurzbiographie über D. Martyn Lloyd-Jones, eine Predigt vom selbigen und einen umfangreichen Ausschnitt aus dem bald auf deutsch erscheinenden Römer-Brief-Kommentar von R.C. Sproul. Die Artikel bestehen somit vor allem aus umfangreichen Leseproben, die aber so ausführlich sind, dass wirklich ein Thema gut überblickt wird. Leseratten können so gut erwägen, ob das zitierte Werk auch im Bücherregal landen soll. Ich persönlich tue mir letztlich etwas schwer mit der doch sehr konservativen Kost. Beeke ist manchmal einfach so furchtbar radikal…

Durch interessante Kombination  habe ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben einen Missionsbericht wirklich gelesen. Relativ eindrücklich war die Schilderung der Missionsarbeit in Sizilien mitten unter Corona-Bedingungen.

Hier kann man die Zeitschrift kostenlos abonnieren. Die .pdf-Variante lässt sich auch downloaden(01/2020; 02/2020) oder online ansehen  (01/2020; 02/2020)

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From Paradise to the Promised Land

From Paradise to the Promised Land: An Introduction to the ...Aufmerksam auf dieses Werk von T. Desmond Alexander wurde ich, als ich Tom Schreiners biblische Theologie „The King in his Beauty“ las. Bei der Besprechung des Pentateuchs fanden sich regelmäßig Referenzen zu Alexander. Das machte mich neugierig und ich wurde nicht enttäuscht. Das Werk, das bereits vor 20 Jahren erschien dürfte zum Standardrepertoire jener gehören, die sich näher mit den 5 Büchern Mose auseinander setzten wollen.

Das Buch teilt sich dabei in zwei Kapitel auf. Im ersten Teil setzt sich der Autor mit der kritischen Methode und Interpretation des Pentateuchs auseinander. Besonders spannend ist, wie Alexander einen „Testfall“, nämlich die Sinai-Begebenheit untersucht. Da die Bibelkritik mir persönlich aber knorke ist, konzentriere ich mich auch in meiner Rezension auf den zweiten Teil.

In 15 Kapiteln untersucht Alexander dabei zentrale Themen des Pentateuchs. Hilreich ist, dass der Aufbau immer identisch bleibt. Auf eine Zusammenfassung folgt  eine detaillierte Besprechung, die in einer Schlussfolgerung mündet, die Bezüge zu den anderen Kapiteln herstellt. Abschließend folgt die Betrachtung der Neutestamentlichen Verbindungen. Die Kapitel entwickeln dabei kreisend die Entwicklung des Pentateuchs: Angefangen von der königlichen Linie in Genesis, über das verlorene Paradies geht es weiter zur Frage: Wer Gott ist, wie Abraham glaubte, wie zentral der Bund am Sinai ist,etc. Weiterlesen

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Mit Christus zu Christus gehen…

Auf  glaubend.de berichte ich über meine Erfahrungen mit der Seeslsorgeausbildung bei der Christlichen Fachstelle für Ehe, Familie und Lebensberatung in Aarau. Ich wünschte ich könnte deutlicher schildern, wie ich von dieser Ausbildung und von den Kontakten mit Beat Tanner profitiert habe und weiterhin profitiere.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf dieses Video von Beat Tanner hinweisen, mit dem er die Ziele der Ausbildung erklärt:

Wer meinen Artikel lesen möchte, findet diesen hier: „Welchen Rat kann ich meinem Bruder, meiner Schwester in ihrer Not, ihrer Angst und ihrer Sorge geben. Wie kann dieser Rat wirklich weise sein und Liebe und Wahrheit vermitteln? Was muss ich an mir ändern, damit ich besser auf Christus hinweisen kann? Wie kann ich meinen Bruder besser verstehen? Wie kann ich zwischen Sünde und Scham unterschieden? Wie kann ich Strategien entwickeln, um auch mit einem sehr beunruhigten Menschen ins Gespräch über das Wort Gottes zu kommen? Das sind nur einige der Themen, die ausführlich einschließlich persönlichem Mentoring und zusätzlicher Vorbereitungslektüre im Laufe von zwei Jahren besprochen werden…“

Auch Hanniel hat übrigens vor einiger Zeit über diese Ausbildung berichtet.

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Deutschsprachige Beiträge zu den goldenen Honigtöpfen

Vielleicht kennt jemand meinen Beitrag über die goldenen Honigtöpfe. Darunter verstehe ich Material, dass hilft die Bibel besser zu verstehen und den Willen Gottes zu erkennen. Predigten, Beiträge, Bücher, Zeitschriften die auf Christus hinweisen und die Ehre Gottes hochschätzen. Es gibt eine wunderbare Menge davon! Welch Segen!

Zunehmend versuche ich daran zu arbeiten, solches Material auch auf Deutsch zugänglich zu machen und auch zu verbreiten.  Entsprechend möchte ich heute auf drei deutschsprachige Podcasts hinweisen.

Kommentar zum Heidelberger Katechismus von Hanniel Strebel

Ich bin dankbar dafür, dass ich Hanniel überzeugen konnte, seine wertvollen Beiträge auch in das Podcast-Format zu bringen.  Ich meine: Wer nutzt schon Soundcloud? Ich habe mir ehrlich gesagt  nur aus Liebe zu Hanniel dafür einen Zugang beschafft 🙂 .

Neuerdings gibt es jetzt Hanniels Kommentar zum Heidelberger Katechismus auch als Podcast!

Höre unter:

Warum sollte man gerade diesen Podcast hören? Jeder, der alleine oder in Gruppe den Heidelberger Katechismus durcharbeitet findet hier zahlreiche Hinweise, historische Hintergründe und praktische Anwendungen.

Wenn Gott Gnade schenkt werden in wenigen Tagen auch die Vogelflüge Hanniels auf diese Weise zugänglich sein.

Aufbau eines Luther-Lesebuchs

Ich bin Manuel Klem zu Dank verpflichtet für das freundliche Angebot, meine Zitate-Zusammenstellungen von Martin Luther zu vertonen. In Zukunft ist geplant Audio und Text gleichzeitig zu veröffentlichen.

Höre unter:

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„Die höchste Gnade Gottes ist es, wenn in der Ehe die Liebe dauernd blüht…“

Lyndal Roper stellt in ihrer Biographie über Martin Luther schlüssig dar, mit welcher Leichtigkeit Luther ein tausend Jahre altes Verständnis über Ehe und vor allem über Sexualität zur Seite wischte. Liest man seine zahlreichen Aussagen über die Ehe, wird schnell deutlich, dass Luther deswegen derart revolutionär, faszinierend fortschrittlich und mutig anti-kulturell ist, dabei aber praktisch und in sich schlüssig bleibt, weil er beharrlich und immer wieder zum Wort Gottes zurückkehrt.  Im Folgenden eine kleine Auswahl; die Quellennachweise habe ich dabei gesondert gesammelt(download).

Zum Aufwärmen einige Aussagen aus den Tischreden:

„Es ist sehr gut, daß Gott nicht will, daß die Ehe zerrissen werde, denn sonst würde sie zugrunde gehen und aufhören, die Sorge für die Kinder würde in Gefahr geraten und der Hausstand würde fallen, und danach würde auch das Weltregiment und die Religion vernachlässigt werden. Es ist aber die Ehe die Grundlage des Hauswesens, der öffentlichen Ordnung, der Religion.“ [1]

„Über die Ehe, diese ehrwürdige und göttliche Stiftung, sagte er (Luther) vieles Ausgezeichnete: daß sie nach dem Gottesdienst um vieler Ursachen willen der wichtigste Stand sei, aber die Menschen, das Vieh auf dem Felde und die Hefe dieser Welt fliehen sie um der (damit verbundenen) persönlichen Unbequemlichkeit willen. Sie wollen dem Regen entlaufen und fallen dabei ins Wasser. Deshalb muß man es im Namen des Herrn wagen und das Kreuz auf sich nehmen. Man muß die Ordnung Gottes beachten, wegen der Aufgabe, Kinder zu zeugen. Wenn es diesen Grund nicht gäbe, so sollten wir doch bedenken, daß sie ein Mittel gegen die Sünde ist.“ [2]

Eine kurze Anmerkung dazu: Mit „Sünde“ meint Luther an dieser Stelle den Geschlechtsverkehr.

Am Tage nach Neujahr schrie das Kind des Doktor Martinus so sehr, daß es sich von niemandem zur Ruhe bringen ließ. Da saß der Herr Doktor eine ganze Stunde traurig mit seiner Frau. Dann sagte er: Das sind die Nöte der Ehe, um derentwillen sich jeder vor der Ehe scheut. Wir fürchten uns alle vor dem Eigensinn der Frauen, vor dem Geschrei der Kinder, vor den Sorgen und vor schlechten Nachbarn. Deshalb wollen wir gern frei sein und nicht gebunden. Wir wollen freie Herren bleiben und gehen (lieber) zu einer Dirne. Außerdem haben die Väter auch nichts Bemerkenswertes über die Ehe geschrieben. [3]

„Die höchste Gnade Gottes ist es, wenn in der Ehe die Liebe dauernd blüht. Die erste Liebe ist feurig, eine trunkene Liebe, mit der wir geblendet werden und wie die Trunkenen hinangehen. Wenn wir die Trunkenheit ausgeschlafen haben, dann bleibt in den Frommen die echte Eheliebe, die Gottlosen aber haben die Reue.“ [4] Weiterlesen

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Hinweis: Gnade für dich

Gnade für dichGanz frisch auf deutsch ist ein kurzes evangelistisches Büchlein von John MacArthur aufgelegt worden: Gnade für dich erklärt anhand der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lk. 15,11-32) das Evangelium. MacArthur gelingt es in Kürze aufzuzeigen, wie unverschämt Sünde ist, ohne den Kontext des Geschehens und der Situation von Christus zu verlieren:

„Um das Gleichnis jedoch richtig zu verstehen, müssen wir es mit den Augen eines Menschen in der Kultur des Judentums des ersten Jahrhunderts sehen. In einem solchen Umfeld war die Idee, dass Gott reuigen Sündern (einschließlich der schlimmsten von ihnen) uneingeschränkt entgegenkommt und ihnen vergibt, ein schockierendes und revolutionäres Konzept.Kaum einer in dieser Gesellschaft konnte sich Gott als einen solchen vorstellen, der Seine Hand Sündern ausstreckt.“

„Ein solcher Ausfall an Dreistigkeit hätte in jener Kultur zumindest einen kräftigen Schlag über das Gesicht als normale Reaktion des Vaters bedeutet. Das wäre üblicherweise in aller Öffentlichkeit gemacht worden, um den Sohn zu beschämen, der seinem Vater eine solche Verachtung erwiesen hatte. Somit konnte ein Sohn, der sich der Entehrung seines Vaters in diesem Schweregrad schuldig gemacht hatte, gut damit rechnen, von allem was er besaß enteignet zu werden, um dann für immer von der Familie abgewiesen zu werden. Betrachtet als ein Toter. So ernst war diese Verfehlung. Es war zu jener Zeit nicht unüblich, eine effektive Beerdigung für ein Kind abzuhalten, das sein Zuhause und seine Familie auf diese freche Weise verlassen  hatte. Noch heute ist es in strengen jüdischen Familien so, dass die Eltern zu einem Sohn oder einer Tochter manchmal »Kaddisch« sagen (das formelle Vortragen eines Beerdigungsgebets), um Ihre Ablehnung für diese Art von Verhalten auszudrücken.“

Kann nach einem solchen Bruch wieder Versöhnung stattfinden? Sie kann, wie Jesus in aller Deutlichkeit beim Erklären seines Gleichnisses unterstreicht. Doch wo bleibt dann die Sühne? Man kann das Gleichnis somit nur als eine Botschaft lesen, die zum Kreuz führt:

„Während es jeder von uns verdient,für seine Sünde zu sterben und die Ewigkeit getrennt von Gott zuzubringen – eine Existenz, die Jesus als unerträglich unglücklich beschrieb. (Matt. 13,41-50; Luk. 16,23-24) –, erduldete der Sohn Gottes unseretwegen die Strafe. Weil Jesus als unser Stellvertreter die Strafe für die Sünde bezahlte, kann uns unser himmlischer Vater völlige Vergebung für die Sünde anbieten, ohne die Gerechtigkeit zurückzustellen oder seine eigene völlig gerechte Natur zu verleugnen.“

Das Buch eignet sich in besonderer Weise für Teenager aus christlichen Häusern, die mit dem Gedanken spielen, den Glauben zu verlassen. Offensichtlich ist MacArthur eine aktualisierte Fassung von „Jesus unser Schicksal“ gelungen, wobei Wilhelm Busch meines Erachtens näher und direkter in die Situation der Menschen gesprochen hat.

Das 70 Seiten lange Büchlein ist für 5,90EUR bei Voice of Hope erhältlich.